Ein Vorbild für die jungen Schiris: Wolfgang Haslberger vom TSV St. Wolfgang ist bis zur 3. Liga im Einsatz.
Ein Vorbild für die jungen Schiris: Wolfgang Haslberger vom TSV St. Wolfgang ist bis zur 3. Liga im Einsatz. – Foto: Imago-Images

Erfolgreicher Kurs der Gruppe Erding: 15 neue Schiris, „aber noch Luft nach oben“

Jahresbilanz von Obmann Knut Friedrich

Erdings Schiedsrichterobmann Knut Friedrich hat beim ersten Pflichtlehrabend des Jahres Bilanz gezogen.

Erding – Die Freude war Knut Friedrich deutlich anzumerken. Der Obmann der Fußball-Schiedsrichtergruppe Erding konnte rund 90 Schiris im Vereinslokal Bauer in Kirchasch begrüßen – zum ersten Pflichtlehrabend im Jahr 2022. „Schön, dass so viele da sind, und dass wir uns endlich wieder in Präsenz treffen können.“

Zunächst begrüße er die neuen Schiedsrichter. Am jüngsten Neulingskurs unter der Leitung von Lehrwart Wolfgang Karl haben 15 meist junge Männer teilgenommen, „und alle haben bestanden“, verkündete Friedrich stolz und begrüßte: Valentin Bach, Christopher Scherübl (beide SC Kirchasch), Aron Beregi, Benedikt Kraus (beide FC Langengeisling), Maximilian Hattayer (TSV Isen), Christian Hibler (SC Moosen), Simon Mayer (FC Moosinning), Jonas Schiemann (SpVgg Neuching), Morris Thomala (Rot-Weiß Klettham) und Luca Lange (SpVgg Markt Schwabner Au), den mit zwölf Jahren jüngste Teilnehmer. Dazu noch vier Neulinge aus anderen Landkreisen: Marius Baumann, Korbinian Harlander, Jürgen Rappold und Björn Zimmermeier. Schade fand es Friedrich, „dass nur sieben von 42 Landkreisvereinen Leute geschickt haben – da ist noch viel Luft nach oben“.

Als neuen Jugendeinteiler stellte der Obmann Kevin Jovi vor, der Julian Schaub ersetzt. Die Zahl der Schiedsrichter sei von 275 (Stand 31.12.2020) auf 244 (2021) zurückgegangen, die der aktiven Schiris von 170 auf 149 und die der passiven von 105 auf 95. Der Rückgang sei allerdings nicht nur auf Corona zurückzuführen, „es wurden auch einige Karteileichen entfernt“, meinte der Obmann. Kritisch sah er, dass von 149 Schiedsrichtern nur 71 für die Vereine anrechenbar seien, also lediglich 48 Prozent. 2020 waren es noch 67 Prozent. Anrechenbar ist ein Unparteiischer dann, wenn er mindestens 15 Spiele gepfiffen oder fünf von 16 Pflichtveranstaltungen besucht hat.

Die meisten Veranstaltungen im Jahr 2021 hatten Julian Schaub und Andreas Hettenkofer (beide 14) sowie Sean O’Regan (12) besucht. Von den Vereinen waren die elf Schiris der SpVgg Markt Schwabener Au auf 57, die zwölf der SpVgg Altenerding auf 44 und die fünf des SV Wörth auf 39 Veranstaltungen.

3497 Spiele haben die Unparteiischen der Gruppe Erding im Jahr 2019 gepfiffen, 2020 ging die Zahl coronabedingt auf 1215 zurück. 2021 waren es wieder 2014, ich hätte nicht gedacht, dass es so viele waren“, sagte Knut Friedrich. Was ihn außerdem sehr freut: „Wir hatten kein einziges Nichtantreten, 2019 waren es drei, 2020 war es eine.“

Die meisten Spiele hat 2021 Markus Raßhofer (FC Schwaig) gepfiffen, der 74 Mal im Einsatz war. Jo Born leitete 54 Begegnungen, Wolfgang Haslberger (TSV St. wolfgang) 49. Die zehn Schiris der SpVgg Altenerding haben 190 Spiele geleitet, Yannis Schönfelder 29 davon, dass war der Spitzenwert bei den Vereinen. Auf Rang zwei landeten die drei Referees des FC Schwaig (152 Spiele), nicht zuletzt dank Raßhofer. Auf Rang drei landeten die elf Unparteiischen der SpVgg Markt Schwabener Au mit 147 Spielen. Fleißigster Schiri war hier Sebastian Lange mit 36 Einsätzen, dessen Sohn Luca gerade den Neulingskurs absolviert hat.

Zum Schluss seines Rückblicks gab der Erdinger Schiedsrichterobmann noch einen kurzen Ausblick und kündigte an, dass am 6. Mai ein großer Festabend mit zahlreichen Ehrungen im Landgasthof Bauer stattfinden werde. Diese hätten schon bei der Jahresabschlussfeier 2021 vorgenommen werden sollen, die aufgrund der Pandemie aber ausgefallen war. „Nun können die Ehrungen in einem würdigen Rahmen stattfinden“, erklärte Friedrich.

Aufrufe: 016.3.2022, 09:00 Uhr
Wolfgang KrzizokAutor