Sieht sein Team auf Kurs: Kordel/Welschbilligs Trainer Klaus Grüber.
Sieht sein Team auf Kurs: Kordel/Welschbilligs Trainer Klaus Grüber. – Foto: Hans Krämer

An Profil und Klasse gewonnen

In den ersten Wochen der neuen Saison in der Fußball-Kreisliga A Trier-Saarburg hat die SG Kordel/Welschbillig schon eine ganze Menge erreicht. Trainer Klaus Grüber ist gespannt, wie sich sein Team weiterentwickelt – und freut sich über einen neuen Torwart.

Der Saison­start ist geglückt: Mit sieben Punkten aus drei Spielen und dem Einzug ins Achtelfinale des Kreispokals hat das Team von Trainer Klaus Grüber bislang überzeugen können. Für den Coach hätten es gar auch neun Zähler sein können: „Das 0:0 gegen Igel-Liersberg ärgert mich noch immer, weil wir da einige Torchancen liegen gelassen haben. Doch insgesamt bin ich schon ein Stück weit zufrieden, auch mit der Entwicklung im spielerischen Bereich.“

Die Mannschaft habe an Profil und Klasse gewonnen, auch die Altersstruktur sei fast optimal, denn „wir haben eine gesunde Mischung aus Jugend und Erfahrung. Durch die guten Ergebnisse ist auch das Selbstvertrauen gestiegen“, lässt Grüber durchblicken.

Den 2:1-Erfolg zum Start beim SV Sirzenich bewertet der Kordeler Coach als erstes Highlight. „Sirzenich hat nach den Abgängen sicherlich nicht mehr die Qualität des Vorjahres, doch sie haben noch immer ein gutes Team. Wir haben auch deshalb gewonnen, weil wir den Sieg mehr wollten und auf dem Platz besser zusammengearbeitet haben. Derzeit macht’s der Teamgeist.“ Der jüngste 3:0-Erfolg beim FC Könen wurde gleichzeitig als Pokalspiel gewertet, sodass man jetzt bereits im Achtelfinale steht. Grüber: „Wenn wir am 6. Oktober in Saarburg spielen, wollen wir auch dort eine Runde weiterkommen. Der Fokus liegt aber ganz klar auf der Liga.“

Es gibt mehrere Stimmen aus dem Umfeld der A-Klasse, die das Team schon in den Top-drei sehen. Der Coach entgegnet solchen Einschätzungen, dass es „zwar schwer ist gegen uns zu gewinnen, wenn wir komplett sind. Doch es wird eine lange Saison, und man weiß nie, was über die Wochen und Monate alles passieren kann“. Weil einige jüngere Spieler aktuell noch kein A-Liga-Niveau hätten, müsse man bescheiden bleiben, was Zielsetzungen angeht. Klar ist für Grüber: „Wir wollen besser sein als Platz sieben.“ Diese Position belegt die SG zum Zeitpunkt des Abbruchs der vergangenen Saison Ende Oktober.

Neben Marc Willems, der in bestechender Form ist und „jetzt konstant auf seiner Position als klassischer Mittelstürmer agiert“, so Grüber, sind auch Rückkehrer Marc Görres und der erst 21-jährige Sven Bracker im Angriff gesetzt. Grüber weiß, was er vor allem an Görres hat. „Marc agiert in der vordersten Reihe als Außenstürmer, doch er kann mehrere Positionen spielen und wächst schnell in verschiedenste Aufgaben hinein.“

Zwei weitere 21-Jährige haben sich ebenfalls Stammplätze erkämpft. Mit Markus Sausen im rechten Mittelfeld und Nils Mossal im Abwehrbereich haben zwei Talente eine „sehr erfreuliche Entwicklung gemacht. Die beiden sind ehrgeizig und geben alles für die Mannschaft, auch wenn sie noch einiges zu lernen haben“.

Nach Angaben des 49-jährigen Coachs steht mit Bennet Hau künftig ein weiterer Torwart bereit. Der 24-Jährige kam vor einigen Tagen vom VfL Trier, hat aber in den letzten Jahren aufgrund Studium und Ausbildung bei der Polizei weniger gespielt. Hau sammelte bereits A-Ligaerfahrung beim TuS Mosella Schweich II und dem FSV Tarforst II. „Schade, dass er sich erst nach der Transferfrist dazu entschieden hat, den Verein zu wechseln. Somit ist Bennet sechs Monate für Pflichtspiele gesperrt und wird uns erst im neuen Jahr zur Verfügung stehen. Doch er hält sich schon jetzt mit unseren angestammten Torleuten Christian Leibrock und Nils Roth über die Trainingseinheiten fit.“

Grüber ist froh, dass er sich auf (weitere) erfahrene Spieler verlassen kann. Neben Pascal Junk und Christian Adams, die das Abwehrzentrum bilden und auch dafür mitverantwortlich sind, dass man erst einen einzigen Gegentreffer kassiert hat, bilden Nicolas und Julian Dücker das Gerüst im Mittelfeld. „Nachdem sich Marius May verletzt hat, spielt Nicolas jetzt im linken Mittelfeld. Sein Zwillingsbruder Julian bildet mit Thomas Lichter die Doppel-Sechs“, gibt Grüber Einblicke in die Formation.

Ob die Stabilität auch in den nächsten Wochen und Monaten da ist, sollen die nächsten vier Partien gegen starke Teams zeigen: „Jetzt kommen mit Pluwig, Osburg, Föhren und Tawern ganz starke Brocken. Spätestens danach wissen wir, wo wir stehen.“

Das jüngste spielfreie Wochenende haben die Kordel/Welschbilliger zu einem Freundschaftskick beim Mosel/Hochwald-B-Ligisten SG Fidei 2015 genutzt. „Die Fidei hatte auch spielfrei, und sie sind auf uns zugekommen. So haben wir für die Hochwasseropfer in Kordel gespielt. Das Benefizspiel kam bei allen super gut an.“

Aufrufe: 010.9.2021, 13:47 Uhr
Lutz SchinköthAutor