
Nur zwei Punkte trennen Polling von den Nichtabstiegsplätzen. Mit dem TSV Geiselbullach wartet nun ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf.
Sie haben sich jene Ausgangslage erkämpft, die sie nach Ende der Winterpause anvisiert hatten. Nach zwei Siegen aus drei Partien greift der SV Polling erstmals nach dem Anschluss an die Nichtabstiegsplätze in der Bezirksliga Süd. Für Max Jochner der richtige Zeitpunkt, die Ambitionen des Klubs etwas forscher zu kommunizieren. Bis dato galt: Erst handeln, dann reden. „Wir haben es bewusst nicht so offensiv propagiert, lieber den Ball flach gehalten.“ Aus einem einfachen Grund: „Damit die Mannschaft nicht verkopft.“ Schließlich gehen die Spieler unterschiedlich mit Drucksituationen um. Umso besser, wenn es offiziell gar keine solchen gibt.
Dass der Kontakt ans untere Mittelfeld ausgerechnet im Gastspiel beim TSV Geiselbullach geknüpft werden kann, sorgt für zusätzliche Spannung. Denn der Gastgeber verfolgt als Tabellennachbar naturgemäß ein ähnliches Ziel. Ein Gegner, der laut Jochner „äußerst unangenehm zu bespielen“ ist. Bei seinem Spionagetrip – es war die Partie des TSV gegen Gilching – konnte der SV-Coach so einiges in Erfahrung bringen: „Sie spielen gefühlt Mann gegen Mann über den gesamten Platz.“ Von bravem Zuwarten gegen den Aufstiegsaspiranten keine Spur. Geiselbullach sei schamlos „voll vorne drauf“ gegangen. Einzig ihre Stärke bei Standards war Jochner bereits im Vorfeld bekannt. Kassierten die Klosterdörfler doch im Hinspiel zwei Gegentreffer nach Eckbällen. Und: Geschlossenes Verteidigen und das Verdichten des Zentrums scheinen dem TSV nicht fremd. Mit klarer Botschaft für die Pollinger: „In Rückstand dürfen wir nicht geraten.“
Ein Wattturnier zwischen erster Mannschaft und Reserve am Gründonnerstag sorgte schon mal für gute Laune. Und das, obwohl mit Philip Schöttl (gebrochene Rippe) und Markus Kaspar (Familie) zwei Haudegen passen müssen. Ähnlich schaut es bei Michael Stoßberger aus, der die Woche über flachlag. Wobei Jochner vom Hohenpeißenberger keine Wunderdinge, sondern vielmehr die solide Rolle eines Quasi-Liberos wie gegen Denklingen erwartet. „Der Stoßi läuft eh nur zwei Kilometer pro Spiel, aber das langt bei ihm auch“, scherzt der Coach. Ganz anders verhält es sich bei Michael Hengge. Den pusht Jochner zur „Entdeckung der Rückserie“ hoch. Ein ähnlicher Spielertyp wie der aktuell noch verletzte Max Tafertshofer. „Der Michi gibt nie auf, ist wahrscheinlich der fitteste Spieler bei uns“, beurteilt der Coach den talentierten Hobby-Eishockeyspieler nach dessen ersten starken Auftritten. „Immer schön, wenn so einer aus dem eigenen Verein kommt.“