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Interview

SV Kulmain: Noch das Beste aus der Saison rausholen

Rückblick Kreisliga Nord: Der SVK gehört sicherlich zu den Mannschaften, die bislang hinter den eigenen und den Erwartungen vieler Trainer der Liga zurückgeblieben sind

von Werner Schaupert · 02.02.2025, 12:00 Uhr · 0 Leser
Tabellenplatz 11 ist sicherlich nicht der Anspruch, den der SV Kulmain (in Gelb-Schwarz) an sich selbst stellt.
Tabellenplatz 11 ist sicherlich nicht der Anspruch, den der SV Kulmain (in Gelb-Schwarz) an sich selbst stellt. – Foto: Rainer Rosenau

Als der Verein aus dem nördlichsten Bereich des Spielkreises Amberg/Weiden zum Ende der Saison 2021/2022 nach vielen Jahren - mit nur einer kurzen Unterbrechung - in Bezirks- und Bezirksoberliga den bitteren Weg in die Kreisliga Nord gehen musste, war klar, dass man beim SV Kulmain so schnell wie möglich wieder aufsteigen wollte. Es folgte ein undankbarer Platz 3 im ersten Jahr eine Etage tiefer. Und auch im zweiten Anlauf sollte sich der Wunsch der Verantwortlichen und Fans nicht erfüllen. Nach einer Durststrecke hatte man in der zurückliegenden Spielzeit einen Trainerwechsel vorgenommen und landete mit Alexander Schäffler am Ende auf Platz 7, was in einer engen Kreisliga den Nichtabstieg bedeutete.

Mit Oliver Drechsler, einem zurückgeholten, altbekannten Trainer wollte man nun endlich eine erfolgreichere neue Saison spielen. „Wir wollen definitiv besser abschneiden als in der abgelaufenen Saison, ja ich lege die Messlatte höher, wir wollen unter die ersten vier Mannschaften kommen“, so der 52jährige Übungsleiter, bevor er sich an alter Wirkungsstätte - er betreute die Gelb-Schwarzen schon von 2012 bis 2018 erfolgreich - ans Werk machte.

Die Bestandsaufnahme zur Winterpause zeigt nun ein eher ernüchterndes Bild, die Folge eines ganz anderen Saisonverlaufs als den, den man sich beim Team aus dem Landkreis Tirschenreuth vorgestellt hat. Einige Aufs und in der Mehrzahl Abs kennzeichneten die bislang absolvierten siebzehn Partien, in der der SVK zugegeben immer wieder auch von großem Verletzungspech getroffen wurde, kaum einmal eine eingespielte Mannschaft aufs Feld schicken konnte und so selbstverständlich nie so richtig Konstanz in seine Leistungen brachte.

Dabei verlief der Saisonstart verheißungsvoll, denn man zwang in einem von zwei Eröffnungspartien einen der Ligafavoriten, den TSV Erbendorf, auf eigenem Geläuf mit 3:1 in die Knie. Eine mangelhafte Chancenverwertung führte eine Woche später zu einer mehr als unglücklichen Niederlage bei der Eslarner Grenzlandelf, im folgenden Derby in Haidenaab zeigten die Drechsler-Männer allerdings die erhoffte Reaktion und nahmen den vollen Ertrag mit nach Hause. Ein wenig erbauliches Remis gegen Irchenrieth und ein deutlicher Heimsieg gegen die DJK Weiden folgten, mit 10 Punkten aus 5 Partien konnte man leben. Doch dann begann die Zeit der stetig wechselnden Ergebnisse. Das Punktebeutel füllte sich nur spärlich, nach dem 9. Spieltag und einem Dreier in Eschenbach sollte der SVK bis zur Winterpause nur noch einmal als Sieger vom Platz gehen (1:0 gegen Eslarn). Die Folge war das Abrutschen in Richtung der "ungemütlichen Zone", bei allerdings einem Match weniger beträgt der Vorsprung zum ersten Schleudersitzinhaber SC Eschenbach nur winzige drei Zähler.

So avanciert für die Mannen um Kapitän Maximilian Kastner die Nachholpartie am 16. März bei Schlußlicht DJK Weiden nun sicherlich zum ersten "Sechs-Punkte-Spiel" der Restrückrunde, in der man noch auf - neben der Flutkanalelf - vier weitere Mitstreiter in der hinteren Tabellenregion trifft. Nach dem Ostermontag - hier geht es nach "Dumba" - sollte jedoch genügend Zählbares gesammelt und der Abstiegskampf kein Thema mehr sein, denn in den drei finalen Partien der Saison heissen die Gegner Schirmitz, Tremmersdorf und Auerbach.

SVK-Fußballabteilungsleiter Florian Greger, der sich im hohen Fußballalter von 40 immer noch in den Dienst der Kreisligatruppe stellt und in dieser Saison schon dreizehn Mal zum Einsatz kam, drückt im kurzen Interview unter anderem die Hoffnung aus, dass es bis zum Saisonende im Mai auf der Tabellenleiter schon einige Stufen noch nach oben geht:

Florian, kurze Einschätzung des bisherigen Saisonverlaufs, seid ihr zufrieden?

Florian Greger (40): Mit dem aktuell 11. Platz können und wollen wir uns nicht zufrieden geben. Unsere Leistungen waren zu stark schwankend, uns fehlte in der Hinserie die Konstanz. An dieser müssen wir in der Restrundenvorbereitung über harte Arbeit feilen.

Was habt ihr Euch für die Restrückrunde vorgenommen?

Möglichst noch das Beste aus dieser Saison rauszuholen. Es gilt jedoch zunächst schnellstmöglich in die Spur zukommen, damit auch nach unten nichts mehr anbrennt.

Wird es im Winter personelle Veränderungen geben?

Aktuell noch in Klärung, wir werden sehen.

Wann beginnt die Vorbereitung und wie wird sie in groben Zügen aussehen?

Die Vorbereitung beginnt offiziell am 10. Februar, wobei wir vorab schon in Laufgruppen unterwegs sein werden, um dann in den Restrundenstart gut vorbereitet gehen zu können.

Wo gibt´s noch Verbesserungsbedarf im Spiel euerer Mannschaft?

Wie schon geschildert fehlen aktuell die Routinen, um die fehlende Konstanz zu erreichen.

Welches Team in der Liga hat euerer Meinung nach bislang positiv, welches negativ überrascht?

Im Grunde sind dieses Jahr aktuell keine großen Überraschungen zu verzeichnen. Wir selbst hatten uns natürlich mehr erhofft.

Werdet ihr euer vor der Saison formuliertes Saisonziel erreichen?

Unter die ersten Vier zu kommen, wird schwierig werden, dennoch soll es so weit wie möglich noch nach oben gehen.

Werdet ihr nach derzeitigem Stand mit dem aktuellen Trainerteam auf der Kommandobrücke auch in der kommenden Spielzeit zusammenzuarbeiten?

Aktuell planen wir, mit dem bisherigen Gespann für erste und zweite Mannschaft auch in die nächste Saison zu starten.

Zum Schluß noch ein paar Zahlen zum SV Kulmain: 11. Platz; 20 Punkte; 5-5-7; 19:22 Tore; 10. Platz in der Heimtabelle mit 13 Punkten; 11. Platz in der Auswärtstabelle mit 7 Punkten; bester Torschütze ist Routinier Nico Pusiak (35) mit sechs erzielten Treffern.