– Foto: Maurice Ripkens

SGE Bedburg-Hau steht im Niederrheinpokal

Fußball-Kreispokal: Der Landesligist siegt beim SV Nütterden klar mit 6:0, überzeugt aber nicht.

Die SGE Bedburg-Hau ist ihrer Favoritenrolle in der letzten Runde des Fußball-Kreispokals Kleve/Geldern nach Anlaufschwierigkeiten am Ende noch souverän gerecht geworden. Der Landesligist schaffte am Sonntag einen 6:0 (1:0)-Erfolg beim A-Kreisligisten SV Nütterden und hat damit den Niederrheinpokal erreicht. Allerdings bedurfte es schon einer Standpauke von Trainer Sebastian Kaul in der Halbzeitpause, um das Team auf Kurs zu bringen. „Ich bin in der Kabine etwas lauter geworden“, sagte Kaul, der auch nach 90 Minuten mit seinem Personal nicht zufrieden war. „Der Auftritt war nicht gut.“

Joachim Böhmer, Trainer des SV Nütterden, lobte seine Kicker derweil nach der klaren Niederlage vor gut 150 Zuschauern. „Wir haben lange Zeit ein richtig gutes Spiel gemacht und sind unter Wert geschlagen worden. Vor allem die Leistung in der ersten Halbzeit hat mir sehr gut gefallen“, stellte der SVN-Coach fest. Da ließ der zwei Klassen tiefer spielende Außenseiter kaum Chancen der Gäste zu, die viel zu behäbig und ohne Tempo agierten. Trotzdem ging die SGE Bedburg-Hau mit einer Führung in die Kabine, da Robin Deckers mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit noch das 1:0 gelungen war.

Nach dem Wechsel erhöhte der Landesligist die Schlagzahl. Jetzt war mehr Tempo im Spiel der SGE. Robin Deckers (53.) verwandelte einen Elfmeter zum 2:0, nachdem er selbst gefoult worden war. Wenig später war die Partie endgültig entschieden, nachdem der Nütterdener Jouri Been nach einem Foul im Strafraum an Julius Kühn die Gelb-Rote Karte erhalten hatte. Falko Kersten verschoss den fälligen Strafstoß zwar. Doch mit einem Akteur mehr auf dem Platz hatte die SGE keine Mühe, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Christian Klunder (79., 90.) und Fabian Berntsen (85., 86.) stellten in der Schlussphase den Endstand her. „Wir hätten ein besseres Ergebnis verdient gehabt. Doch in Unterzahl fehlte uns in den letzten Minuten einfach die Kraft“, sagte Joachim Böhmer.

Aufrufe: 024.8.2020, 08:00 Uhr
RP / Joachim SchwenkAutor

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