F: Bacic
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Am Ende deutlich ...

In der Abschlusstabelle weißt Meister SpG Trienz/Limbach II einen 17 Punkte Vorsprung auf – eine lange Zeit nicht für möglich gehaltene Situation

Entscheidungen am grünen Tisch +++ 19 Tore in einer Partie +++ Aufwertung der Kreisklasse B1

Am 12. Spieltag trennten sich Spitzenreiter FC Lohrbach II und Verfolger SpG Trienz/Limbach II mit einem 1:1 Unentschieden. Nach einem harten Zweikampf über die gesamte Vorrunde schien der Angriff des Verfolgers abgewehrt und die endgültige Endscheidung um die Meisterschaft vertagt. Was danach passierte kann (und will) beim FC Lohrbach niemand so recht beschreiben. 4 Niederlagen und zudem 4 Unentschieden ließen den Abstand ab diesem Zeitpunkt von Spieltag zu Spieltag anschwellen und nach 26 Runden belegte der FC Lohrbach II nur noch den dritten Rang – 17 Punkte hinter dem Spitzenreiter.

Das Trainerduo Sven Heinrich und Sascha Müller, welche nach der Runde jeweils zu ihren Heimatvereinen zurückkehrten, hätte dem neuen/alten Coach Michael Reinmuth gerne einen A-Ligisten übergeben. So muss der neue Trainer einen weiteren Anlauf wagen und bekommt von der Konkurrenz gleich mal den schweren Rucksack der Favoritenrolle aufgesetzt.

Die Meisterschaft in der Spielrunde 2017/2018 sicherte sich wie schon erwähnt die Spielgemeinschaft des FC Blau-Weiß Trienz mit dem FC Limbach. Am viertletzten Spieltag knallten nach einem 3:0 Heimsieg über die SG Schefflenz II die Sektkorken. Die beste Abwehr und der treffsicherste Sturm der Liga waren Garant für diesen Erfolg.

Rang 2 und somit der Relegationsplatz ging an den SV Neckarburken II. Irgendwie kamen die Rot-Schwarzen zu diesen Ehren wie die Jungfrau zu dem Kind, denn eigentlich hatte jeder Türkspor Mosbach II dort erwartet. Das entscheidende Match zwischen den beiden hatten die Kreisstädter auch für sich entschieden, doch hatten sich die Verantwortlichen im Paragraphendschungel des BFV verheddert und einen nicht spielberechtigten Akteur auf den Rasen geschickt, weshalb die schon sicher geglaubten Punkte auf dem Konto des SV Neckarburken landeten.

Es ergab sich jedoch noch eine zweite Chance für Türkspor, da Neckarburken am letzten Spieltag überraschend gegen Schlusslicht Schefflenz verlor. Somit hätte Türkspor ein einfacher Sieg gegen die SG Allfeld/Billigheim gereicht. Nach 70 Spielminuten stand es auch schon 5:1 für die Hausherren und die erhoffte Relegation war zum Greifen nah. Doch wieder fiel die Entscheidung am grünen Tisch: Nach einer Rudelbildung, für die beide Vereine im Nachgang keine richtige Erklärung hatten, sah sich der Schiedsrichter außer Stande das Spiel wieder anzupfeifen – obwohl beide Vereine für eine Spielfortsetzung votierten. Das Urteil fiel erst unzählige Tage nach Saisonschluss – zu Ungunsten von Türkspor Mosbach.

Neckarburken durfte also erst mit einiger Verspätung jubeln und sich auf weiter 90 Minuten der Saison 2017/2018 freuen. Schlussendlich wurden es dann 120 Minuten, denn das Spiel gegen den Vertreter der Kreisklasse B2, den SV Michelbach, ging in die Verlängerung. In dieser kassierte der SVN noch 2 Gegentore wodurch der Aufstieg damit endgültig vom (grünen) Tisch war. Beim neuerlichen Versuch kann Neckarburken auf zwei Neuzugänge bauen, denen mit Lorenzo Mollo ein Abgang gegenübersteht.

Türkspor Mosbach II hingegen wählt einen ganz anderen Weg und versucht sein Glück in der Kreisklasse B2.

Die schon erwähnte Spielgemeinschaft Allfeld/Billigheim, welche im Endtableau auf Platz 4 stand sorgte jedoch nicht nur am letzten Spieltag für Aufsehen, sondern schon am allerersten. An diesem bezwang man den späteren Meister SpG Trienz/Limbach II auf eigenem Platz mit 2:1 und brachte dem späteren Titelträger die erste von lediglich 2 Saisonniederlagen bei. In der kommenden Runde sind bei der SpG Allfeld/Billigheim keine Veränderungen in Sicht und eine Bestätigung des 4. Platzes wäre als Erfolg anzusehen.

Für die SpG Elztal/Sulzbach kam das Rundenende zu früh. Mit einem zweiten Platz in der Rückrundentabelle belegt man die Spätform der Mannschaft, welche im April und Mai so richtig im Flow war und hätte die Saison noch in den Juni hineingereicht, wäre bestimmt noch mehr drin gewesen als der 6. Platz. Für die nächste Saison darf Coach Ömer Carikcioglu zwei Neuzugänge begrüßen, Tobias Baranyay wechselt hingegen zum FC Neckarzimmern.

Mit Platz 7 konnte der SV Schollbrunn das Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ locker erreichen. Zu mehr fehlte es einfach an der Qualität – doch betrachtet man die Ergebnisse gegen die Top5 der Tabelle, so zog sich der SVS (bis auf eine Ausnahme) jeweils achtbar aus der Affäre. Für die neue Runde muss man auf 3 Spieler verzichten, die es allesamt nach Hirschlanden zieht – ein ungewöhnlicher Wechsel in dieser Spielklasse, wenn man die Fahrstrecke und Fahrzeit betrachtet. Kompensieren sollen dies Robin Helm aus Strümpfelbrunn und Connor May aus Neckargerach; beides keine Unbekannten beim SV Schollbrunn.

„Alter schützt vor Toren nicht“. Diesem Motto verschreibt sich Sattelbachs mittlerweile 50jähriger Stürmer Hans-Jürgen Mössner, der in der abgelaufenen Runde immerhin noch 8 Treffer zum Erreichen von Platz 8 beisteuerte. Öfters traf bei den Schwarz-Weißen lediglich Patrick Drescher ins Schwarze. Da sich keine Neuzugänge aufdrängen wird „Hansi“ noch eine Saison dranhängen und den Jungen zeigen wo das Tor steht.

Der Sog des Erfolgs des FC Mosbach in der A-Klasse blieb bei der zweiten Mannschaft aus. Deshalb reichte es auch nur zu Platz 9. Ein Höhepunkt war mit Sicherheit das abwechslungsreiche 5:7 gegen Türkspor Mosbach, ein Ergebnis das man so eher beim Eishockey erwartet. Doch das absolute Highlight war der 16:3 Heimsieg über Strümpfelbrunn III – allein Snjezan Stjepanovic trug sich hierbei 4 mal in die Torschützenliste ein. Zur kommenden Runde folgt der FC den Kollegen von Türkspor Mosbach in die Kreisklasse B2.

Trainer Andreas Becker hatte sich bei seiner ersten Trainerstation sicherlich auch mehr erhofft als die durchschnittlich 1,12 Punkte pro Spiel für seinen TV Reisenbach. In der Endabrechnung bedeutete dies Platz 10. Für die neue Saison vermeldet der TVR bis Mitte Juli lediglich 2 Abgänge und keinen Neuzugang. Somit ist es Sache der verbleibenden Truppe die Vorgabe „einstelliger Tabellenplatz“ umzusetzen.

Nach dem 11. Platz aus dem Vorjahr wird beim TSV Strümpfelbrunn III alles neu ! Als erstes ändert sich der Name, denn nach der Neugründung im Frühjahr läuft man nun unter dem Namen FSV Waldbrunn III auf. Die Verantwortung teilen sich mit Patrick Jentner, Florian Wörtz und Torsten Stötzer gleich 3 Trainer, die allesamt selbst noch gegen das runde Leder treten wollen.

Die SpG Auerbach/Rittersbach und die SpG Robern/Fahrenbach folgten auf den Plätzen 12 und 13. Die SpG Auerbach/Rittersbach musste hierzu in den „flexiblen Spielbetrieb“ wechseln, wie übrigens auch der TSV Strümpfelbrunn III und die SpG Allfeld/Billigheim. Eine Situation, die immer wieder bei zweiten Mannschaften auftaucht.

Aus diesem Grund hat die Kreisklasse B1 eine Aufwertung erfahren, denn mit dem SV Zwingenberg und dem SV Hochhausen wechseln zwei Erste Mannschaften in diese Liga um das Ungleichgewicht etwas aufzuheben. Somit gehen in der Saison 2018/2019 mal wieder 4 Erste Mannschaften an den Start.

Für Zwingenbergs neuen Trainer Ferdinando Maio ist die neue Liga keine Unbekannte, trainierte er doch bis zum Sommer den TSV Strümpfelbrunn III. In Zwingenberg muss er einen Neuanfang bewerkstelligen, denn bei 6 Neuzugängen und 7 Abgängen bekommt die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht.

Auch beim zweiten Neuling, dem SV Hochhausen setzt man auf neues Personal auf dem Trainerposten. Die Gebrüder Hofmann treten die Nachfolge von Marco Wilhelm an, den es über die Landesgrenze ins Schwäbische zieht. Insgesamt verzeichnet der SVH 9 Abgänge – keine einfache Situation beim Neustart in einer neuen Liga.

Ebenfalls eine schwere Situation war die Tatsache für die SG Schefflenz II, dass man die Saison 2017/2018 als Tabellenletzter abschloss. Flapsige Sprüche wie „Hauptsache nicht abgestiegen“ fand niemand lustig. Mit Volkan Alkin beförderte man einen Mann aus den eigenen Reihen ins Traineramt und hofft unter ihm in der kommenden Runde einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.

Abgerundet wird das Bild der kommenden Kreisklasse B1 von der SG Waldmühlbach II. Wie diese Mannschaft aussieht ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht zu sagen, da sich nach dem Zusammenschluss des SV Waldmühlbach mit dem SV Katzental erst einmal eine Mannschaft für die A-Klasse herauskristallisieren muss.

Nach den Erfahrungen aus dieser Saison wünschen wir uns, dass in der kommenden Spielzeit möglichst alle Partien auf dem grünen Rasen und so wenige wie nötig am grünen Tisch entschieden werden.

Aufrufe: 17.8.2018, 01:55 Uhr
SMDAutor

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