2025-12-03T05:51:34.672Z

Pokal
Spannender Pokalabend auf dem Kunstrasenplatz an der Ebentalstraße.
Spannender Pokalabend auf dem Kunstrasenplatz an der Ebentalstraße. – Foto: T.Ruitter

SV Rees ringt Bezirksligist Westfalia Anholt im Elferschießen nieder

Die Hausherren haben für eine echte Pokalüberraschung gesorgt.

Der Kreisligist SV Rees setzte sich am Donnerstagabend nach großem Kampf und nervenaufreibendem Elfmeterschießen mit 9:8 gegen den Bezirksligisten SC Westfalia Anholt durch und steht damit in der dritten Runde des Kreispokal Rees-Bocholt.

Von Beginn an zeigte der SV Rees, dass er keine Angst vor dem höherklassigen Gegner hatte. Die Hausherren starteten mutig und hätten in der 38. Minute in Führung gehen können – doch Ali Abdallah scheiterte mit einem Foulelfmeter an SCW-Keeper Tim Döring.

Spannender zweiter Durchgang

Kurz nach der Pause schlug Anholt eiskalt zu: Nach einer Flanke von Daniel Buscher stand Nick Schirrmacher goldrichtig und traf zum 0:1 (54.). In der 62. Minute folgte der Knackpunkt der Partie: Anholts Innenverteidiger Matthias Paus sah nach einer Notbremse an Abdallah die Rote Karte. Die Überzahl nutzte Rees umgehend. Meriton Arifi bediente Nelio van Alst, der zum 1:1 einschob (65.). Doch die Freude währte nur kurz – Buscher brachte die Gäste mit einem satten Schuss aus spitzem Winkel wieder in Front (70.). Als alles nach einem Sieg für die Westfalia aussah, schlug der Gastgeber in der Nachspielzeit zurück. Mergim Mehmetaj erzielte in der Nachspielzeit (93.) mit einem Traumtor aus rund 18 Metern den umjubelten Ausgleich.

Verlängerung & Elfmeterschießen

In der Verlängerung drückte Rees weiter aufs Gaspedal, verpasste jedoch mehrfach den Lucky Punch. Abdallah hatte in der Nachspielzeit der Verlängerung die große Chance auf die Entscheidung, doch Anholts Keeper Döring rettete einige Szenen stark. So musste das Elfmeterschießen entscheiden – und hier behielten die Grün-Weißen die Nerven. Während alle fünf Schützen des SV Rees verwandelten, vergab Anholts Silas Bergerfurth den entscheidenen Elfmeter. Damit stand der Underdog als Sieger fest: 9:8 nach Elfmeterschießen!

Ali Abdallah und Nick Schirrmacher im Kampf um den Ball.
Ali Abdallah und Nick Schirrmacher im Kampf um den Ball. – Foto: T.Ruitter

Stimmen zum Spiel

Abdallah war nach dem Schlusspfiff vom Unparteiischen Jens Hempel der eine gute Partie gemacht hat erleichtert. Der Stürmer der Hausherren sagte nach dem spannenden Pokalspiel: „Am Ende hat vielleicht etwas die Kraft und Konzentration gefehlt, um das Spiel früher zu entscheiden. Trotzdem bin ich unglaublich stolz auf die Mannschaft. Wir haben gegen einen Bezirksligisten gewonnen – das zeigt, wie gut wir aktuell drauf sind. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

>>>Das ist Ali Abdallah

Pascal Hühner, Spielertrainer der Reeser Mannschaft äußerte sich nach dem Spiel zufrieden: „Ich bin unglaublich stolz. Wir waren heute 120 Minuten die bessere Mannschaft – eigentlich über die volle Distanz, inklusive Elfmeterschießen, eine sensationelle Leistung. In der ersten Halbzeit verpassen wir die Führung, haben dann etwas Glück mit der Roten Karte, geraten trotzdem in Rückstand. Wenn wir etwas konzentrierter gewesen wären, hätten wir das Spiel schon in der Verlängerung gewinnen können. Aber was die Jungs heute abgeliefert haben, war einfach klasse. Morgen ist zur Belohnung Trainings frei, ehe wir am Sonntag im Auestadion gefordert sind.“

David Kraft,Trainer der Gäste war nach dem Pokalfight sauer und enttäuscht. Er erklärte die Niederlage selbstsicher: „Wir haben heute hochverdient verloren. Es war ein Spiel mit zwei Klassen Unterschied – leider für die falsche Mannschaft. Mund abwischen und am Sonntag gegen den SV Haldern ein anderes Gesicht zeigen. Wir haben heute keine Zweikämpfe gewonnen und zu wenig nach vorne gemacht. Die Rote Karte gegen Paus tut uns zusätzlich weh – er wird uns im Derby am Wochenende fehlen.“

Die Informationen zum Spiel

SV Rees – Westfalia Anholt 9:8 n.E.
SV Rees: Bolzenius, Schenk, Voß (60. Akpinar), Friedrich, Mehmetaj, Hühner, Schlösser, Wesendonk (55. van Alst), Arifi (90. Haas), Schüppel (69. Pleines), Abdallah
Westfalia Anholt: Döring, Paus, Schirrmacher, Buscher, Versteegen (91. van Spijkeren), Roes (73. Spiegelhoff), Maksuti (96. Müller), Duesing, Haberci (73. Paus), Al Masalma (68. Bergerfurth), Weyerhorst
Tore: 0:1 Schirrmacher (54.), 1:1 van Alst (65.), 1:2 Buscher (70.), 2:2 Mehmetaj (90.+3), 9:8 Schenk (121. i.E.), 8:8 van Alst (121. i.E.), 7:8 Duesing (121. i.E.), 7:7 Akpinar (121. i.E.), 6:7 van Spijkeren (121. i.E.), 6:6 Abdallah (121. i.E.), 5:6 Schirrmacher (121. i.E.), 5:5 Bolzenius (121. i.E.), 4:5 Paus (121. i.E.), 4:4 Mehmetaj (121. i.E.), 3:4 Spiegelhoff (121. i.E.), 3:3 Hühner (121. i.E.), 2:3 Buscher (121. i.E.)
Rot: Paus (62./Westfalia Anholt/Notbremse)
Besondere Vorkommnisse: Abdallah (SV Rees) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Döring (38.). Bergerfurth (Westfalia Anholt) scheitert im Elfmeterschießen an Torwart Bolzenius (121.).

Aufrufe: 031.10.2025, 00:00 Uhr
Torben RuitterAutor