
Der TSV Geiselbullach gehört in der Bezirksliga Süd zu jenen Teams, denen der SV Polling nichts abgewinnen kann. Nicht nur die unorthodoxe Spielweise des Mitaufsteigers bereitet den Klosterdörflern Probleme, sondern auch dessen hohe Bälle in den Strafraum. Bereits im Hinspiel führten zwei Standard-Gegentore zu einer 0:2-Niederlage. Dieses Mal schlug es nur einmal nach einem ruhenden Ball ein, doch das Ergebnis war dasselbe. Erneut mit einem 0:2 (0:1) im Gepäck mussten die Pollinger die Heimfahrt antreten. Zudem lieferten sie nach dem Seitenwechsel die mutmaßlich mieseste Halbzeit dieser Saison ab. „Wir haben alle einen schlechten Tag erwischt – inklusive mir“, resümierte Max Jochner.
Auch sich selbst nahm der Coach in die Verantwortung, weil er sich zu Beginn der Partie für ein Mittelfeldpressing entschieden hatte, anstatt die Sicherheitsvariante im tiefgestaffelten Block zu präferieren. Angesichts der Absenz von „Kanten“ wie Michael Stoßberger, Philip Schöttl und Markus Kaspar war das ein durchaus gewagter Schachzug. „Ohne die drei geht uns hinten die Stabilität ab“, räumte Jochner ein.
So aber kam es, wie es nicht kommen sollte. Im Vorfeld hatte der 42-Jährige vor einem Rückstand seines Teams gewarnt. Ergebnismäßig hielt sein Team die Partie gerade einmal zwei Minuten offen, ehe die Hausherren den freien Raum für einen Ball in die Tiefe nutzten, der das 1:0 zur Folge hatte. Die beste Möglichkeit der Pollinger vor der Pause vergab Ardian Simnica nach Flanke von Felix Grötz. Simnicas Kopfball landete am Innenpfosten, von wo er parallel zur Torlinie rollte, ehe die TSV-Defensive die Situation klärte. Dann schoss Max Baumgartner aus der Bedrängnis heraus über die Querlatte. Doch die Gäste hätten sich auch das zweite Gegentor einfangen können. Nach einem Fehlpass von Christian Baierlacher raste Roman Fuchs, der schon das 1:0 erzielt hatte, allein auf Torhüter Mathias Schuster zu, der jedoch abwehrte. Insgesamt zeigten die Geiselbullacher wenig Furchteinflößendes. Polling in Summe allerdings noch weniger. „Geiselbullach wäre zu schlagen gewesen, aber wir haben viele Aktionen überhastet abgeschlossen und die Bude nicht gemacht“, bemängelte Jochner.
Ein Urteil, das nach Seitenwechsel nur noch bedingt galt. Denn ab diesem Zeitpunkt gab der Pollinger Routenplaner keinen Weg nach vorn mehr preis. Der TSV indes stellte nach einem Eckball auf den kurzen Pfosten auf 2:0 (57.). Erst tief in der Nachspielzeit versuchte es Michael Hengge nach einer Ecke mit einem Schuss aus dem Gewühl heraus. Doch der Ball wurde abgeblockt, und kurz darauf pfiff der Unparteiische die Partie ab.
TSV Geiselbullach – SV Polling 2:0 (1:0) Tore: 1:0 (3.) Fuchs, 2:0 (57.) Bürger. Gelbe Karten: Geiselbullach 3, Polling 1. Schiedsrichter: Stefan Rettenbeck. Zuschauer: 150.