
Von Beginn an präsentierte sich der SV Schlebusch hochkonzentriert und zielstrebig. Trotz optischer Vorteile im Ballbesitz aufseiten der Gäste des FV Bonn-Endenich war der SVS das deutlich gefährlichere Team. Früh wurde der Druck in Zählbares umgemünzt: Noah Gonschior brachte den SVS in Führung (17.), ehe Mathias Janeczko mit einem Doppelschlag (23., 27.) für klare Verhältnisse sorgte.
„Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich ein richtig gutes Spiel gemacht. Ich übertreibe höchst selten, aber wir hätten hier trotz des 3:0 zur Pause sogar noch mehr Tore schießen können“, sagte Trainer Heiko Dietz im Anschluss. Die Dominanz spiegelte sich nicht nur im Ergebnis, sondern auch in der Körpersprache wider. Schlebusch agierte griffig in den Zweikämpfen, schaltete schnell um und zeigte eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen die spielerisch ordentlichen Gäste.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie jedoch kurzzeitig hektischer. „Du kriegst schnell nach der Pause das 3:1, dann kommt die Gelb-rote Karte. Natürlich arbeitet der Kopf dann“, ordnete Dietz die Phase ein. Niklas Engelke musste das Feld kurz nach dem Anschlusstreffer frühzeitig verlassen. Doch nach einem Standard stellte Sebastian Bamberg mit dem 4:1 (72.) die Weichen für Schlebusch endgültig auf Sieg. „Zum Glück konnten wir schnell die Vorentscheidung erzielen“, so Dietz.
Mit dem Erfolg baut Schlebusch seine Serie weiter aus: Drei Heimsiege in Folge und sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen. Vor allem aber hat der Sieg direkte Auswirkungen auf die Tabelle. Durch die gleichzeitige Niederlage von Köln-Flittard wächst der Vorsprung auf die Abstiegsränge auf sechs Punkte an – ein Polster, das es in dieser Form lange nicht gab.
Statt permanentem Druck im Tabellenkeller kann der SVS nun mit etwas mehr Ruhe in die kommenden Wochen gehen, ohne dabei nachzulassen. Dietz blieb trotz aller Euphorie fokussiert: „Für die kommenden Wochen nehmen wir schon noch das Thema Effizienz und Chancenverwertung mit rein. Da müssen wir noch konsequenter werden.“
Emotional wurde es dennoch nach Abpfiff. „Natürlich war das heute gegen diesen Gegner mit der Vorgeschichte ein besonderes Spiel. Da habe ich den Jungs in der Kabine auch wirklich mal gedankt für die harte Arbeit und diese tolle Leistung. Es ist schön, was zurückzukriegen von der Mannschaft.“