Die Winterpause fällt beim SV Newroz überschaubar aus. „Pause bis 12. Januar“, sagt Siabandov knapp. Besondere Maßnahmen oder gezielte Teambuilding-Elemente sind in der Vorbereitung nicht vorgesehen. Der Fokus liegt vielmehr darauf, die Mannschaft schnellstmöglich wieder in den Trainingsbetrieb zu bringen, um für die entscheidende Rückrunde gewappnet zu sein.
Deutliche Kritik am bisherigen Saisonverlauf
Mit Blick auf die bisherige Saison fällt das Urteil des Sportvorstands unmissverständlich aus. Das Abschneiden seiner Mannschaft bewertet Siabandov schlicht als „ganz schlecht“. Auch auf die Frage, was besser funktioniert habe als möglicherweise erwartet, folgt eine klare Antwort: „Nichts.“
Die Zahlen unterstreichen diese Einschätzung. In 15 Spielen gelangen dem SV Newroz lediglich vier Siege bei einem Unentschieden und zehn Niederlagen. Besonders problematisch ist die Tordifferenz von 13:29.
Offensivprobleme als zentrales Thema
Ein Hauptgrund für die schwierige Lage liegt laut Siabandov im Angriff. Auf die Frage nach den Problemfeldern innerhalb der Mannschaft antwortet er kurz und präzise: „Sturm.“ Mit nur 13 erzielten Treffern stellt Newroz eine der schwächsten Offensiven der Liga, was sich im Tabellenbild deutlich widerspiegelt.
Für die Rückrunde gibt es beim SV Newroz keine weitergehenden Ambitionen. „Wir wollen nicht absteigen“, stellt Siabandov klar. Die Situation sei ernst, zumal in dieser Saison alle Teams ab Tabellenplatz 13 den Gang in die tiefere Spielklasse antreten müssen. Aktuell rangiert Newroz mit 13 Punkten auf Platz 14 und damit in akuter Gefahr.
Bewegung im Kader
Auch personell hat sich zur Winterpause bereits etwas getan. Insgesamt verzeichnet der Verein „vier Abgänge und zwei Zugänge“. Den Klub verlassen haben unter andrem Pascal Frank Mitros, der vom SV Newroz zum FCR Bramsche wechselt, sowie Jannis-Finn Kniepen, der künftig für Mersch spielt.
Neu im Kader sind Torhüter Leo Braun, der vom JFC Kaspel 09 nach Hildesheim kommt, sowie Adrian Gert, der zuvor für Türk Gücü Hildesheim aktiv war.
Blick auf die Konkurrenz
Im Titelrennen sieht Siabandov einen klaren Favoriten. Auf die Frage nach dem künftigen Meister antwortet er ohne Zögern: „Hemmingen.“ Für den SV Newroz hingegen geht es in den kommenden Monaten ausschließlich darum, die eigene Position zu verbessern und den drohenden Abstieg noch abzuwenden.
Die Ausgangslage ist schwierig, die Analyse schonungslos – ob der eingeschlagene Weg in der Rückrunde ausreicht, wird sich ab Mitte Januar zeigen.