– Foto: Maximilian Stahl

Nach 6 Jahren und 2 Aufstiegen - Michael Renner verlässt Perkam

Ehemaliger Bayernligaspieler will sich mit dem Klassenerhalt vom Straubinger Kreisligisten verabschieden +++ Georg Dreier und zwei tschechische Gastspieler verlassen den SVP im Winter

Beim SV Perkam geht im kommenden Sommer eine kleine Ära zu Ende. Michael Renner (31) wird nach der laufenden Runde nach dann sechs Jahren seine Zelte beim Geiselhöringer Vorstadklub abbrechen. In seiner Amtszeit feierte der Standardspezialist, der für die SpVgg Hankofen-Hailing und den TSV Bogen über 100 Bayernligapartien absolvierte, zwei Meisterschaften mit dem SVP. Aktuell rangieren Blümel, Kripp, Botzler und Co. auf dem vorletzten Tabellenplatz der Kreisliga Straubing.

"Meine Zeit beim SV Perkam endet im Sommer nach sechs tollen Jahren. Ich bin unheimlich stolz und dankbar, dass ich so lange Trainer und ein Teil bei diesem tollen Verein sein durfte. Ich glaube es ist heutzutage nicht selbstverständlich, dieses Privileg zu erleben. Irgendwann endet aber auch das schönste Kapitel. Die zwei Meisterschaften waren natürlich etwas ganz Besonderes. Zudem habe ich auch viele neue Freunde gefunden. Der Verein und ich sind uns trotzdem einig, dass es zur kommenden Saison etwas Neues sein soll", informiert Renner, der trotz der anstehenden Trennung ein Loblied auf seine Mitstreiter anstimmt.

"Die Zusammenarbeit mit meinen zwei Trainerkollegen Dominik Baumgartner und Gerd Pfeilschifter war über all die Jahre sehr von Vertrauen geprägt und einfach super. Jeder konnte sich auf den anderen verlassen. So etwas ist außergewöhnlich. Auch dem Team der sportlichen Leitung Andreas Seliger, Arthur Gebhart, Thomas Büchner und Simon Ankerl gebührt mein Dank. Sie standen und stehen auch in schwierigen Zeiten immer hinter mir und beurteilen die Situationen ruhig, sachlich und realistisch. Ich möchte diese Gelegenheit auch gleich nutzen und mich bei all meinen Spielern, allen Vereinsverantwortlichen, allen Mitgliedern und Fans des SV Perkam bedanken".

Renner: »Ich bin unheimlich stolz und dankbar, dass ich so lange Trainer und ein Teil bei diesem tollen Verein sein durfte. Ich glaube es ist heutzutage nicht selbstverständlich, dieses Privileg zu erleben.«

Beim SV Perkam ist man hochzufrieden mit der Arbeit des langjährigen Spielertrainers. "Erst mal möchten wir uns bei Michi für die sechs gemeinsamen Jahre bedanken. Keiner konnte damals erahnen, dass es eine so lange Zusammenarbeit sein wird. Dennoch wollen wir als Verein mal wieder neue Impulse in die Mannschaft bringen und haben daher gemeinsam mit Michi entschieden, dass es zur kommenden Saison Zeit für etwas Neues ist", erklärt Abteilungsleiter Thomas Büchner, der nur lobende Worte für seinen Übungsleiter findet.

"Die zwei gemeinsam errungenen Meisterschaften und Aufstiege in die Kreisliga sprechen für sich und seine erfolgreiche Arbeit hier in Perkam. Es war stets ein sehr gutes Miteinander und die Mannschaft sowie die Verantwortlichen standen und stehen auch weiterhin voll hinter seiner Arbeit, die hoffentlich im Sommer mit dem Klassenerhalt noch vergoldet werden kann. Für die weitere Zukunft wünschen wir Michi sowohl sportlich als auch privat nur das Beste und hoffen, dass er auch weiterhin noch das ein oder andere Mal in Perkam vorbeischaut", so Büchner, der künftig weiter auf einen Spielertrainer setzen will.


Erst einmal steht für die Perkamer aber noch eine knallharte Frühjahrsrunde an. Der Rückstand auf den Releganten ASV Degernbach, der zudem drei Spiele weniger absolviert hat, beträgt aktuell vier Zähler. "Für die Rückrunde ist die Ausgangssituation natürlich nicht optimal. Trotzdem glauben wir an uns und denken, dass wir diese schwierige Aufgabe schaffen können. Im Fußball ist alles möglich und wenn alle verletzten Spieler zur Rückrunde wieder fit sind und wir nicht mehr arg vom Verletzungspech getroffen werden, bin ich überzeugt, dass wir eine Serie starten können. Es wäre ein Traum für mich, wenn ich mich mit dem Klassenerhalt verabschieden könnte. Dafür werde ich persönlich alles tun", verspricht Renner.



Personell wird sich beim SVP in der Winterpause einiges verändern. Torwart Georg Dreier sowie die beiden tschechischen Gastspieler Tomas Vanek und Vaclav Pericevic werden den Verein verlassen. "Wir bedanken uns bei Georg für seinen Einsatz und sein vorbildliches Verhalten. Ich bin mir sicher, dass er schnell einen neuen Verein finden wird. Tomas und Vaclav konnten uns leider nicht ganz so weiterhelfen, wie wir es uns erhofft haben. Alle drei sind aber einwandfreie Jungs und wir wünschen ihm alles Gute für ihre Zukunft", so Renner, der ab sofort mit Lukas Schneider (19, SV Sallach) auf einen talentierten und jungen Torwart bauen kann. "Lukas wird uns sofort weiterhelfen, da er die meisten Spieler aus unserer Mannschaft schon kennt. Außerdem kommt er sozusagen aus dem Nachbardorf. Darüber hinaus sind wir noch mit einigen Spielern in Kontakt und versuchen uns noch für die Rückrunde zu verstärken. Es ist aber noch nichts spruchreif".

Seine eigene Zukunft lässt Michael Renner in den kommenden Wochen auf sich zukommen. "Momentan gibt es ein paar lose Gespräche, aber bisher keine konkreten Verhandlungen. Grundsätzlich möchte ich schon weiter als Spielertrainer arbeiten. Abhängig von der Anfrage wäre allerdings auch ein Engagement als Spieler oder klassischer Trainer an der Linie interessant. Ich bin für alles offen", schmunzelt Renner.

Aufrufe: 08.12.2021, 14:00 Uhr
Tobias WittenzellnerAutor

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