Die Corona-Pandemie schränkte den Amateurfußball in der Vergangenheit stark ein.
Die Corona-Pandemie schränkte den Amateurfußball in der Vergangenheit stark ein. – Foto: Imago/Hanno Bode

3G für Spieler, 2G für Zuschauer: „nicht nachvollziehbar“ - „absurde Regeln“ - „längst überfällig“

Umfrage zu den Corona-Maßnahmen im Amateurfußball

Die Corona-Statuten wurden erneut angepasst. Für Spieler gilt die 3G-Regel und für Zuschauer die 2G-Regel. Wir haben uns die Meinungen einiger Klubs eingeholt.

Oberbayern - Am 14. Februar verkündete Markus Söder, dass es nun weitere Anpassungen bezüglich der Corona-Auflagen gibt - diese betreffen auch den Amateurfußball. So dürfen ab dem 17. Februar alle Sportler unter der 3G-Regel, anstatt wie zuletzt nur unter 2G, am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen. Und auch die Zuschauer müssen keinen negativen Test vorlegen. Hier wurde von 2G-Plus auf 2G umgestellt. Durch diese Veränderung werden die Vereine entlastet, die damit einem erheblichen Mehraufwand entgehen.

Zu beiden Anpassungen haben wir einige Verantwortliche von Vereinen aus verschiedensten Ligen befragt.

Jakob Bouacha (1. Abteilungsleiter Fußball TSV Zorneding):

Der Schritt war absolut überfällig und 2G ist ohnehin komplett übertrieben für einen Freiluftsport. Auch das Argument für 2G durch An-, Abreise und der Kabinenbelegung hat an dieser Stelle für mich keine Gewichtung. Deshalb freuen wir uns, dass 3G kommt und wir hoffen, dass diese absurden G-Regeln bald ein Ende haben.

Vereinsverantwortliche fordern sofortige Aufhebung aller Regelungen

Reinhold Miefanger (Abteilungsleiter SC Olching)

Bezüglich der Zuschauer ist es jetzt besser. Die Anpassungen für Spieler und Betreuer finde ich auch ok. Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe: Wenn bis zum 20. März mit 100 prozentiger Sicherheit alles fallen wird. Wieso werden die Regeln dann nicht jetzt schon alle Regeln abgeschafft? Aber bis dahin können wir damit leben. Die Kontrollen am Zuschauereingang nerven halt.

Alexander Triller (Sportlicher Leiter ESV Freilassing):

Wir sind sehr erleichtert, dass der Spielbetrieb unter 3G-Bedingungen stattfinden kann. Jetzt können auch unsere Spieler, die bisher die Anforderungen nicht erfüllen konnten, wieder voll angreifen. Die Bedingungen für Zuschauer wurden zwar etwas gelockert, dennoch wird es uns weiterhin schwerfallen den Kontrollen nachzukommen, da unser Trainingsgelände im Badylon sehr weitläufig ist. Wir hoffen, dass dieses Thema in der neuen Saison größtenteils vom Tisch ist und wir uns wieder voll und ganz auf den Fußball konzentrieren können.

„Für Spieler ist die 3G Regel in Ordnung. Warum dann nicht auch für Zuschauer?“

Sepp Siegert vom FC Penzberg

Sepp Siegert (Sportlicher Leiter FC Penzberg):

Zuallererst sind wir froh, dass die 2G+-Regel für Zuschauer wegfällt. Das wurde auch wirklich Zeit, wobei ich ganz ehrlich die 2G Regel auch jetzt noch nicht ganz nachvollziehen kann. Für Spieler ist die 3G Regel in Ordnung. Warum dann nicht auch für Zuschauer? Das ist wieder typisch: Es wird etwas entschieden, aber einfach nicht zu Ende gedacht. Unglaublich, unsere oberen Herren...

Christoph Saller (Sportlicher Leiter 1. FC Garmisch-Patenkirchen)

Es gibt nicht viel zu sagen. Die vielen unverständlichen, nicht nachvollziehbaren und teils widersprüchlichen Beschränkungen und Regelungen anzupassen und teilweise aufzuheben war längst überfällig!

Anselm Küchle (Sportlicher Leiter VfB Hallbergmoos)

Ich halte es für absolut sinnvoll, dass die Regularien angepasst und Beschränkungen auch komplett wegfallen. Die Kontrollen bedeuten für Vereine einen großen Aufwand, deswegen hoffe ich, dass auch die 2G-Regelung fürs zuschauen im Freien möglichst bald weichen wird.

Die Umfrage führte Marinus Savary.

Aufrufe: 018.2.2022, 16:17 Uhr
Marinus SavaryAutor