
Der SV Issum hat am Sonntag mit dem 1:1 gegen den SV Sevelen in der Kreisliga A Kleve/Geldern einen wichtigen Punkt für die Moral errungen. 500 Zuschauer sahen ein Dorfduell, das es in sich hatte. Wäre das nur immer so. Aber wieso haben sich die Issumer seit Saisonbeginn größtenteils schwergetan? Trainer Thorsten Fronhoffs hat die Antwort und geizt nicht mit Kritik.
Nach sechs Spieltagen herrschte noch eine gewisse Zufriedenheit. Die Issumer hatten drei Siege und drei Niederlagen auf dem Konto. Mit neun Punkten lagen sie im Soll und auf Platz neun. „Bis dahin waren wir mit der Leistung und den Vorstellungen der Mannschaft auch wirklich zufrieden und lagen in der Tabelle dort, wo wir es uns erhofft hatten“, sagt Fronhoffs mit etwas Wehmut. Denn was danach kam, war überhaupt nicht nach dem Geschmack des Trainers.
Es folgten vier Niederlagen in Folge mit einer Tordifferenz von 6:14-Toren. Abgesehen vom 0:5 gegen den FC Aldekerk, der spielerisch eine Nummer zu groß für die Issumer war, gab es Niederlagen gegen die Teams, die der SVI in der Tabelle hinter sich lassen wollte. Gegen Alemannia Pfalzdorf II gab es im Heimspiel eine 2:3-Niederlage. Anschließend gaben die Issumer beim SV Nütterden eine 2:0-Führung aus der Hand und verloren mit 2:3.
Und auch bei Grün-Weiß Vernum holte das Team erst ein 0:2 auf, um dann doch noch mit 2:3 zu verlieren. „Das waren teilweise sehr enttäuschende Leistungen des Teams, das macht mich als Trainer schon sehr nachdenklich“, so Fronhoffs.
Im Derby am vergangenen Sonntag gegen den SV Sevelen zeigte die Mannschaft dann aber wieder ihr leidenschaftliches Gesicht. „Das war über die gesamte Spielzeit hinweg die Einstellung, die wir uns als Trainerteam von der Mannschaft eigentlich jedes Wochenende erhoffen“, sagt der Coach. Vielleicht habe das Team nach dem guten Saisonauftakt gedacht, dass fortan alles von selbst laufe, und dann in den Partien es einfach nicht mehr geschafft, einen Gang höher zu schalten, wenn es sein musste. „Wir hatten das Team davor gewarnt, anstehende Partien auf die leichte Schulter zu nehmen – doch leider scheinbar vergebens. Die Quittung haben wir bekommen. Und dass wir nun auf einem Abstiegsplatz stehen, kommt nicht von ungefähr und spiegelt die gezeigten Leistungen wider“, sagt Fronhoffs. „Vor der Partie gegen Sevelen brauchte ich niemanden zu motivieren, das ging von allein. Aber diese Motivation erwarte ich bei jedem Spiel. Sonst kann es in der Liga nicht funktionieren.“
Thorsten Fronhoffs hofft nun nach dem Punktgewinn, dass sich das Team endlich wieder auf seine Stärken konzentriert. „Wir haben die Qualität für die Kreisliga A, müssen aber auch ganz schnell weiter punkten. Ein Sieg bei der SGE Bedburg-Hau II am kommenden Sonntag ist Pflicht.“