Schmerzhaft: Andy Niemann (SG Ruthenberg/VfR) wird hier von Einfelds Dennis Hinz (links) gefoult. Foto:Sell
Schmerzhaft: Andy Niemann (SG Ruthenberg/VfR) wird hier von Einfelds Dennis Hinz (links) gefoult. Foto:Sell

Spitzenreiter FC Torpedo 76 Neumünster stolpert

2:3-Heimniederlage gegen TuS Hartenholm II / TS Einfeld vorerst neuer Tabellenführer

Überraschung in der Kreisliga Neumünster. Torpedo 76 verliert sein Heimspiel gegen Hartenholm. Neuer Tabellenführer ist durch den 5:3-Sieg in Ruthenberg der TS Einfeld. Das Spiel der SG Bornhöved/Schmalensee in Aukrug wurde abgesetzt.

SG Ruthenberg/VfR - TS Einfeld 3:5
Trotz des frühen Rückstandes zeigten sich die „Männer vom See“ spielbestimmend. Die Gäste ließen Ball und Gegner über 90 Minuten laufen: „Einfeld hatte definitiv die bessere Spielanlage“, berichtete SG-Obmann Helmut Röhrs. „Es war sehr windig und der Platz war schwierig zu bespielen. Bei solchen Bedingungen ist dann oft nicht das Spielerische entscheidend, sondern dass man Einsatz zeigt und jeden Zweikampf annimmt. Das hat meine Mannschaft heute eindrucksvoll gemacht. Die Einstellung und der Einsatz waren wirklich super. Die Spieler sind heute endlich als Mannschaft aufgetreten, haben dagegengehalten und gezeigt, dass sie die Klasse halten wollen.“ Spielentscheidend war laut Röhrs das „dilettantische Zweikampfverhalten im eigenen Strafraum“, das den Einfeldern drei Strafstöße bescherte, von denen Teemu Arndt zwei verwandelte und Dennis Hinz mit dem dritten an SG-Keeper Patrick Soldat scheiterte. Weil gleich vier (!) Keeper der SG verhindert waren, musste der etatmäßige Feldspieler Soldat an diesem Tag das Tor hüten.


Schiedsrichter: Keine Angabe - Zuschauer: k.A.
Tore: 1:0 Mercan (3.), 1:1 Huss (5.), 1:2 Arndt (22., Foulelfmeter), 1:3 Huss (51.), 2:3 Y. Yilmaz (55.), 3:3 Kilinc (78.), 3:4 Arndt (83., Foulelfmeter), 3:5 Hinz (90./+3).
Bes. Vork.: Soldat (SG Ruthenberg/VfR) hält Foulelfmeter von Hinz (86.).
Gelb-Rote Karte: Kilinc (SG Ruthenberg/VfR, 90./+2, Unsportlichkeit).

FC Torpedo 76 Neumünster - TuS Hartenholm II 2:3
Den „Taubenträgern“ wurde der Führungstreffer in der achten Minute wegen vermeintlicher Abseitsposition von Blerim Bara nicht gegeben: „Das war auf gar keinen Fall Abseits“, ärgerte sich Torpedos Obmann Dennis Keyser. „Aus dem Nichts geht Hartenholm dann in Führung.“ Zwar konnten die Hausherren zunächst ausgleichen, aber die Gäste verwandelten einen berechtigten Handelfmeter zur neuerlichen Führung. Nach dem 2:2 durch Torjäger Blerim Bara (82.) hatte Keyser „ein sehr gutes Gefühl“. Doch dann ereignete sich die spielentscheidende Szene: Nach einem Zweikampf blieb Torpedo-Akteur Granit Xhemajli verletzt liegen und der FC stellte das Spielen ein. Ein Hartenholmer nahm den freien Ball auf und wurde anschließend unter großen Protesten gefoult. „Hartenholm bekommt daraufhin einen Freistoß, bringt ihn in den Strafraum und erzielt das 2:3“, berichtete Keyser. „So richtig fair war es nicht weiterzuspielen, als Granit am Boden lag.“


Schiedsrichter: Keine Angabe - Zuschauer: k.A.
Tore: 0:1 Novak (10.), 1:1 Fischer (37., Eigentor), 1:2 Käselau (43., Handelfmeter), 2:2 B. Bara (82.), 2:3 Novak (85.).

TSV Gadeland - SV Boostedt 1:0
TSV-Trainer Patrick Nöhren sah in der ersten Halbzeit ein „sehr zähes Spiel“. Nach der Pause schalteten beide Teams einen Gang hoch: Während die „Kleeblätter“ mehr Ballbesitz hatten, setzten die Gäste auf Konter. „Bei uns hat der letzte Pass gefehlt oder die entscheidende Aktion vor dem Tor. Die Boostedter hatten einige gute Kontermöglichkeiten haben diese aber nicht gut ausgespielt“, so Nöhren. Mit der Einwechslung von Stürmer Paul Akischkin bewies Nöhren ein goldenes Händchen. Nach einem Steilpass von Arnold Rychlowski verpasste zunächst Tobias Hinrichsen das Anspiel, doch Akischkin kam an den Ball und schob ihn aus wenigen Metern vorbei an SVB-Keeper Christoph Rasch ins Boostedter Tor.


Schiedsrichter: Keine Angabe - Zuschauer: k.A.
Tor: 1:0 Akischkin (74.).

SV Wasbek - TSV Brokstedt 4:1
Mit der ersten Torchance der Begegnung gingen die Gäste in Führung. Die Hausherren rissen nach dem 0:1 das Spielgeschehen an sich: Mit temporeichen Kurzpassstafetten erspielte sich der SVW gute Tormöglichkeiten und drängte die Gäste in die eigene Hälfte. „Unsere Passquote war heute außerordentlich gut“, berichtete SVW-Coach Riko Bromm. Nach der Pause lauerten die Brokstedter auf Konter, konnten sich aber selten vom Wasbeker Druck befreien. „Die Brokstedter hatten über 90 Minuten wirklich nur die eine gute Torchancen mit der sie den Treffer erzielt haben.“ Am Ende war Bromm sehr zufrieden mit dem Sieg: „Wir wollten die drei Punkte und haben sie eingefahren. Der Sieg war absolut verdient. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass wir wohl durchaus zwei bis drei Treffer mehr hätten erzielen können.“


Schiedsrichter: Keine Angabe - Zuschauer: k.A.
Tore: 0:1 Torben Hendrischke (1.), 1:1 Jan Olaf Muhs (k.A.), 2:1 (k.A. Eigentor), 3:1 Sascha Reichow (k.A.), 4:1 Max Wessel (k.A.)

Türkspor Neumünster - TSV Flintbek 0:4
Für die „Halbmondträger“ entwickelte sich die Partie nicht wie gewünscht: Bereits nach vier Zeigerumdrehungen gingen die Gäste aus Flintbek durch Moritz Hübner in Führung und legten vor der Pause per Strafstoß nach. „Wir waren heute nicht gut drauf“, schilderte Türkspors Co-Trainer Cetin Bay. Während die Hausherren laut Bay „nicht zwei bis drei Pässe in Folge an den Mann bringen konnten“, spielten die Gäste schnellen und unkomplizierten Fußball. Mit wenigen Kontakten kamen die Akteure des TSV in die gegnerische Hälfte und suchten dort zügig den Abschluss. „Wir haben noch unsere Taktik auf ein 4-4-2 umgestellt und wollten offensiver spielen, aber auch das hat nicht funktioniert. Es gibt so Tage, an denen einfach nichts klappt“, sagte neumünsters Trainer.


Schiedsrichter: Keine Angabe - Zuschauer: k.A.
Tore: 0:1 Hübner (4.), 0:2 Rikeit (32., Foulelfmeter), 0:3 Hübner (52.), 0:4 Rikeit (57.).

SV Großenaspe - SV Bönebüttel/Husberg 3:2
Die Hausherren starteten abwartend und wollten aus einer sicheren Abwehrreihe mit Kontern Nadelstiche setzen. „Beide Teams haben in der ersten Halbzeit sehr passiv gespielt“, berichtete Großenaspes Trainer Matthias Hansen. „Das war kein gutes Spiel, das war Not gegen Elend.“ Wegen zu heftigen Protesten von Trainer Matthias Hansen, sah sich Schiedsrichter David Staub in der 30. Minute veranlasst, den Übungsleiter des Feldes zu verweisen. So konnte der Trainer keinen Einfluss mehr auf seine Spieler nehmen, doch diese zeigten im zweiten Durchgang eine klare Leistungssteigerung: „Wir standen nach der Pause mit der Viererkette höher und haben früher gepresst. Die Husberger sind gar nicht mehr zu Chancen gekommen. Sie haben fast nur noch lange Bälle geschlagen und auf Zufallsprodukte gehofft“, so Hansen. Einziges Manko beim GSV: Die mangelhafte Chancenverwertung. Letztlich war Hansen mit der Mannschaftsleistung seiner Truppe aber vollkommen zufrieden: „Wir haben in der zweiten Halbzeit das Spiel gemacht und kaum Chancen zugelassen.“


Schiedsrichter: Keine Angabe - Zuschauer: k.A.
Tore: 0:1 Garm (30.), 1:1 Graf (45., Handelfmeter), 2:1 Giere (65.), 3:1 Giere (75., Foulelfmeter), 3:2 Justin (90./+2, Foulelfmeter).


Nicht vergessen: In der Spieltagsübersicht (rechts) könnt ihr wieder für eure Spieler des Spiels abstimmen und somit an der Wahl zur Elf-der-Woche teilnehmen. Einfach auf das Ergebnis klicken und im Spielbericht unterhalb der Aufstellung Spieler auswählen.



Aufrufe: 029.10.2017, 19:10 Uhr
SHZ / escAutor

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