
Der SV Pastow hat heute in einem ereignisreichen Halbfinale des Landespokal Mecklenburg-Vorpommern für eine sportliche Sensation gesorgt. Gegen den favorisierten Oberligisten FC Anker Wismar triumphierte der Außenseiter nach Verlängerung und trifft nun im Endspiel auf den Drittligisten F.C. Hansa Rostock.
Eine stimmungsvolle Kulisse für das Halbfinale
741 Zuschauer verfolgten das heutige Halbfinale, in dem der Verein aus der Verbandsliga, der SV Pastow, den Oberligisten FC Anker Wismar empfing. Was sich auf dem Platz entwickelte, sollte die Erwartungen an einen packenden Pokalabend weit übertreffen und bot eine Dramatik, die im Amateursport ihresgleichen sucht.
Wismar spielt seine Favoritenrolle zunächst aus
Der FC Anker Wismar schien seiner Rolle als klassenhöheres Team anfangs absolut gerecht zu werden. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit brachte Pascal Breier die Gäste in der 43. Minute mit 0:1 in Führung. Nach dem Seitenwechsel schien die Vorentscheidung gefallen zu sein, als Luis Billep (57.) und Evgeni Pataman (59.) den Vorsprung innerhalb weniger Augenblicke auf 0:3 ausbauten. Zu diesem Zeitpunkt deutete alles auf einen souveränen Finaleinzug der Wismarer hin.
Die Wende durch eine geschlossene Energieleistung
Doch der SV Pastow bewies enorme Moral und startete eine bemerkenswerte Aufholjagd. Den Anfang machte Tim Fürstenau in der 66. Minute mit dem Treffer zum 1:3. Nur wenig später sorgte Albert Romashkin mit dem 2:3 in der 72. Minute für neue Hoffnung bei den Gastgebern. Die emotionale Wende gelang schließlich Guido Kocer, der in der 77. Minute den Ausgleich zum 3:3 markierte und das Spiel damit unter dem Jubel der Anhänger in die Verlängerung schickte.
Die Entscheidung in der Verlängerung
In der zusätzlichen Spielzeit wurde Guido Kocer endgültig zur prägenden Figur dieser Begegnung. In der 94. Minute erzielte er die erstmalige Führung zum 4:3, ehe er in der 107. Minute mit seinem dritten Tor des Tages zum 5:3 den Endstand herstellte. In der hitzigen Schlussphase wurde die Partie noch einmal turbulent, als Philip Mansour vom SV Pastow in der 120. Minute die Rote Karte sah.
Das Endspiel gegen den Favoriten aus Rostock
Durch diesen Erfolg steht der SV Pastow nun im Finale des Wettbewerbs. Dort wartet mit dem Drittligisten F.C. Hansa Rostock die nächste große Herausforderung auf den Außenseiter, der sich diesen Platz im Endspiel durch eine außergewöhnliche kämpferische Leistung verdient hat.