Will sich von der Tabelle "lösen": Pullach-Coach Fabian Lamotte.
Will sich von der Tabelle "lösen": Pullach-Coach Fabian Lamotte. – Foto: Brouczek

SV Pullach: Schlagdistanz zur Spitze - Lamotte hält den Ball flach

Verrückte Tabellensituation

Verrückte Landesliga Südost: Gerade mal läppische sieben Punkte trennen den neuen Spitzenreiter TSV Ampfing vom Vorletzten FC Sportfreunde Schwaig.

Pullach – Die Schwaiger empfangen am Freitag (19.30 Uhr) den SV Pullach, der sich mitten im Gerangel auf Rang neun befindet, drei Zähler vor den Gastgebern und nur deren vier hinter dem Tabellenführer.

Vor zwei Wochen wäre an so eine Konstellation aus SVP-Sicht noch nicht zu denken gewesen. Die Raben krebsten auf dem vorletzten Platz herum, doch nach drei Siegen in Folge scheint wieder vieles möglich.

Trainer Fabian Lamotte hält jedoch überhaupt nichts davon, die vorderen Regionen des Feldes ins Visier zu nehmen. „Ich bin ein Freund davon, dass man sich völlig von der Tabelle freimacht. Man sieht, dass es brutal eng ist. Jeder kann jeden schlagen. Da lohnt es sich, auf den nächsten Gegner zu schauen. Und nicht nach oben zu schielen.“ Das gilt wohl erst recht in einer Saison wie dieser, mit ihrem bislang so ungewöhnlichen Verlauf. „Dass es so ausgeglichen ist, keiner oben richtig wegzieht, fast keiner unten abfällt, habe ich noch nicht erlebt“, so Lamotte.

Zu den Überraschungen der Liga zählt auch Schwaig, allerdings in negativer Hinsicht: Das Team, das in der vergangenen Saison als Neuling Dritter wurde, galt auch aufgrund der personellen Kontinuität als einer der Aufstiegsanwärter, verpatzte aber den Start. Zuletzt ist mit dem 4:1 gegen Eggenfelden und dem 6:3 in Wasserburg indes offenbar der Knoten geplatzt. „Ich kenne Schwaig nicht so gut, aber gegen Benjamin Held habe ich schon oft gespielt, ich weiß, wie gefährlich er ist“, sagt Lamotte. Spielertrainer Held, 37, der früher für Hallbergmoos und Freising stürmte, ist wie sein Kapitän Raffael Ascher ein Garant für die starke Offensive der Sportfreunde, für beide stehen sieben Treffer zu Buche. „Es ist eine Mannschaft, die für Spektakel sorgt, viele Tore schießt, aber auch relativ viele kassiert“, taxiert Lamotte die Hausherren.

Da beruhigt es, dass zuletzt gerade Pullachs Defensive die Basis für die drei Erfolge mit insgesamt nur einem Gegentreffer legte. „Ich hoffe, dass wir jetzt stabil sind und uns nicht mehr so etwas passiert, wie das 2:8 gegen Freising. Aber das kann man nach den drei Siegen jetzt noch nicht wirklich sagen“, gibt sich Lamotte zurückhaltend, jedoch auch vorsichtig optimistisch. „Die Selbstsicherheit der Mannschaft wächst. Die Spieler sehen, was sie erreichen können, wenn sie gut arbeiten.“ (um)

SV Pullach: Krasnic - Horndasch, Bacher, Ogorodnik, Marseiler, Burghard, Böhm, Kawai, Nguyen, Scurti, Stapf

Aufrufe: 022.9.2022, 14:43 Uhr
Umberto SavignanoAutor