Schafft Joe Klöpper beim SV Meppen den Durchbruch?

19-Jähriger Innenverteidiger vom JLZ Emsland ist seit zweieinhalb Wochen Trainingsgast beim Frings-Team

Meppen Joe Klöpper macht derzeit das, worum ihn viele in seinem Alter beneiden: Fußball spielen. Der 19-Jährige vom JLZ Emsland trainiert seit zweieinhalb Wochen bei Fußball-Drittligist SV Meppen mit. Ist der Innenverteidiger ein Kandidat für den Profi-Kader?

Immer wieder erhält Klöpper während des Trainings Anweisungen von seinen Mitspielern. Steffen Puttkammer zeigt ihm, welche Wege er gehen soll. Dejan Bozic erklärt ihm in den unterschiedlichsten Situationen, wo er hinspielen muss. Während der Einheit des SVM scheint der A-Jugendliche alles aufzusaugen. Aus Fehlern scheint er schnell zu lernen.

„Was ganz Besonderes“

„Er hat einen guten Eindruck hinterlassen. Die Jugendspieler sind ja seit Oktober komplett raus aus dem Spielbetrieb. Wir wollen ihnen eine Chance geben, sich zu zeigen. Das war bei Moritz Hinnenkamp ja auch so. Sie können natürlich auch in den Kader rutschen, wenn sie sich empfehlen“, so Frings, der eine Liste mit drei bis vier Namen von Jugendspielern auf seinem Schreibtisch liegen hat. Wer als Nächstes folgt, bleibt noch abzuwarten. Es werden aber noch weitere eine Chance erhalten. Frings bescheinigt seinem Trainingsgast Potenzial.
Klöpper weiß, wo er sich in der Rangordnung eingliedern muss. So ist es für ihn kein Problem, Hütchen nach dem Training aufzusammeln oder auch den Ballwagen von der Kabine zum Trainingsplatz und wieder zurück zu rollen. Seine anfängliche Nervosität hat der 1,90 Meter große Defensivakteur abgelegt. „Es ist schon was ganz Besonderes. Man kennt so etwas ja sonst nicht. Bei der U 19 kommst du sonst jeden Tag zum Training und bringst deine selbst gewaschenen Sachen mit. Mit den Profis, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, zusammen in der Kabine zu sitzen, ist schon ein großer Unterschied“, berichtet Klöpper. „Ich wusste zunächst nicht, wie ich mit denen umgehen oder was ich mit denen sprechen soll.“

Intensiv und detailliert

Nach den vergangenen Wochen fühle er sich komplett integriert. Das Team habe ihn direkt als Teammitglied angesehen. „Es sind alle super und sehr nett zu mir. Es ist unglaublich einfach, in den Mannschaftskreis aufgenommen zu werden.“
Der Unterschied zwischen Jugendbereich und Profimannschaft ist laut Klöpper riesig. „Es ist viel intensiver und detaillierter. Der erste Kontakt ist enorm wichtig. Im Jugendbereich passieren einem auch mal Fehler, aber da ist das Niveau dann in der Breite auch nicht ganz so gut wie hier“, erklärt der 19-Jährige, der in der Jugend bereits für Concordia Emsbüren, FC Eintracht Rheine, SC Spelle-Venhaus und Preußen Münster aufgelaufen ist. Sein Ziel sei es, sich vorerst weiter zu etablieren. „Dann werde ich mal schauen, wie es weitergeht.“

Aufrufe: 025.3.2021, 15:00 Uhr
EmslandsportAutor

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