Weiß, was er will: Klausens Trainer Alexander Becker hat mit seiner Mannschaft noch einiges vor und will sie weiterentwickeln.
Weiß, was er will: Klausens Trainer Alexander Becker hat mit seiner Mannschaft noch einiges vor und will sie weiterentwickeln. – Foto: Sebastian J. Schwarz

Das Fußballerische liegt ihm sehr am Herzen

Kreisliga B II: Klausens erfahrener Trainer Alexander Becker hat seine Mannschaft nach schwachem Saisonstart ins Tabellenmittelfeld geführt. Die spielerische Entwicklung will er nun vorantreiben.

Voller Einsatz für den Fußball, jede Menge Leidenschaft, taktische Disziplin gepaart mit spielerischer Note: Dafür steht Trainer Alexander Becker. Nach früheren Stationen bei der Schweicher Mosella, daheim bei der SG Pölich-Schleich und zuletzt drei Jahren beim SV Mehring II hat er im vergangenen Sommer Neuland betreten, indem er beim B-II-Ligisten SV Klausen anheuerte.

Nachdem er mit seinem Team inzwischen in die Rückserie gestartet ist, kann der 46-Jährige die Spielweisen in den Fußballkreisen Trier-Saarburg und Mosel gut vergleichen: „Hier wird robuster agiert, und oft geht man keinem Zweikampf aus dem Weg. Das war bei meinen früheren Stationen in Trier-Saarburg nicht ganz so ausgeprägt. Dort ging es mehr übers Spielerische.“ Becker will die Klausener Mannschaft fußballerisch weiterbringen. In dem Zusammenhang hält er besonders große Stücke auf seinen im Sommer von der A-Jugend der Trierer Eintracht gewechselten Nachnamensvettern Max Becker: „Technisch ist es erste Sahne, was der Junge abliefert. Bei all‘ dem Kampf, der in den Spielen hier oft im Vordergrund steht, tut er sich manchmal aber noch etwas schwer. Doch Max hilft uns enorm.“

Insgesamt ist die Spielerdecke der Klausener dünn, so dass die Partie im Kreispokal Ende Oktober gegen A-Ligist SG Moseltal-Maring sogar abgesagt werden musste und kampflos verloren ging. Einer wie Verteidiger Fabian Hoffmann, der am Kreuzband verletzt ist, wird besonders schmerzlich vermisst.

Trotzdem hat sich der frühere Oberligist zuletzt gegen das Spitzenteam SV Dörbach achtbar aus der Affäre gezogen. Bis zum Ende blieb es spannend, nachdem Thomas Brendel beim Stande von 2:4 einen Elfmeter verschossen hatte, die Becker-Elf später aber doch noch mal auf 4:5 herankam und am Ende einer torreichen Partie mit 4:6 verlor.

Die ersten fünf Begegnungen – darunter einige gegen Topteams der Liga – gingen allesamt verloren. Die intensive Trainingsarbeit von Becker und seinem ebenfalls vor der Saison vom SV Mehring II gekommenen Assistenten Dirk Martin fruchtete danach immer mehr. In den jüngsten acht Partien gab es immerhin vier Siege und ein Remis. Die Erfolge in den Duellen mit der SG Bruch (2:1) und beim TuS Platten (5:1) bestätigen die Klausener, auf dem richtigen Weg zu sein.

Der ehrgeizige Coach lobt besonders die positive Entwicklung einiger Akteure, wie etwa die von Torwart Lukas Probst und Jakub Zander, der „enorme Fortschritte, gerade in Sachen Fitness und Einstellung“ gemacht habe. Potenzial sieht der SVK-Trainer (auch) in den A-Junioren Tim Mathei und Dominik Meyer, die ins B-Liga-Team bereits hineinschnuppern konnten.

Becker ist auch angetan von den guten Rahmenbedingungen und den kurzen Entscheidungswegen: Mit dem zweiten Vorsitzenden Andreas Niesen und dem Sportlichen Leiter Johannes Baden sind zwei Verantwortliche Mitglieder seines Teams. Einiges spricht dafür, dass Becker ähnlich wie bei seinen früheren Stationen auch in Klausen über mehrere Jahre hinweg wirkt.

Aufrufe: 012.11.2021, 23:22 Uhr
Andreas ArensAutor

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