2025-12-03T05:51:34.672Z

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Marc Gülzow übernimmt in Schelsen.
Marc Gülzow übernimmt in Schelsen. – Foto: SV Schelsen

SV Schelsen verpflichtet Marc Gülzow

Nach dem überraschenden Weggang von Christian Niebel hat der SV Schelsen Marc Gülzow als neuen Trainer gefunden. Gülzow war zuletzt allerdings von Lürrip II verpflichtet worden.

Mit dem plötzlichen Weggang von Trainer Christian Niebel, der zum Bezirksligisten 1. FC Grevenbroich-Süd wechselte, war der SV Schelsen zu Beginn der Vorbereitung ohne Trainer für die neue Saison. Als Nachfolger hat der Schelsen Marc Gülzow als neuen Trainer vorgestellt. Nur: Gülzow wurde erst vor einigen Wochen als Trainer beim A-Liga-Aufsteiger SV Lürrip II gemeldet. Was war passiert?

Plötzlich wieder auf Trainersuche

„Wir waren natürlich überrascht, als Chris uns mitteilte, er wolle den Verein sofort verlassen. Und das mitten in der Phase, während wir den Kader für die bevorstehende Saison planten. Der Vorstand und ich setzten uns zusammen und hatten einen Drei-Punkte-Plan“, sagt Schelsens Sportlicher Leiter Nils Muders. Die erste Lösung sei gewesen, den Trainer der Reserve hochzuziehen. Die zweite Option: Bernd Theuerzeit, ein ehemaliger Trainer des SVS und jetzt im Ruhestand, wäre interimsmäßig eingesprungen. „Zu guter Letzt stellte sich die Frage: Welcher Trainer ist derzeit auf dem Markt? Wir hatten zwar einige Kandidaten auf unserer Liste, doch gab es bei fast allen ein Negativkriterium. Marc Gülzow war der Einzige, der unsere Kriterien erfüllte, da er schon in Wickrathhahn unter ähnlichen Umständen hervorragend gearbeitet hat“, sagt Muders.

Gülzow war erst Ende April als neuer Trainer für Lürrips Reserve vorgestellt worden. Doch beim Aufsteiger in die Kreisliga A gab es plötzlich massive personelle Probleme, da viele Spieler ihre aktive Laufbahn beendeten. Als Folge daraus lösten Gülzow und die Verantwortlichen in Lürrip den Vertrag nach wenigen Wochen wieder auf. Deshalb war Gülzow wieder verfügbar und unterhielt sich mit Schelsen.

Gesichtspunkt Jugendarbeit spielt tragende Rolle

Nach Aussage von Muders verliefen die Gespräche positiv: „Wir haben schnell Gemeinsamkeiten gefunden, was Team, Training und Zielsetzung betrifft. Mit Marc haben wir erneut einen Trainer gefunden, der Spieler noch mal besser machen kann. Mit viel Erfahrung im Jugendbereich weiß er aber auch, wie man die Junioren schnell an den Seniorenfußball heranführt“, sagt Muders. Die Zielsetzung ist klar: Sich so weit wie möglich aus dem Abstiegskampf herauszuhalten. Außerdem soll Gülzow schnell die neuen Spieler ins Teamgefüge integrieren. Schelsen musste fünf Abgänge hinnehmen, darunter Leistungsträger wie Oliver Schilaski (Kuckum), Marius Sentis (Odenkirchen) und Jonas Bihn (Wickrath). Drei Neuzugänge hat Schelsen bislang aufzuweisen.

Gülzow freut sich auf die „reizvolle Aufgabe“ im neuen Verein. Schelsen und seine frühere Station Wickrathhahn sind beide kleine Dorfvereine. „In Hahn war ich fast Alleinunterhalter, hier in Schelsen habe ich ein Trainerteam neben mir, das sich mit den Gegebenheiten bestens auskennt. Ich werde immer ein Auge auf die Jugendarbeit im Verein haben, sie sind die Seniorenspieler von morgen und übermorgen“, sagt er.

Abhängig vom Verlauf der ersten Saisonhälfte, schließt Muders weitere Neuzugänge in der Winterpause nicht aus: „Zunächst wollen wir sehen, wie die Testspiele verlaufen und dann entscheiden, ob Spieler, die seit mehr als sechs Monaten nicht gespielt haben, uns möglicherweise weiterhelfen können. Aber ich vertraue unserem Kader voll und ganz.“

Aufrufe: 013.7.2025, 09:00 Uhr
RP / Horst HöckendorfAutor