2026-04-23T13:43:33.969Z

Allgemeines

SV Polling verliert trotz guter Chancen deutlich gegen Penzberg

Bezirksliga-Nachholspiel

von Oliver Rabuser · Heute, 09:55 Uhr · 0 Leser
Ich war es schon wieder: Sini Grgic bejubelt mit Murat Ersoy sein 1-0. Weniger begeistert zeigen sich v.l. Markus Kaspar, Felix Grötz und CHristian BaierlacherFußball, Bezirksliga, SV Polling (in Schwarz) vs FC Penzberg 0:4, 22.4.2026, Nachholspiel
Ich war es schon wieder: Sini Grgic bejubelt mit Murat Ersoy sein 1-0. Weniger begeistert zeigen sich v.l. Markus Kaspar, Felix Grötz und CHristian BaierlacherFußball, Bezirksliga, SV Polling (in Schwarz) vs FC Penzberg 0:4, 22.4.2026, Nachholspiel – Foto: Oliver Rabuser

Der SV Polling liefert gegen den favorisierten FC Penzberg lange eine gute Leistung ab und hat Chancen. In den letzten 20 Minuten schlägt es dann aber mehrmals ein.

Nichts war‘s mit dem ultimativen Heranrücken an die Nichtabstiegsplätze. Der SV Polling verpasst zu Beginn des Nachholspiels mögliche Vorteile, baut dann aber zunächst offensiv ab, um Mitte der zweiten Halbzeit auch defensive Aufgabenfelder zu vernachlässigen. So kam ein im ersten Spielabschnitt optisch uninspiriert auftretender FC Penzberg im Endspurt zu einem klaren 4:0.

„Bis zum 0:1 hat die Mannschaft alles reingeworfen, sauber verteidigt und unseren Plan umgesetzt“, resümierte Pollings Trainer Max Jochner. „Aber du musst halt ein Tor machen“, stellte der SV-Coach klar. Gemeint waren Szenen in der ersten halben Stunde, als die Gäste eher Dienst nach Vorschrift leisteten, die Pollinger sich hingegen immer mal wieder zielstrebig nach vorn wagten. Passieren müssen hätte der Führungstreffer, als eine Hereingabe von Michael Hengge auf dem Haupt von Max Baumgartner landete. Den Ball gegen die Bewegung von Keeper Benedikt Zeisel knapp rechts neben den Pfosten zu setzen, war allenfalls die drittbeste Idee des SV-Kapitäns. Hatte Zeisel hier mächtig Dusel, war es beim Flachschuss von Baumgartner und dem Nachsetzen von Hengge dem Können des Schlussmanns zu verdanken, dass die Anzeigetafel am Jakobsee nicht erstmalig zum Einsatz kam. Der FC hatte Abschlüsse von Dominik Bacher und Ugurkan Verep, bei denen die berühmten Zentimeter fehlten. „Polling hat hinten mit seiner Fünferkette sehr gut verteidigt, das macht es sehr schwer, spielerisch durchzukommen“, nahm FC-Trainer Maximilian Bauer Stellung zum statischen Ansatz seines Teams. Aber: „Wir hätten es in einigen Situationen auch besser machen können.“

Geändert hat sich der Duktus der Partie letztlich mit Umstellungen bei den Gästen. Julian Popp musste mit einer Zerrung vom Feld, für ihn kam Murat Ersoy. Maßgeblich aber war die Hereinnahme der Grgic-Brüder. Ein letztes Mal bedrohten die Platzherren den FC-Kasten, als Sebastian Gößl einen Eckball mit dem Hinterkopf verlängerte. Just als die Begegnung komplett dahinzuplätschern drohte, setzte der Torreigen ein. Nach simplem Doppelpass im Mittelfeld, fand sich Sinan Grgic plötzlich zum Bedauern von SV-Tormann Mathias Schuster in bester Abschlussposition wieder. Binnen vier Tagen lenkte Grgic den FC erneut relevant auf die Siegerstraße. Durch die Einwechslungen könne man „ein Spiel nochmal positiv verändern“, konstatierte Bauer. „Und das war heute der Fall.“ Zumal nach Ugurkan Vereps 2:0 auch noch Denis Grgic – jeweils nach Vorarbeit von Samir Neziri – zwei Einträge auf dem Scoreboard fixierte.