Verfolgungsjagd in Wasbek: Yusuf Yilmaz (SG Ruthenberg/VfR, links) spurtet Christopher Missal hinterher.Sell
Verfolgungsjagd in Wasbek: Yusuf Yilmaz (SG Ruthenberg/VfR, links) spurtet Christopher Missal hinterher.Sell

5:0 - SG Bornhöved zieht nach

Kreisliga: Weiterhin drei punktgleiche Teams an der Spitze / SV Bokhorst gewinnt erneut und feiert seinen Elfmetertöter Nico Heuer

Feiertag ist Fußballtag. Und so fanden drei der jüngsten zehn Kreisligaspiele erst am Tag der Deutschen Einheit statt. Dabei zog die SG Bornhöved/Schmalensee durch ein 5:0 gegen den SV Boostedt wieder mit den bereits am vergangenen Wochenende siegreichen Topteams FC Torpedo 76 und TS Einfeld gleich (je 26 Punkte). Tabellenletzter bleibt die SG Ruthenberg/VfR.

Aukrug – Böneb.-Husberg 2:1 (0:0)

TSV Aukrug: Raudonis - Ralfs, Schütt (71. C. Jacobs), Michalke, Marcel Hagen (85. Kemnitz), F. Jacobs (90. Lissner), Rickert, Grimm, Scheinpflug, Betz, Tietz,SV Bönebüttel-Husberg: Kühl - Lax, Löffler, Todt (87. Döring), Borke, Sietmann, Golland, Stoffers, Luth (81. Riedel), Witt, Lüth (60. Hamann).SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 Todt (53.), 1:1 Scheinpflug (66.), 2:1 F. Jacobs (82., Foulelfmeter).

„In der Anfangsphase hatten wir die besseren Chancen, ab der 20. Minute allerdings wurden die Husberger stärker. Man hat gesehen, dass sie leichte fußballerische Vorteile hatten“, berichtete Aukrugs Spielertrainer Christian Scheinpflug und resümierte: „Das Spiel war intensiv und geprägt von vielen Zweikämpfen.“ Nach der Führung durch Steffen Todt (53.), die laut Scheinpflug aus „eindeutiger Abseitsposition“ erzielt wurde, trafen die Husberger noch ein zweites Mal (59.), doch Schiedsrichter Stephan Ehlers ließ das Tor wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gelten. „Beim ersten Treffer war es klar Abseits und beim zweiten Tor eben nicht“, beurteilte Scheinpflug die strittigen Situationen. Für sein Team war der aberkannte Treffer wie ein Weckruf, drehte Aukrug den Spieß doch noch um.

Torpedo – TSV Brokstedt 3:2 (1:1)

FC Torpedo 76: Cakar - Fund, Harfst, A. Xhemajli, S. Bara (46. Borgert, 57. Tuncer), Simsek, Bröcker (72. Babiak), Hartmann, Götze, Grothe, Raniewicz.TSV Brokstedt: Clausen - Folster, Biss (46. Müller), Behrendt, Rickert, Schröder, Fölster, Brozy, Hendrischke, Milschus, Springer (46. Johannsen).SR: Gries (Aukrug). – Zuschauer: 100. – Tore: 1:0 Raniewicz (16.), 1:1 Hendrischke (23.), 1:2 Hendrischke (66.), 2:2 A. Xhemajli (70.), 3:2 A. Xhemajli (87.). – Gelb-Rote Karte: A. Xhemajli (FC Torpedo/88., Unsportlichkeit).

„Personell haben wir aus dem letzten Loch gepfiffen und mussten den Kader mit Spielern aus der Reserve auffüllen“, berichtete Torpedos Obmann Dennis Keyser. Doch zum Nachteil erwies sich diese Maßnahme vor allem bei Deniz Grothe nicht. Der ehemalige VfR-Regionalligaspieler zeigte eine starke Partie als ein Part der Doppelsechs in einer 4-4-2-Formation. „Grothe war der beste Mann auf dem Platz“, lobte Keyser, der auch von den Gästen schwärmte: „Die Brokstedter haben losgelegt wie die Feuerwehr. Sie haben jeden Zweikampf angenommen und super Fußball gespielt. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir diese Begegnung nicht gewonnen hätten.“ In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit setzte Astrit Xhemajli zu einem Solo über Außen an, zog in die Mitte und schob überlegt in die lange Ecke zum 3:2-Siegtreffer ein. Im Anschluss zog sich der FC-Spieler sein Trikot über den Kopf und wurde prompt vom Unparteiischen Yannik Gries mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

Wasbek – Ruthenberg/VfR 4:2 (2:0)

SV Wasbek: Claus - Stephan (79. Thode), Özkan, Kaack, Missal (71. Kattan), Muhs, Reichow, Sarikaya, Martens (60. Schnoor), Rathje, Wessel.SG Ruthenberg/VfR: Meyer - Y. Yilmaz, Niemann, Kilinc, Mercan, Tom Koch (85. Passig), Torge Koch, Ergel (77. Serafinski), Schmahl (28. Arslan), Karabatak, Soldat.SR: Tural (Olympia). – Zuschauer: 40. – Tore: 1:0 Reichow (2., Foulelfmeter), 2:0 Martens (38.), 3:0 Muhs (57.), 4:0 Wessel (64.), 4:1 Kilinc (75., Foulelfmeter), 4:2 Mercan (90./+5). – Rote Karte: Wessel (Wasbek/74., Beleidigung eines Gegenspielers).

„Wir haben den Ball super laufen lassen und spielerisch überzeugt“, berichtete Wasbeks Trainer Riko Bromm. Den Gästen warf er übertriebene Härte in der Zweikampfführung vor: „Die SG hat sehr, sehr aggressiv gespielt. Teilweise sind unsere Gäste mit offener Sohle in den Zweikampf gegangen. Der Schiedsrichter hätte härter durchgreifen müssen.“ Die Hausherren ließen sich durch die Spielweise der SG allerdings wenig beeindrucken und zogen ihr bekanntes Offensivspiel durch. Erst nach dem 4:0 durch den später vom Platz gestellten Max Wessel (64.) reduzierten die Hausherren ihren Aufwand.

TSV Gadeland – TS Einfeld 0:2 (0:0)

TSV Gadeland: Boll - Amiri, Akischkin (60. Hewison), Maier, Neinstell, Gläske, Scholz, Schramm (77. Khodadadi), Hinrichsen, Brunst, Hamzian.TS Einfeld: Wilhelmsen - Reinecke, Casper, Milbradt, Yagmur, Vornholz, Woschek, T.-N. Hnida, P. Hnida (70. Weichbrodt), Hanka, Peters (46. Arndt).SR: Aydin (Padenstedt). – Zuschauer: 85. – Tore: 0:1 Arndt (63.), 0:2 Milbradt (80.).

„Beide Teams hatten viele Fehler im Aufbauspiel. Anstatt auf dem kleinen Platz mit wenigen Kontakten schnell zu agieren, haben wir teilweise Schlafwagenfußball gezeigt“, analysierte Gästecoach Andreas Evers. Er setzte genau an diesen Stellschrauben in der Pause an und forderte sein Team dazu auf, das Leder schneller laufen zu lassen und die Bedingungen endlich anzunehmen. „Nach der Pause war es ein ganz anderer Auftritt. Wir haben es geschafft, uns mit schnellen Offensivaktionen Chancen zu erarbeiten und waren deutlich konzentrierter bei der Sache“, erklärte Evers, dessen Team dank der Treffer von Teemu Arndt und Mirko Milbradt einen Gadelander Lauf mit zuvor vier Siegen in Folge stoppte.

Türkspor – SV Bokhorst 2:3 (0:2)

Türkspor: Omar - Sen (46. Tas), Akyel, Fidan (54. Mustapha), Erdogdu (46. K. Korkmaz), Bozkurt, Fanter, A. Korkmaz, Ceylan, Gökcen, Yagmur.SV Bokhorst: Heuer - H. Dose, Pries, Schwarz, Wurr, Ingwersen, Lohans (89. Reimer), Blöcker, J.-P. Dose, Möbius, Schmohl (46. Stange).SR: Uzun (VfR). – Zuschauer: 55. – Tore: 0:1 Sen (28., Eigentor), 0:2 Schmohl (44.), 0:3 J.-P. Dose (61.), 1:3 Fanter (72.), 2:3 Fanter (86.). – Bes. Vork: Heuer (Bokhorst) hält Foulelfmeter sowohl von K. Korkmaz (65.) als auch von Mustapha (89.).

„Die Bokhorster haben richtig Gas gegeben. Sie waren aggressiv in den Zweikämpfen und haben den Ball schnell in die Spitze gespielt“, zeigte sich Türkspors Co-Trainer Cetin Bay beeindruckt. In der Pause stellten die zunächst klar unterlegenen „Halbmondträger“ ihr 4-4-2 auf ein 4-3-3 um und wurden prompt gefährlicher. „In Hälfte zwei konnten wir mehr Druck entwickeln“, berichtete Bay. Zum Mann des Spiels avancierte Gästekeeper Nico Heuer. Der 20-Jährige vollbrachte das Kunststück, gleich zwei Strafstöße der Hausherren zu entschärfen und seinem Team damit drei Punkte zu sichern. „Auf Grund der schwachen ersten Halbzeit hätten wir den Sieg nicht verdient gehabt“, räumte Bay ein. Für die Gäste war es der zweite Sieg in Folge, nachdem sie zuvor in acht Partien nur einen Punkt geholt hatten.

Bornhöved/S. – Boostedt 5:0 (4:0)

SG Bornhöved/Schmalensee: Rehberg - Ruckpaul, Griese, M. Stein, Idrizi, Jace (75. Brügmann), Laizer (60. Endrejat), Müller (65. Hinz), Buhrmester, Mester, Weidemann.SV Boostedt: Rasch - Krämer, Dose, Lienhöft, Behnke, J.-F. Stein (60. Junkuhn), Schramm, Oliwniak, Wehde (66. Schumacher), Haase (15. Schönhoff), Wziontek.SR: Staub (Tensfeld). – Zuschauer: 100. – Tore: 1:0 Laizer (10.), 2:0 Laizer (13.), 3:0 Mester (24.), 4:0 Mester (42.), 5:0 Buhrmester (81.).

In der ersten Halbzeit zeigte die SG, warum sie zum Spitzentrio gehört. Mit guten Stafetten und Angriffen über die Außen wurden die Gäste vor große Probleme gestellt. Nach dem Wechsel schalteten die Hausherren laut SG-Trainer Ralf Hartmann „nicht einen, sondern zwei Gänge zurück“. Seine Elf habe angesichts der hohen Führung fast nur noch mit langen Bällen gespielt, und auch die Laufbereitschaft sei nicht mehr die gleiche wie in der ersten Hälfte gewesen, erklärte der Coach.

Ruthenberg/VfR – Aukrug 2:7 (1:0)

SG Ruthenberg/VfR: Helmers - Y. Yilmaz, Niemann, Meyer, Mercan (56. Ahmadi), Y. Uzun, Sadat, Karabatak (51. M. Uzun), Soldat, Tom Koch (46. Hosseini), Topcu.TSV Aukrug: Raudonis - Kemnitz, Michalke, F. Jacobs, Witt, Rickert, Grimm, Scheinpflug (80. Lissner), Sonnenschein, Betz, Tietz.SR: Ohlendorf (Torpedo). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Mercan (34.), 1:1 Scheinpflug (47.), 1:2 Tietz (49.), 1:3 F. Jacobs (52.), 1:4 Witt (59.), 1:5 Betz (62.), 2:5 Topcu (66.), 2:6 F. Jacobs (85.), 2:7 Lissner (87.).

Trotz einer Pausenführung kassierte Ruthenberg/VfR die achte Pleite in Folge – und die fiel deftig aus. SG-Obmann Helmuth Röhrs schüttelte den Kopf: „Wir haben eine sehr gute Halbzeit gespielt und hätten höher als mit 1:0 vorne liegen müssen. Die Mannschaft kam frohen Mutes aus der Kabine und lag nach wenigen Minuten zurück. Das war unglaublich. Die zweite Halbzeit war eine Demontage und verdient schlichtweg die Schulnote 6.“

Wiemersdorf – Türkspor 2:2 (1:2)

TSV Wiemersdorf: Schultz - Hasar, Hussein, Scharff, Jörn Oppermann, Strodthoff, Mönch (38. Bötel), Voßbeck (65. Jesse Oppermann), Rancke, Zielinski, Wahlers (75. Schröder).Neumünster Türkspor: Omar - Aydin, Fidan (60. Labuda), Akyel, Erdogdu (70. Yagmur), Bozkurt (83. K. Korkmaz), Tas, Fanter, Ceylan, Gökcen, Mustapha.SR: Reschinski (Bornhöved). – Zuschauer: 55. – Tore: 0:1 Fanter (25.), 0:2 Fidan (40.), 1:2 Zielinski (43.), 2:2 Schröder (82.).

„Nach unseren Fehlpässen hat Türkspor schnell in die Spitze gespielt und ist so gefährlich geworden“, berichtete Wiemersdorfs Obmann Horst Richter. Nach dem Wiederbeginn änderte sich der Spielverlauf kaum: Die Gäste nutzten weiterhin die Schnitzer im Aufbauspiel der Platzherren und fütterten ihre schnellen Offensivkräfte mit langen Vertikalbällen. In der Schlussphase allerdings drängte Wiemersdorf vehement auf den Ausgleich und schaffte es nach einer Vielzahl aussichtsreicher Standardsituationen kurz vor Schluss noch, das Leder durch Patrick Schröder per Kopf zum 2:2 im Gehäuse der „Halbmondträger“ unterzubringen.

Flintbek – Hartenholm II 5:1 (0:1)

TSV Flintbek: Wischnewski - Büssau, Fallet, Reinert (87. Meining), Frahm, M. Hübner (46. Bauchrowitz), Rehder, Knust, Richert, Jöns (82. Mitrovic), Nordheim.TuS Hartenholm II: Dührkopp - Papenfuß, Scharmacher, L. Hübner, Voss, Quade, Linek, Zastrow, Friedrich (57. Göttsch), Krukowski, Fischer.SR: Petersen (Altenholz). – Zuschauer: 70. – Tore: 0:1 Krukowski (32.), 1:1 Knust (55., Foulelfmeter), 2:1 Fallet (56.), 3:1 Knust (72.), 4:1 Bauchrowitz (82.), 5:1 Bauchrowitz (85.). – Gelb-Rote Karte: Frahm (Flintbek/75., wdh. Foulspiel).

Gr’aspe – TSV Wiemersdorf 0:6 (0:3)Großenasper SV: Riege (27. Sabrowski) - May, Lähn, F. Winkelmann, Cohrs (46. P. Winkelmann), Schütt, Wesenberg, Schäfer, Graf, Maschmann (75. Heller), Ostermann.TSV Wiemersdorf: Schultz - Scharff, Rieve (64. Hasar), Jesse Oppermann (58. Wahlers), Strodthoff, Mönch, Voßbeck, Zielinski, Jaster (35. Hussein), Heinrich.SR: Meyer (Todesfelde). – Zuschauer: 60. – Tore: 0:1 Strodthoff (19.), 0:2 Zielinski (25.), 0:3 Zielinski (36.), 0:4 Voßbeck (62.), 0:5 Zielinski (68.), 0:6 Zielinski (81.).
Aufrufe: 04.10.2017, 16:45 Uhr
SHZ / Etienne SchneppeAutor

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