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Allgemeines

SV Menden Frauen: Beste Defensive, Potenzial in der Offensive

Trainer Lars Heiliger setzt auf Weiterentwicklung und übergeordnete Ziele in der Rückrunde

von red · 05.01.2025, 11:06 Uhr · 0 Leser
– Foto: Till Siemes

Mit 16 Punkten aus elf Spielen steht das Frauenteam des SV Menden in der Frauen-Mittelrheinliga aktuell auf Platz 8. Während die Mannschaft mit nur neun Gegentoren die beste Defensive der Liga stellt, hakt es in der Offensive. Trainer Lars Heiliger zeigt sich dennoch zufrieden mit der bisherigen Saison: „Wir sind absolut im Soll.“

Starke Defensive als Erfolgsfaktor

Die Defensive ist das Prunkstück des SV Menden. In elf Spielen ließ die Mannschaft lediglich neun Gegentore zu, ein Wert, der ligaweit seinesgleichen sucht. „Unser Spiel ist immer weniger dem Zufall überlassen, unsere Pläne funktionieren immer besser und das Team setzt die vorgegebenen Prinzipien immer mehr und häufger um“, erklärt Heiliger. Besonders hervorzuheben ist die ausgeglichene Rotation im Kader: „Wir verlieren durch Einwechslungen keine Qualität auf dem Platz.“

Offensivprobleme bremsen das Team

Trotz der defensiven Stabilität bleibt die Chancenverwertung eine große Baustelle. „Wir spielen genügend Chancen heraus, verwerten sie aber zu wenig“, analysiert Heiliger. Diese Schwäche hat die Mannschaft in mehreren Spielen Punkte gekostet und ist ein zentraler Ansatzpunkt für die Rückrunde.

Rückrundenvorbereitung mit Fokus auf Entwicklung

Die Rückrundenvorbereitung beginnt am 24. Januar. Sobald der Klassenerhalt gesichert ist, will der SV Menden den Fokus auf die Weiterentwicklung des Teams legen. „Wir werden vieles ausprobieren und die Entwicklung in den Vordergrund stellen, die Ergebnisse rücken dann aufgrund eines übergeordneten Ziels in den Hintergrund“, erklärt Heiliger.

Mit Start der Rückrunde werden die Nachwuchsspielerinnen Emma Petri und Katharina Schulz aus der eigenen U17 ein fester Bestandteil des Frauen-Teams. Beide stoßen fest zum Kader und sollen kontinuierlich Spielzeit erhalten.

Langfristige Ziele und Professionalisierung

Der Verein arbeitet nicht nur an der sportlichen Weiterentwicklung, sondern auch an der Professionalisierung der Strukturen. „Wir suchen weiter Personal, darunter Physios, Trainer, Torwarttrainer und Scouts“, berichtet Heiliger. Ziel ist es, den Spielerinnen die bestmögliche Ausbildung zu bieten und das Backoffice massiv auszubauen.

Die Meisterschaft bleibt in der Frauen-Mittelrheinliga offen. "Nach oben ist die Liga sehr ausgeglichen, da können noch viele Mannschaften mitmischen“, so Heiliger. Im Abstiegskampf sieht der Trainer zwar für eine Mannschaft die Lage als kritisch an, betont jedoch: „Da ist noch nichts verloren.“

Fokus auf Entwicklung und Nachhaltigkeit

Der SV Menden hat sich in der Hinrunde als defensivstarke Mannschaft präsentiert, die in der Offensive noch Nachholbedarf hat. Mit einem klaren Fokus auf die Weiterentwicklung und der Integration junger Talente geht der Verein optimistisch in die Rückrunde. Langfristig will der SV Menden sowohl auf als auch abseits des Platzes professioneller werden, um den Spielerinnen optimale Bedingungen zu bieten. Die Rückrunde wird zeigen, wie weit die Mannschaft auf diesem Weg bereits gekommen ist.