
BC Attaching und SC Kirchdorf feiern klare Siege, während der FC Finsing an die Tabellenspitze rückt.
Lange war der BC Attaching eines der Sorgenkinder in der Kreisliga 2, doch spätestens nach dem 4:0 gegen Wartenberg dürften sich die Wogen etwas glätten. Der SV Kranzberg kam derweil beim TSV Nandlstadt nicht über ein 1:1-Remis hinaus und musste damit die Tabellenführung an den FC Finsing abgeben.
BC Attaching – TSV Wartenberg 4:0 (3:0). Langsam, aber sicher kommt Absteiger BC Attaching besser in Fahrt und konnte nun kurz vor der Winterpause auch den ersten wirklich überzeugenden Sieg einfahren. Auch wenn Gegner Wartenberg aktuell einer handfesten Krise entgegenschlittert. „Das war ein deutlicher und sehr überzeugender Sieg“, bestätigte BCA-Trainer Stephan Fürst. Vor einer Woche hatte der Coach nach dem 0:3 in Moosen noch deutliche Kritik an seiner Elf geübt, „dieses Mal haben wir alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“. Auch Laufleistung und Zweikampfführung stimmten endlich.
Der BCA hatte die Partie bereits vor dem Pausentee entschieden: Zunächst hatte Attaching einen schönen Spielzug über außen dargeboten, und nach einem Querpass von Uros Mijovic staubte Nico Franke im Zentrum ab (23.). Wenig später klingelte es erneut, nach einem brillanten Steckpass von Konstantin Mayr hatte Franz Gamperl freie Bahn und netzte ein (38.). Ein feiner Alleingang von Lukas Hübner sorgte für den 3:0-Halbzeitstand (45.). Und Attaching ließ auch nach dem Seitenwechsel nichts anbrennen: Ein erneutes Solo, diesmal von Erkin Özege (88.), setzte den Deckel drauf. Damit sind die Freisinger Vorstädter aktuell Tabellenachter.
SC Kirchdorf – FC Moosburg 6:2 (2:1). Es lief in dieser Saison bisher alles andere als rund für die Kirchdorfer, doch kurz vor der Winterpause scheinen die Ampertaler richtig in die Gänge zu kommen. Zumindest war der Dreier gegen die Gäste aus der Dreirosenstadt ein immens wichtiger. „Wir haben uns das Glück erkämpft“, freute sich Trainer Andreas Apold hinterher über den letztlich deutlichen Sieg bei bestem Fritz-Walter-Wetter. „Und wegen unserer kämpferischen Leistung war er auch hochverdient.“
Ein wirklich feines Fußballspiel hatten die Zuschauer in Kirchdorf nicht erwartet, dennoch hatte bereits Durchgang eins allerhand zu bieten. Etwa die frühe Führung für die Hausherren: Dennis Lederer hatte eine Ecke direkt ins Tor verwandelt (10.). Und der Sportclub sollte bald nachlegen: Nach einem Winklhofer-Zuspiel war Thomas Hadler auf und davon und stellte auf 2:0 (25.). Doch die Höhe der Führung sollte nicht lange Bestand haben: Julian Schreiner machte das 2:1 aus kurzer Distanz (30.). Und nach dem Seitentausch kam Moosburg sogar zum 2:2: Nach einem Kirchdorfer Ballverlust am eigenen Strafraum genügte den Bonauern ein Querpass, und so konnte Karlo Rimac egalisieren (66.). Der SCK war da schon nur noch zu zehnt auf dem Platz, Bastian Winklhofer musste nach einem Foul mit Rot runter (50.).
Doch nicht die Moosburger nahmen nun das Heft in die Hand, sondern die Kirchdorfer – und die zerlegten den FCM mit einem Mann weniger in alle Einzelteile: Adem Tiryaki nagelte das Leder zum 3:2 unter die Latte (80.), ehe Samuel Nierhaus das 4:2 folgen ließ (84.). Das halbe Dutzend voll machten dann Emircan Tiryaki mit einem Freistoß aus 20 Metern (86.) sowie Nertil Hoxhaj (90.).
TSV Nandlstadt – SV Kranzberg 1:1 (1:0). Ein wenig hatte es sich in den vergangenen Wochen schon angedeutet, zweimal hatten die Fußballer des SV Kranzberg zuletzt nicht gewonnen. Und das nächste Spiel ohne Dreier besiegelte es nun – Kranzberg muss den Platz an der Sonne in der Kreisliga 2 an den FC Finsing abgeben. Für Nandlstadt war es dagegen zumindest ein versöhnlicher Zähler, wenngleich am Ende der Ärger überwog, nicht mehr mitgenommen zu haben. „Ein Sieg wäre durchaus drin gewesen“, konstatierte TSV-Spartenchef Sebastian Löffler.
Dabei hatte Nandlstadt früh zur Führung getroffen, Niklas Tafelmaier vergoldete einen feinen Spielzug (3.). Doch auch die Kranzberger blieben dran, verschossen unter anderem einen Elfmeter. Und dennoch hielt die TSV-Führung lange, ehe am Ende auch Fortuna ein Stück weit eine Kranzbergerin war: Felix Betz hatte das Spielgerät aus kurzer Distanz an die Hand bekommen. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter, den Julian Gebhard zum 1:1 verwandelte (90.).