Und wieder ein Landkreis-Derby – einmal mehr treffen die SpVgg Lam (in Rot) und der SV Neukirchen Hl. Blut aufeinander, dieses Mal im Ligapokal.
Und wieder ein Landkreis-Derby – einmal mehr treffen die SpVgg Lam (in Rot) und der SV Neukirchen Hl. Blut aufeinander, dieses Mal im Ligapokal. – Foto: Simon Tschannerl

Landkreis-Derby ohne sonderliche Brisanz

Die SpVgg Lam und der SV Neukrichen b. Hl. Blut hätten an diesem Wochenende spielfrei. Sie ziehen nun den Ligapokal vor.

Liga-Pokal statt Liga-Alltag: Die SpVgg Lam und der SV Neukirchen beim Heiligen Blut kreuzen am Sonntag (Anstoß 16 Uhr) im Rahmen des neu eingeführten Zusatz-Wettbewerbs des BFV die Klingen. Die Partie wäre normalerweise erst im Spätherbst ausgetragen worden, ist nun aber auf Wunsch der beiden Vereine vorgezogen worden, da weder Lam noch Neukirchen an diesem Wochenende im Einsatz gewesen wären.

Die „Osserbuam“ haben eine turbulente Woche hinter sich. Nach der Entlassung von Übungsleiter Manfred Stern konnte das Heimspiel gegen den TSV Kareth-Lappersdorf mit 3:0 gewonnen werden. „Das waren drei extrem wichtige Punkte“, frohlockte Lams Vorstand Ludwig Koholka. Die Freude war allerdings durch die Platzverweise von Kapitän Christian Mühlbauer und Antreiber Matthias Müller getrübt. Allerdings ist Mühlbauer bereits wieder ab kommenden Montag frei, Müller dann eine Woche später. „Da sind wir relativ glimpflich davongekommen. Wobei die Hinausstellung von Müller nicht gerechtfertigt war“, sagt Koholka.

Fest steht, dass die beiden Interimstrainer Hans Schmalzreich und Thomas Altmann mindestens bis zur Winterpause weitermachen dürfen. „Das ist in der aktuellen Lage die beste Lösung. In der Vorweihnachtszeit werden wir dann besprechen, wie es im neuen Jahr weitergeht“, lässt Lams Klubchef wissen. Dem Nachbar-Duell gegen den SV Neukirchen beim Heiligen Blut blickt Koholka relativ gelassen entgegen: „Uns fehlen ein paar sehr wichtige Spieler, nicht nur deshalb wird der eine oder andere Youngster seine Bewährungschance bekommen. Verlieren oder gar abschenken wollen wir die Partie auf keinen Fall, wenngleich wir sicherlich nicht der Favorit sind. Neukirchen hat qualitativ eine sehr ordentliche Mannschaft, die bestimmt in der Lage ist, den Klassenerhalt zu schaffen.“ Neben den beiden Rotsündern muss bei der SpVgg Stammtorhüter Max Weber passen.

„Wir sind froh, dass wir diese Partie am Sonntag spielen und damit früher in die Winterpause gehen können“, sagt Neukirchens Abteilungsleiter Christopher Gierstl, der keinen Hehl daraus macht, dass der sportliche Wert des Nachbarduells dieses Mal überschaubar ist: „Ein Derby hat immer einen gewissen Reiz, aber wir sehen es in diesem Fall bei weitem nicht so wie bei einem Punktspiel. Deshalb werden wir auch unsere angeschlagenen Akteure schonen.“

SVN-Coach Konrad Früchtl muss ohne Martin Wimber, Andreas Sturm und Alexander Herzog planen, zudem gibt es noch ein paar Fragezeichen. Wieder im Kader stehen wird der zuletzt fehlende Sebastian Lex. „Wir wollen uns anständig präsentieren. Die Leistung beim Re-Start in Regensburg war nicht berauschend, vor allem in der Offensive haben wir wenig auf die Reihe gebracht. Von daher würden wir aus Lam gerne ein Erfolgserlebnis mitnehmen.“

Aufrufe: 025.9.2020, 16:30 Uhr
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