Die Amberger bleiben drin in der Landesliga!
Die Amberger bleiben drin in der Landesliga! – Foto: Valentin Hack

SVN verliert, Amberg jubelt

Der SV Neukirchen verliert beim FC Amberg. Der Gegner schaffte damit den direkten Klassenerhalt.

0:1 verloren, dennoch Platz vier erreicht und eine tolle Saison gespielt. Der SV Neukirchen beim Heiligen Blut setzte zwar das abschließende Auswärtsspiel beim FC Amberg mit 0:1 in den Sand, dennoch dürfen die Rosenkränzler mit Stolz auf die erfolgreichste Spielzeit ihrer Vereinsgeschichte zurückblicken.

Das Duell am alt-ehrwürdigen Schanzl war kein fußballerischer Leckerbissen. Die abstiegsgefährdeten Amberger setzten auf eine defensive Grundausrichtung und agierten mit einer Fünfer-Abwehrkette. Die Rosenkränzler verbuchten zwar ein Plus an Spielanteilen und Ballbesitz, konnten sich jedoch kaum gefährlich in Szene setzen. Einzig Jiri Herman hatte einen Treffer auf dem Fuß. Wesentlich zielstrebiger agierten die Nord-Oberpfälzer, die durch Philipp Götz, Maximilian Witzel und Matthias Brinster dicke Gelegenheiten ausließen.

Im zweiten Durchgang zunächst ein unverändertes Bild – Neukirchen hatte optische Vorteile, doch die Amberger Gegenstöße waren effektiver. Bei einer Hereingabe von Lukas Heinrich verspekulierte sich SV-Keeper Ladislav Caba komplett und der Ball schlug zum 1:0 (61.) im kurzen Eck ein – ein dicker Patzer des Routiniers. In der Folgezeit wurden die Rosenkränzler stärker und arbeiteten sich ein paar gute Chancen heraus. Adam Hoti und Mario Paukner vergaben nach Standards gute Kopfball-Möglichkeiten, der eingewechselte Jan Blazek verfehlte bei einem Schrägschuss um Haaresbreite. Auf der Gegenseite ließ Witzel einen Hochkaräter liegen, so dass es am Ende beim knappen Erfolg des FC Amberg blieb, der sich über den direkten Klassenerhalt freuen durfte.

„Wir haben sehr diszipliniert gespielt und konnten die Neukirchener Stärken dadurch weitgehend eliminieren. Der Klassenerhalt ist für uns ein riesengroßer Erfolg, der mit unseren bescheidenen Möglichkeiten gar nicht hoch genug zu bewerten ist“, sagte Ambergs Coach Karl-Heinz Wagner.

Neukirchens Trainer Konrad Früchtl sagte: „Von unserer Seite war das ein relativ mauer Aufritt bei einem beherzt kämpfenden Gegner, der nicht unverdient gewonnen hat. Wir hatten erst hintenraus gute Chancen und hätten durchaus noch den Ausgleich machen können. Der Gegner hätte allerdings zur Pause bereits führen müssen. Die Niederlage ist kein Beinbruch und wir sind froh, dass eine sportlich erfolgreiche Saison nun vorbei ist. Wir mussten den Großteil der Frühjahrsrunde mit einem Spieltagskader von 12, 13 Spielern bestreiten, das ist gewaltig an die Substanz gegangen.“

Aufrufe: 022.5.2022, 21:15 Uhr
Thomas SeidlAutor