
Der SV Schlebusch hat im Abstiegskampf der Landesliga einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Beim direkten Konkurrenten SpVg. Köln-Flittard unterlag die Mannschaft von Trainer Heiko Dietz deutlich mit 2:5 (0:2) – und verpasste damit die große Chance, sich entscheidend von der Gefahrenzone abzusetzen.
Schlebusch war mit nur einer Niederlage aus den vergangenen elf Spielen angereist, hatte zuletzt sieben Punkte aus drei Partien geholt und wirkte gefestigt. Doch ausgerechnet in diesem richtungsweisenden Duell zeigte der SVS eine seiner schwächsten Saisonleistungen. Schon im Vorfeld hatte Dietz aufgrund zahlreicher Ausfälle umbauen müssen. Mehrere Leistungsträger fehlten, die Startelf stand in dieser Konstellation zuletzt nicht gemeinsam auf dem Platz.
Das machte sich früh bemerkbar. Schlebusch fand kaum Zugriff, war in den Zweikämpfen zu passiv und ließ die nötige Intensität vermissen. Flittard hingegen agierte zielstrebiger und belohnte sich nach einer halben Stunde: Alexander Miguel Moll traf in der 32. Minute zur Führung. Nur vier Minuten später legte Kilian Moll das 2:0 nach (36.). Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Gästen nicht, sich zu stabilisieren. In der 73. Minute sorgte erneut Alexander Miguel Moll mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Erst danach zeigte der SVS eine kurze Reaktion. David Maximilian Matusinski verkürzte in der 81. Minute auf 3:1 und brachte zumindest noch einmal Hoffnung ins Spiel. Doch diese hielt nicht lange: Kilian Moll stellte mit dem 4:1 in der 89. Minute den alten Abstand wieder her. In der hektischen Schlussphase traf Matusinski noch einmal zum 4:2 (90.), ehe Claudio Vizzini mit dem 5:2 (90.) den Schlusspunkt setzte.
„Die talentfreien Tugenden haben wir heute einfach nicht auf den Platz bekommen. Dann hilft dir der beste Fußball auch nicht. Diese grundlegenden Dinge sind Voraussetzung, um Fußballspiele zu gewinnen – und die haben heute leider über weite Strecken gefehlt“, sagte SVS-Trainer Dietz. „Das Ergebnis ist dann schon etwas hoch gewesen, aber das soll unsere schwache Leistung heute nicht schönreden.“
Statt sich in der Tabelle abzusetzen, ist der Vorsprung der Schlebuscher auf die Abstiegsränge wieder geschmolzen – von zuvor sechs auf nun nur noch drei Punkte.Dennochsieht Dietz sein Team weiterhin in einer ordentlichen Ausgangslage: „Der Gegner war heute einfach besser als wir, hat mehr investiert. Aber wir haben weiter alles in der eigenen Hand und nur wir beeinflussen, wie die nächsten Spiele für uns laufen.“ Am kommenden Sonntag empfängt Schlebusch den SC Rheinbach im heimischen Bühl.