Andreas Scheuerer hat sich beim SV Motzing zurückgezogen
Andreas Scheuerer hat sich beim SV Motzing zurückgezogen – Foto: Harry Rindler

Motzing: Coach Scheuerer und Sportchef Zellmer erklären Rücktritt

Beim Kreisligisten gibt es zwei komplett überraschende Rückzüge +++ Verein will kommende Woche neuen Übungsleiter präsentieren

Sportlich ist der SV Motzing mit einem blauen Auge davon gekommen. Nach einer schwierigen Kreisliga-Saison konnte sich der Dorfverein aus dem Landkreis Straubing-Bogen über den Umweg Relegation noch retten und somit den Abstieg in die Kreisklasse abwenden. Dennoch hat sich in den Tagen nach dem Klassenerhalt beim früheren Bezirksligisten einiges getan. Coach Andreas Scheuerer, der eigentlich weitermachen hätte sollen, hat seinen Posten zur Verfügung gestellt und auch Manager Otto Zellmer hat seinen Rücktritt geklärt.

Urgestein Zellmer, der als Aktiver über Jahre ein Leistungsträger beim SVM war, will keine große mediale Sache aus seinem Rückzug machen: "Es gibt dafür Gründe, unter anderem bin ich mit unserer sportlichen Entwicklung nicht zufrieden. Wir spielen in der Kreisliga permanent nur gegen den Abstieg - dafür bin auch ich mitverantwortlich. Deshalb mache ich nun den Weg frei, für eine hoffentlich erfolgreichere Zukunft. Ich werde dem Verein aber weiter verbunden bleiben und wenn es gewünscht wird, auch weiter unterstützend zur Seite stehen", lässt der 32-Jährige wissen. Der bisherige Coach Andreas Scheuerer macht kein Geheimnis daraus, dass sein Rückzug eng mit der Personalie Zellmer verbunden ist: "Otto und ich sind super ausgekommen und sein Rücktritt war für mich dann der ausschlaggebende Punkt, um ebenfalls aufzuhören. Ich bin ohnehin bereits in der Saison-Endphase ins Grübeln gekommen, ob ein weiteres Engagement von mir überhaupt noch Sinn macht. Die abgelaufene Runde war sportlich nicht zufriedenstellend und bestimmte Sachen laufen sich irgendwann einfach tot. Ich bin seit knapp drei Jahren Trainer der Motzinger Ersten und haben einige Spieler bereits im Nachwuchsbereich längere Zeit gecoacht. Irgendwann brauchen die Jungs auch mal wieder etwas Neues und daher ist es vielleicht gar nicht schlecht, dass alles so gekommen ist. Mit dem Klassenerhalt hatte ich zumindest einen positiven Abschluss. Was ich noch ausdrücklich betonen möchte: Wir trennen uns absolut im Guten und es gibt überhaupt keinen Groll."


Nach dem Klassenerhalt gönnte sich Otto Zellmer noch eine Zigarre, nun ist für das SVM-Urgestein aber (vorerst) Schluss
Nach dem Klassenerhalt gönnte sich Otto Zellmer noch eine Zigarre, nun ist für das SVM-Urgestein aber (vorerst) Schluss – Foto: Harry Rindler




Markus Heigl, der nach dem Zellner-Entschluss die sportliche Verantwortung bei den Blau-Weißen trägt, bläst in ein ähnliches Horn: "Wir haben Otto und Andreas sehr viel zu verdanken und bedauern ihre Entscheidungen. Mit Otto bin ich seit vielen Jahren eng befreundet und diese dicke Freundschaft wird auch weiterhin Bestand haben. Für den SVM und mich wird er auch künftig ein wichtiger Ansprechpartner sein. Unsere Blicke sind mittlerweile aber wieder nach vorne gerichtet und wir werden relativ zeitnah einen neuen Trainer präsentieren. Zudem möchten wir unser Team auch gerne noch punktuell verstärken. Nächste Woche legen wir wieder mit dem Training los, bis dahin wird Klarheit herrschen."



Aufrufe: 023.6.2022, 15:35 Uhr
Thomas SeidlAutor