Beste Stimmung: Niklas Wiemann (v. l.), Jonathan Riemer, Daniel Flottmann und Mirko Schuster haben auch beim Tragen des Trainingstores ihren Spaß.
Beste Stimmung: Niklas Wiemann (v. l.), Jonathan Riemer, Daniel Flottmann und Mirko Schuster haben auch beim Tragen des Trainingstores ihren Spaß. – Foto: Joel Beinke

SV Rödinghausen will in der kommenden Saison eine gute Rolle spielen

Der Regionalligist vom Wiehen ist in die Saison-Vorbereitung gestartet. Vor allem in der Offensive hat sich einiges getan.

Die Sommerpause war vergleichsweise kurz, für den Kapitän aber lang genug. „Ich freue mich, dass es wieder los geht und wir wieder gemeinsam auf dem Platz stehen. Und wenn ich mir die Stimmung hier angucke, geht das den anderen genauso“, sagte Daniel Flottmann und strahlte mit der Sommersonne förmlich um die Wette. Auf dem perfekt hergerichteten Rasenplatz in Bieren hatte das Trainerteam um Chefcoach Carsten Rump am Mittwoch die Kicker des Regionalligisten SV Rödinghausen zur ersten Trainingseinheit in der Vorbereitung auf die neue Saison gebeten, und dabei ging es gleich in die Vollen.

Das Arbeiten gegen den Ball war der Schwerpunkt des Auftakttrainings. „Wir wollten sofort mit Inhalten anfangen und nicht erst noch ein Spielchen machen“, sagte Carsten Rump, der mit Co-Trainer Massimilian Porcello, Torwarttrainer Benjamin Gommert und Christoph Budde als Video-Analysten ein neues Team an seiner Seite hat. „Da bin ich unserem Sportlichen Leiter Alexander Müller wirklich sehr dankbar, dass er das so in die Wege geleitet hat“, sagte Rump, der auch mit der Zusammensetzung des neuen 24-köpfigen Kaders (22 Feldspieler und zwei Torhüter) sehr zufrieden ist. „Jede Position ist doppelt besetzt und alle Spieler, die wir angesprochen haben, haben letztlich auch zugesagt. Ich bin jedenfalls von allen unseren Zugängen mehr als überzeugt. Sie werden auf den etablierten Stamm ordentlich positiven Druck machen.“

"Wir freuen uns auf die Entwicklung jedes einzelnen Spielers"


Vor allem in der Offensive hat sich beim SVR etwas getan. „Wir haben vorne sowohl viel Breite als auch Qualität hinzubekommen“, betont SVR-Geschäftsführer Alexander Müller. „Da sind spannende Spieler dabei, die hier den nächsten Schritt gehen wollen, es wird vorne einen ordentlichen Konkurrenzkampf geben.“ Genau in diesem Bereich hatten die Verantwortlichen das größte Verbesserungspotenzial ausgemacht. „Wir haben in den Spielen des Kalenderjahres 2022 ein Torverhältnis von 21:13 erzielt. Mit 13 Gegentreffern stehen wir auch im Vergleich zur Konkurrenz sehr gut da. Aber aus der 21 auf der Habenseite möchten wir schon eine höhere Zahl machen“, sagt Rump, dem dafür im Kreis der Neuzugänge auch ganz verschiedene Spielertypen wie etwa der vom Lüneburger SK gekommene Malte Meyer als klassischer Mittelstürmer, der vom FC Wegberg-Beeck gekommene pfeilschnelle Jeff-Denis Fehr für die Außenbahn oder der sehr flexibel einsetzbare und mit der Empfehlung von 33 Toren vom Brinkumer SV gekommene Ramien Safi zur Verfügung stehen.


Eine weitere spannende Frage ist, wer sich im Laufe der Vorbereitung auf der Torhüterposition beim SVR durchsetzen wird. „Leon Tigges war bei seinen Einsätzen in der vergangenen Saison absolut zuverlässig. Dazu kommt jetzt mit Tiago Estevao ein hochveranlagter junger Torwart. Da bin ich selbst gespannt, wie es sich entwickeln wird“, sieht Alexander Müller das Rennen hier als zunächst vollkommen offen an.

"Es gibt in der Liga keine Übermannschaft"


Und ein offenes Rennen erwartet er auch in der kommenden Serie in der Liga. „Die ist noch ausgeglichener, als sie schon im Vorjahr war. Und es gibt auch keine Übermannschaft. Wir haben sicherlich den Anspruch, erneut oben mitzumischen, nachdem wir in den vergangenen fünf Jahren immer unter den Top sechs waren. Aber irgendwelchen Druck bauen wir hier nicht auf. Wir warten erstmal ab, wie sich die Saison entwickelt und freuen uns auch auf die Entwicklung jedes einzelnen Spielers hier“, erklärt Müller.


Auch Trainer Rump möchte ein Saisonziel nicht explizit formulieren. „Ich bin ohnehin eher der Typ, der von Spiel zu Spiel denkt. Natürlich wollen wir eine gute Rolle spielen. Aber eine Saison ist kein Wunschkonzert. Sie ist lang und es gibt viele Dinge, die man nicht beeinflussen kann. Corona beispielsweise ist ja noch lange nicht vorbei. Wer weiß, was da in der nächsten Zeit noch kommt. Wir wollen in jede Partie mit hoher Laufbereitschaft und einem klaren Plan gehen. Das sind die Dinge, die wir durch gutes Training und guten Umgang miteinander beeinflussen können und wollen.“

Aufrufe: 023.6.2022, 12:00 Uhr
Thomas VogelsangAutor