Patrick Billinger wird künftig das Gehäuse des SV Riedlhütte hüten
Patrick Billinger wird künftig das Gehäuse des SV Riedlhütte hüten – Foto: Helmut Weiderer

Riedlhütte: Patrick Billinger ersetzt Simon Busch

Perlesreuts langjähriger Klassekeeper steht künftig zwischen den Pfosten des Kreisligisten, der auch Maximilian Pleintinger und Julian Denk ziehen lässt

Dass der SV Riedlhütte einen kleines Fußballwunder braucht, um in der Kreisliga Passau noch den Klassenerhalt zu schaffen, steht nicht erst seit gestern fest. Die "Mission Impossible" wurde durch die Abgänge von Keeper Simon Busch (23, SV Schalding-Heining), Julian Denk (22, FC Tittling) und Maximilian Pleintinger (26, TSV Grafenau) zusätzlich erschwert. Zumindest auf der Torhüter-Position hat sich der Tabellen-Nachzügler nun aber noch die Dienste eines Top-Manns sichern können: Patrick Billinger (28), der zuletzt eine Auszeit einlegte, wird künftig den Kasten des früheren Landesligisten hüten.

Der 28-Jährige war über viele Jahre der große Rückhalt des SV Perlesreut. "Wir wollten Simon Busch die Chance beim SV Schalding-Heining nicht verbauen, haben aber mit Patrick Billinger einen Top-Ersatz bekommen. Er zählt seit Jahren zu den besten Keepern im Bayerischen Wald und wir sind sehr darüber erfreut, dass er nach seiner Auszeit bei uns angreifen wird", frohlockt Riedlhüttes Abteilungsleiter Christian Sterr. "Ich habe in Riedlhütte einen guten Freund, der mir vor ein paar Wochen erzählt hat, dass Simon Busch, den ich an dieser Stelle viel Glück wünschen möchte, nach Schalding wechseln wird und ob ich mir vorstellen könne, die Rest-Rückrunde beim SVR auszuhelfen. Wir hatten dann ein Treffen, alles war relativ schnell geklärt und meine fußballerische Pause ist somit zu Ende", lässt Patrick Billinger wissen.

Sterr: »Der Klassenerhalt wird eine Herkulesaufgabe, aber aufgegeben haben wir uns noch lange nicht.«

Mit Julian Denk und Maximilian Pleintinger haben die Glasmacher zwei Abgänge zu verkraften, die durchaus schmerzen. "Beide Spieler hätten wir im Abstiegskampf gut gebrauchen können, aber beide wollten weg und haben das auch frühzeitig gegenüber uns kommuniziert. Deshalb haben wir ihnen die Freigabe erteilt", informiert Sterr, der gegenüber dem BFV deutliche Worte findet: "Für mich ist es nach wie vor ein Unding, dass ein weiteres Wechselfenster geöffnet wurde. Die daraus resultierenden Probleme werden jetzt auf dem Rücken der Vereine ausgetragen. Mir fehlt dafür jegliches Verständnis und das hat überhaupt nichts mit unserem Tabellenstand zu tun." Trotz des Substanzverlust im Kader sieht der erfahrene Funktionär nicht schwarz: "Unser Kader ist groß genug, wir können das schon kompensieren. Entscheidend wird sein, dass unsere Leistungsträger fit sind und gesund bleiben. Der Klassenerhalt wird eine Herkulesaufgabe, aber aufgegeben haben wir uns noch lange nicht."

Aufrufe: 024.7.2020, 04:30 Uhr
Thomas SeidlAutor

Verlinkte Inhalte