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SV Schelsen wächst immer besser zusammen

Schelsen hat sich nach einem mauen Saisonstart weiterentwickelt und steht nun im Mittelfeld der Tabelle. Defensiv macht die Mannschaft mittlerweile gute Arbeit, auch offensiv geht es vorwärts.

von RP / Niklas Bien · 06.02.2026, 15:00 Uhr · 0 Leser
Der SV Schelsen ist inzwischen gut in der Saison der Kreisliga A angekommen.
Der SV Schelsen ist inzwischen gut in der Saison der Kreisliga A angekommen. – Foto: Martina Krämer-Lichtschla

Die bisherige Saison des SV Schelsen in der Kreisliga A Mönchengladbach-Viersen lässt sich relativ klar in zwei Phasen einteilen. Da war zunächst der schwache Saisonstart mit vier Punkten aus acht Spielen und keinem einzigen Sieg. Bis zur Winterpause erspielte sich der SVS dann aber einen kleinen Lauf und steht mit mittlerweile 17 Punkten recht komfortabel auf Platz neun. „Nach den anfänglichen Problemen haben wir uns gut stabilisiert. Wir sind ab der Mitte der Saison richtig zusammengewachsen. Damit, wie wir am Ende die Kurve bekommen haben, können wir schon sehr zufrieden sein“, sagt Trainer Marc Gülzow.

So war die Hinrunde

Nach dem schwierigen Saisonstart entpuppte sich der 2:1-Erfolg über die favorisierten Sportfreunde Neersbroich Ende Oktober als Wendepunkt. Interessant: Gut eine Woche zuvor hatte der Verein seine zweite Mannschaft abgemeldet, Trainer Gülzow dadurch neue Alternativen dazubekommen. „Wir hatten mehr Spieler zur Verfügung, eine höhere Trainingsbeteiligung und einen größeren Kader am Wochenende. Das hat auch dazu geführt, dass wir die ein oder andere Auswechslung mehr machen konnten, die uns dann über die letzten Minuten gebracht hat. Die Spieler aus der zweiten Mannschaft haben sich sehr gut integriert. Man hat gemerkt, dass es eine Mannschaft geworden ist“, erklärt der 45-Jährige, der das Team erst im Laufe der Vorbereitung übernahm. Der Endspurt mit drei Siegen über Blau-Weiß Wickrathhahn (6:0), die Red Stars (5:1) und die SpVg Odenkirchen II (2:0) beförderte Schelsen zur Winterpause aus dem direkten Abstiegskampf.

Das war gut

Die starke Defensive ist das, was den SVS von den Teams im Tabellenkeller unterscheidet: Nur 26 Tore fing der Tabellenneunte, hat bei 27 eigenen Treffern sogar eine positive Bilanz. „Das Wichtigste war, dass wir uns hinten stabilisieren“, betont Gülzow: „Alles andere kommt dann von alleine“, fügt er an. Dazu war Schelsen gegen die direkte Konkurrenz – gerade im Endspurt – sehr konstant.

Das muss besser werden

Was die Abläufe angeht, hat der Tabellenneunte noch Luft nach oben. Denn insbesondere zu Beginn der Saison sorgte die fehlende Abstimmung für Probleme. „Es hat ein bisschen gedauert. Man hatte noch keine klare Vorstellung – wer, wie, wo, was. Da mussten wir uns etwas über die Runden retten“, sagt Chefcoach Gülzow. Dazu muss der SVS an seiner Chancenverwertung arbeiten. 13 Tore aus den letzten drei Spielen vor der Winterpausee sprechen aber dafür, dass Schelsen in dieser Hinsicht auf dem richtigen Weg ist.

So geht es weiter

Personell gibt es beim A-Ligisten Bewegung: Gian-Luca Jordans (zum SV Otzenrath) verlässt Schelsen, mit Jasin Al-Zaben und Umut Akis (beide zuletzt 1. FC Mönchengladbach) stoßen zwei Akteure zum Verein. Seit Mitte Januar ist die Mannschaft wieder im Training. Vor allem Spielpraxis steht dabei auf dem Programm. „Wir versuchen, zwei Spiele in der Woche hinzukriegen, damit wir die Abläufe besser reinbekommen und jeder die Möglichkeit hat, sich zu zeigen“, erklärt der Cheftrainer. Das Pflichtspieljahr 2026 beginnt am 1. März mit dem Auswärtsspiel beim SV Otzenrath.