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Spielvorbericht

SV Raisting zu Gast bei einem Liga-Neuling, der „kein klassischer Aufsteiger“ ist

Bezirksliga Süd

von Oliver Rabuser · 14.08.2026, 08:31 Uhr · 0 Leser
Szene mit Korbininan Hibler (rot)
Szene mit Korbininan Hibler (rot) – Foto: Oliver Rabuser

Der SV Raisting muss gegen den Aufsteiger aus Moorenweis auf mehrere Spieler verzichten. Drei sind im Urlaub, einer fehlt wegen einer Fraktur.

Die erste Saisonniederlage hat Spuren hinterlassen. Weniger in der Psyche der Mannschaft als denn beim Personal. Mit der Leistung seiner Elf gegen den SV Pullach war Peter Bootz durchaus einverstanden. Nur das Ergebnis (0:1) schmeckte den wenigsten rund um die Wielenbacher Straße. „Tenor war, dass wir unglücklich verloren haben, eigentlich einen Punkt verdient hätten“, fasst der Coach die Aufarbeitung vom Dienstag zusammen. Dennoch steht der SVR nach drei Spieltagen in der Bezirksliga Süd mit sechs Zählern mehr als ordentlich da.

„Mit dem jungen Kader war uns nicht klar, wo die Reise hingehen würde“, bekennt Bootz. Inzwischen aber hat sich bei ihm der Verdacht erhärtet, eine konkurrenzfähige Raistinger Mannschaft zu trainieren. „Man hat das Gefühl, mithalten zu können“, unterstreicht der 62-Jährige. Weniger im Sinne des Erfinders ist das schlagartige Schrumpfen der verfügbaren Belegschaft. Für die Ferienlust bei Patriot Lajqi, David Stowasser und Henri Gersbach bringt der SVR-Coach das nötige Verständnis mit. Bootz spricht von „einer kleinen Urlaubswelle“. Deutlich schwerer zu verdauen ist der Ausfall von Korbinian Hibler, taxiert auf die kommenden sechs Wochen. Eine ärztlich verordnete Schonfrist wegen einer verschleppten Fraktur im Sprunggelenk aus der Vorsaison. Bitter für den 21-Jährigen Angreifer nach dessen Fußfassen in der Kampfmannschaft. Somit tritt der SVR am Samstag beim TSV Moorenweis leicht dezimiert an.

SV Raisting mit Personalproblemen gegen den TSV Moorenweis

„18 Spieler werde ich wohl nicht mitnehmen“, merkt Bootz ob der Ermangelung beim Personal leicht ironisch an. Bei den Gastgebern läuft hingegen alles wie geschmiert. Zum Premierensieg gegen Deisenhofen und dem Remis in Garmisch-Partenkirchen gab es während der Woche Präsente vom grünen Tisch. Die 2:7-Niederlage vom ersten Spieltag beim FC Kosova wurde vom Sportgericht in einen Sieg für den TSV umgedeutet. Als Grund wird der Einsatz nicht spielberechtigter Akteure seitens des Mitaufsteigers aus München vermutet.

„Die werden locker drauflos spielen“, spekuliert der Übungsleiter ob der Euphorie beim Liga-Neuling. Generell ordnet Bootz Moorenweis nicht als „klassischen Aufsteiger“ ein. Liegt an einigen Zugängen aus Oberweikertshofen und natürlich dem Regionalliga-erfahrenen Routinier Sebastian Bonfert. Punkten wollen die Raistinger dennoch. Einzig die Herangehensweise ist noch offen. Einerseits liegt das Angriffspressing dem Team am besten. Doch angesichts der zu erwartenden Mittagshitze ist das so eine Sache. Die Partie beginnt um 13 Uhr, was Bootz süffisant als „Riesen-Idee“ abstempelt. Vorhergesagt sind Temperaturen über 30 Grad Celsius.