2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

SV Pullach rettet nach Kabinen-Ansprache noch ein 2:2

Fußball-Landesliga Südost

von Umberto Savignano · Heute, 08:43 Uhr · 0 Leser
Der SV Pullach lag gegen Bad Heilbrunn 0:2 zurück. Trainer Beigl wurde in der Pause sehr deutlich. Ein Traumtor rettete den Punkt.

Zwei späte Treffer bescherten dem SV Pullach im Heimspiel gegen den SV Bad Heilbrunn wenigstens noch ein 2:2 (0:2). Der SVP steigerte sich nach der Pause deutlich, was aber nicht allzu schwer war. Denn, so Trainer Fabian Beigl: „Die erste Halbzeit war wahrscheinlich die schlechteste, die wir bisher gespielt haben.“

Es begann schon ungünstig für die Raben: Sie liefen nach einem unsauberen Ball in einen Konter, Torwart Leopold Bayerschmidt wehrte zwar stark ab, doch an der folgenden Ecke sprangen alle Pullacher vorbei, Sebsatian Ammer traf zum 0:1 (2.). „Auch danach haben wir es dem Gegner immer wieder einfach gemacht“, so Beigl. Das 0:2 entwickelte sich aus einem SVP-Einwurf. „Wir schlagen den Ball planlos in die Mitte“, kritisierte Beigl, Maximilian Specker traf (37.). Der Pausenstand war aus Beigls Sicht „völlig verdient“.

Der Coach war durchaus etwas angesäuert: „Das war das erste Mal, dass ich in der Kabine sehr laut und deutlich wurde“, verriet er. „Ich weiß nicht, ob es daran lag, aber die Spieler haben es sich schon zur Aufgabe gemacht, in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht zu zeigen. Und wir haben dann auch wirklich schneller gespielt.“

Absolutes Traumtor von Perl zum 2:2

In der 59. Minute hatten die Raben ihre erste Chance: Der zur Pause eingewechselte Paul Breuling stieß zur Grundlinie vor und bediente Sanntino Pandza, der aber an Torwart Alihan Uzunh scheiterte. „Breuling hat auf dem rechten Flügel Energie und Tempo reingebracht“, lobte Beigl seinen Joker. Spät belohnten sich die Pullacher dann noch für ihre Steigerung: Einen schönen Diagonalball von Linus Radau nahm Pandza gut mit und schoss überlegt ins lange Eck (89.). Diese 1:2 habe seiner Mannschaft noch einmal „eine breite Brust“ verliehen, so Beigl. Und dieses Selbstbewusstsein trat dann beim 2:2 auch deutlich zutage: David Perl zimmerte die Kugel nach einem weiten Ball von Keeper Bayerschmidt aus 25 Metern per Außenrist-Dropkick in die Maschen (90.+3).

„Es wäre schön, wenn er das öfter machen würde, aber so ein Tor schießt er wahrscheinlich nie wieder. Das war ein absolutes Traumtor“, schwärmte Beigl, den diese Aktion und das unterm Strich gerechte Ergebnis am Ende für die erste Halbzeit entschädigten: „Die war wirklich sehr, sehr schlecht, aber jetzt fühlt es sich ganz gut an.“

SV Pullach: Bayerschmidt - Neubauer, Adomeit, Barho (72. Mansaray), Radau, Fauth (72. Tunga), Stapf, Wich (23. Mudei), Perl, Brandi (46. Breuling), Pandza Tore: 0:1 Ammer (2.), 0:2 Specker (37.), 1:2 Pandza (89.), 2:2 Perl (90.+3)