Für den SV Perkam um Spielertrainer Michael Renner (re.) wird die Kreisliga erneut eine große Herausforderung
Für den SV Perkam um Spielertrainer Michael Renner (re.) wird die Kreisliga erneut eine große Herausforderung – Foto: Maximilian Stahl

Trotz Aufstieg: Aderlass beim SV Perkam

Der Kreisliga-Rückkehrer trennt sich von beiden tschechischen Legionären und verliert drei weitere Leistungsträger

Vor zehn Jahren schaffte der SV Perkam als Vizemeister der Kreisklasse Straubing den Aufstieg in die Kreisliga. Seither pendeln die Kicker um Torjäger Sebastian Kripp zwischen diesen beiden Spielklassen munter hin- und her. Nach dreijähriger Abwesenheit ist das Team von Spielertrainer Michael Renner zurück im Kreisoberhaus. Ob es dieses Mal ein längerer Aufenthalt werden wird, ist zumindest zu bezweifeln. Von der Aufstiegsmannschaft haben sich nämlich fünf Akteure verabschiedet, auf der Gegenseite stehen nur zwei junge Neuzugänge.

Getrennt hat sich der Verein von den beiden langjährigen Leistungsträgern Lukas Rom und Michal Pinc. Die beiden aus der Nähe von Prag kommenden Tschechen reisten nur mehr zum Spiel an, was im Perkamer Lager durchaus für Diskussionsstoff sorgte: "Sportlich und menschlich waren Lukas und Michal zwei absolute Top-Fußballer. Innerhalb der Mannschaft sorgte es aber zum Teil schon für Unmut, dass beide überhaupt nicht mehr mit uns trainierten. Auch für mich als Trainer war das alles andere als optimal. Deshalb haben wir einen Schlussstrich gezogen und das Kapitel beendet", berichtet SVP-Spielercoach Michael Renner, der zudem mit Keeper Tobias Urban, der als Spielertrainer beim TSV Pfaffenberg angeheuert hat, sowie Vize-Kapitän Michael Lermer, der sich aus beruflichen Gründen nach Mittelfranken verändert hat, zwei weitere Stützen ziehen lassen musste. Nicht mehr zur Verfügung stehen wird der in den letzten Jahren vom Verletzungspech gebeutelte Uli Achatz, der in seiner Glanzzeit ebenfalls zu den Top-Spielern des SV Perkam zählte.

Mit Michal Pinc (li.) und Lukas Rom hat sich der SVP von seinen beiden langjährigen CR-Legionären getrennt
Mit Michal Pinc (li.) und Lukas Rom hat sich der SVP von seinen beiden langjährigen CR-Legionären getrennt – Foto: SV Perkam



Neu im Kader des Kreisliga-Rückkehrers sind Daniel Schwarz (U19 FC Dingolfing) und Gergö Galambfalvi (RSV Ittling): "Daniel und Gergö sind zwei junge Talente, die uns über Sicht schon weiterhelfen können", meint Renner, der sich noch weitere Zugänge gewünscht hätte: "Wir standen mit einigen jungen Spielern in Kontakt, die uns bei den ersten Gesprächen nahezu allesamt positive Feedbacks gaben. Leider ist dann alles doch nicht so gekommen, wie wir es uns erhofft hatten." Deshalb sieht der frühere Hankofener und Bogener Bayernligaspieler durchaus Parallelen zum Aufstieg 2017. "Damals haben wir auch drei wichtige Spieler verloren und hatten dann auch noch enormes Verletzungspech. Daher hat es damals auch nicht gereicht."



Die Flinte wirft der 31-Jährige dennoch nicht vorzeitig ins Korn: "Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben und mit den Leuten gut durch kommen, haben wir eine realistische Chance auf den Klassenerhalt. Es wird aber knallhart gegen den Abstieg gehen und wir können nur übers Kollektiv drinbleiben." Die Liga schätzt Perkams Chefanweiser gut ein: "Man braucht nur schauen, wie beispielsweise Geiersthal und Regen aufgerüstet haben. Dazu ein namhafter niederbayerischer Traditionsverein wie Zwiesel, die ehemalige Bezirksoberligisten Auerbach, Prackenbach und Steinach sowie die sehr talentierte Mannschaft von Niederalteich. Das ist eine richtige starke Klasse."

Aufrufe: 030.6.2021, 13:55 Uhr
Thomas SeidlAutor

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