SVK-Kapitän Daniel Spielbauer hat in dieser Saison bereits sieben Mal eingenetzt.
SVK-Kapitän Daniel Spielbauer hat in dieser Saison bereits sieben Mal eingenetzt. – Foto: Helmut Weiderer

»Richtig guter Spirit«: Kirchberg mischt die Kreisliga auf

Aufsteiger schnuppert nach Sechs-Punkte-Wochenende an der Tabellenspitze +++ Am Samstag steigt das brisante Nachbarderby beim TSV Regen

Der SV Kirchberg im Wald hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung hingelegt. Von 2016 bis 2018 marschierte der ehemalige Bezirksligist von der A-Klasse bis in die Kreisliga durch und blieb in dieser Zeit über fast zwei Jahre in insgesamt 42 Spielen ungeschlagen. Zwar mussten Trauner, Hartl, Weber und Co. nach nur einem Jahr im Kreisoberhaus in die Kreisklasse zurück, schafften aber in der Coronasaison die direkte Rückkehr. Nach acht Spieltagen steht der SVK mit 14 Punkten auf Rang vier und klopft an die Spitzenplätze der Kreisliga Straubing an.

"Mit dem Saisonstart können wir als Aufsteiger natürlich zufrieden sein. Wir haben seit der Coronapause einen richtig guten Spirit in der Mannschaft und vor allem die Trainingsbeteiligung ist lobenswert. Wir haben eine gute Mischung aus sehr jungen und auch zwei, drei erfahrenen Spielern und hatten zudem in den letzten Wochen nur wenige bis keine Verletzte. Die Stimmung in der Mannschaft ist dementsprechend super", berichtet Spielertrainer Alois Kronschnabl (26), der vor der Saison gemeinsam mit dem langjährigen Schöfweger Defensivspezialisten Andreas Winter (31) das Kommando in Kirchberg übernommen hatte und den Wandel vom Kapitän zum spielenden Chefanweiser gut gemeistert hat. "Ande und ich sind seit Jahren befreundet. Die Zusammenarbeit zwischen uns ist sehr gut und harmonisch, wir sind täglich in Kontakt. Wir hatten anfangs großen Respekt vor dieser Aufgabe, vor allem weil wir die komplette Mannschaft seit Jahren kennen und befreundet sind. Es hat sich aber alles sehr gut eingespielt", so Kronschnabl.


Vom Kapitän zum Spielertrainer: Kirchbergs Alois Kronschnabl.
Vom Kapitän zum Spielertrainer: Kirchbergs Alois Kronschnabl. – Foto: Helmut Weiderer


Die sportliche Bilanz der Kirchberger im bisherigen Saisonverlauf kann sich absolut sehen lassen. Nach einer hervorragenden Vorbereitung mit klaren Siegen unter anderem gegen Bezirksliga-Vize TSV Grafenau (3:1) sowie die ambitionierten Kreisklassisten Lindberg (8:1), Moos (6:1) oder Lalling (4:0) konnten die Mannen um Torhüter-Oldie Andreas Kiefl bislang ordentliche 14 Zähler einspielen. Zuletzt gelangen am vergangenen Wochenende mit dem 5:0 im Nachholspiel gegen Motzing und dem 2:1 gegen Niederalteich zwei wichtige Siege.


Nach dem einjährigen "Hineinschnuppern" in die Kreisliga in der Saison 2018/19 scheint die Mannschaft um Goalgetter Michael Neumeier mittlerweile wesentlich gereifter. "Der Abstieg war natürlich bitter, aber ich glaube dadurch sind wir als Mannschaft noch mehr zusammen gewachsen und auch reifer geworden. Außerdem haben wir wirklich eine hervorragende Jugendarbeit in unserem Verein, von der wir in der Vergangenheit und auch in Zukunft profitieren können. Auch vor dieser Saison konnten wir den Kader durch einige nachgerückte Jugendspieler weiter verstärken. Die Kreisliga ist definitiv eine sehr interessante Liga, in der wir uns über kurz oder lang etablieren möchten", betont Kronschnabl, der mit seiner Truppe am kommenden Samstag das mit Spannung erwartete Derby beim TSV Regen bestreitet.

Mit einem weiteren Dreier könnte man mit dem Spitzenreiter nach Punkten gleichziehen und im Optimalfall sogar zumindest kurzzeitig die Tabellenführung übernehmen. "Regen ist ein großer Favorit in dieser Liga. Wir versuchen, ohne Druck aufzuspielen. Dennoch werden wir unser Bestes geben und versuchen, unseren Nachbarn zu ärgern", gibt Kronschnabl die Marschroute vor. Aufgrund der jüngsten Leistungen darf sich der freche Aufsteiger gegen den klaren Favoriten durchaus etwas ausrechnen.

Aufrufe: 016.9.2021, 11:40 Uhr
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