
Die Reserve überwintert knapp über der Abstiegszone. Trainer Mohamed Essa setzt auf vier Neuzugänge und mehr Beständigkeit im Kader.
Planegg – „Wir lassen jetzt alles hinter uns“, erklärt Mohamed Essa, Trainer des SV Planegg-Krailling II. Auch wenn sein Fußballteam knapp oberhalb der Abstiegszone der Kreisklasse 3 München überwintert, war in den bisherigen Spielen dieser Saison noch viel Luft nach oben. Nur 13 Punkte holten die Würmtaler aus 14 Partien – zu wenig für die eigenen Ansprüche. „Wir wollen aus unseren Fehlern lernen, die Erfahrung sammeln und fokussieren uns voll auf die Rückrunde. Ich habe das schon mit den Spielern besprochen, alle sind derselben Meinung“, sagt Essa.
Als besonders verwundbar offenbarte sich die Defensive des SVP II. Das Team musste die drittmeisten Gegentore der Liga schlucken – 42, also durchschnittlich drei pro Spiel. Selbst erzielten die Schwarz-Blauen mit insgesamt 26 immerhin im Schnitt knapp zwei Treffer pro Partie, aber auch offensiv fehlte häufig die Konstanz. An der grundsätzlichen Qualität des Kaders, den die Planegger nach Essas Amtsübernahme im Sommer komplett neu geformt hatten, liege es nicht, meint der Trainer: „Ich glaube immer noch, dass unsere Spieler individuell besser sind als viele andere in dieser Spielklasse.“
Das grundlegende Problem sei ein anderes. „Die Chemie auf dem Platz muss sich verbessern.“ Nach dem großen Umbruch vor der Saison benötigte es Zeit, um Abläufe neu zu implementieren. Hinzu kommt, dass die erste Mannschaft immer wieder Ergänzungsspieler aus der Bezirksliga abstellt – manchmal ist dies auch hinderlich hinsichtlich der Teamchemie. „Es mussten oft drei oder mehr Spieler in der Startelf aushelfen. Sie kennen die Spielweise der Mitspieler nicht“, sagt Essa. „Ich glaube, mit mehr Beständigkeit und nur punktuellen Verstärkungen aus der ersten Mannschaft wird es besser laufen. Zum Glück haben wir jetzt einen größeren Kader zur Verfügung.“
Im Winter hat sich die SVP-Reserve nämlich gleich vierfach verstärkt. Menchang Amos, Neuzugang vom FSV Harthof, soll zum sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten avancieren (wir berichteten). Hinzu kommen drei neue Gesichter für die Offensivabteilung: Imed Gaidi (Zehnerposition) und Babatunde Irinyemi (Flügel und Sturmzentrum) wechseln ebenfalls aus Harthof ins Würmtal, der schnelle Flügelstürmer Alexandros Kaliotzis war zuletzt bei Ligakonkurrent SG Georgia/Neuaubing gemeldet. „Alle vier sind sehr begabt und motiviert, das merkt man. Sie werden uns definitiv weiterhelfen“, betont Essa, der fortan eine nachhaltige Basis für die nächsten Jahre schaffen will.
Heuer gilt als oberstes Ziel weiter der Klassenerhalt. „Den wollen wir so schnell wie möglich sichern. Am besten schon im April oder Anfang Mai“, stellt der Trainer klar. Besonders in den Kellerduellen mit der direkten Konkurrenz gelte es, die Oberhand zu behalten. „Es gibt viele Sechs-Punkte-Spiele. Wenn wir die gewinnen, kann man sich vielleicht ins Tabellenmittelfeld orientieren“, sagt Essa. Bis dahin ist es noch ein langer Weg. In der Vorbereitung ab Ende Januar sollen jedoch schon die ersten Duftmarken gesetzt werden. Planeggs Zweite hat bislang vier Testspiele terminiert.