2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
Der SV Issum brillierte über das gesamte Spiel hinweg.
Der SV Issum brillierte über das gesamte Spiel hinweg. – Foto: Susanne Schmidt

SV Issum sorgt für eine Galavorstellung im Brennesselpark

Der A-Ligist SV Issum sorgt mit einem 5:0 gegen den Lokalrivalen SV Sevelen für ausgelassene Stimmung. In einem weiteren Derby standen sich der B-Ligist SV Straelen und der Bezirksligist Sportfreunde Broekhuysen gegenüber.

Festtagsstimmung im Brennesselpark: Der A-Ligist SV Issum hat am Mittwochabend unzweifelhaft für einen der absoluten Höhepunkte des Vorbereitungsturniers um den Voba-Cup gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Fronhoffs fegte vor 200 begeisterten Zuschauern im Derby den Ligarivalen SV Sevelen mit 5:0 (2:0) vom Platz.

Fronhoff frohlockt

Mi., 16.07.2025, 20:00 Uhr

„Ich bin mit einem Lächeln auf dem Gesicht eingeschlafen. Das war die beste Leistung, die die Jungs unter meiner Regie gezeigt haben“, sagte der Coach am Morgen danach. Testspiel hin oder her – ein Kantersieg gegen den Nachbarn vom Koetherdyck findet in jedem Fall einen Platz in der Chronik der Rot-Weißen.

Der Gastgeber diktierte von Beginn an das Geschehen – und das keineswegs gegen eine Sevelener B-Elf. Beim Gegner fehlte Mittelfeldspieler Andreas Terhoeven – ansonsten bot SVS-Coach Fabian Maas das Beste auf, was sein Kader hergibt. Tim Worschischek (11.) eröffnete den Torreigen. Unmittelbar vor der Pause erhöhte Nils Kabasch auf 2:0. Nach dem Wechsel schraubten Mark Holsteg (48.), Martin Weiser (90.) sowie ein Eigentor von Nick Dellen (68.) das Ergebnis in ungeahnte Höhe. „Die Mannschaft hat jetzt gesehen, wozu sie in der Lage ist, wenn jeder einzelne sich an den Matchplan hält und eine konzentrierte Leistung abliefert. Darauf müssen wir aufbauen“, so Fronhoffs. Die erste Rote Karte des laufenden Wettbewerbs gab’s ganz nebenbei auch noch. Sevelens Yannick Nellen flog nach einem Frustfoul an Valon Rizvani vom Platz (89.).

Der SV Issum, der das Auftaktspiel gegen Bezirksliga-Aufsteiger Viktoria Goch II mit 0:2 verloren hatte, ist plötzlich wieder im Rennen um den Einzug ins Viertelfinale. Am kommenden Mittwoch gibt’s drei Punkte und ein 2:0 am grünen Tisch obendrauf, weil B-Ligist Arminia Kapellen nicht antritt. Sogar der Gruppensieg ist noch möglich, falls der SV Sevelen nach dem enttäuschenden Auftritt im Derby gegen die Gocher Reserve eine Trotzreaktion zeigen sollte.

Voicu verpasst das Traumtor

Wenige Kilometer entfernt stand an der Römerstraße ein weiteres Derby auf dem Programm. Vor ebenfalls gut 200 Zuschauern verlor B-Ligist SV Straelen gegen den Bezirksligisten Sportfreunde Broekhuysen mit 0:3 (0:1). Die beste Szene des Außenseiters hätte in der Anfangsphase um ein Haar zum Straelener Führungstreffer geführt. Schlitzohr Cristian Voicu hatte gesehen, dass Sportfreunde-Keeper Marek Schaffers zu weit vor seinem Kasten stand. Der Angreifer zog einfach mal von der Mittellinie aus ab – der Ball klatschte gegen den linken Pfosten.

Wenig später brachte Tobias Maaßen, den Coach Sebastian Clarke ins Sturmzentrum beordert hatte, die Gäste in Führung (14.). „Der SV Straelen hat in der Abwehr sehr kompakt gestanden. Damit hatten wir speziell in der ersten Halbzeit große Probleme“, so Clarke. Unmittelbar nach der Pause erhöhte erneut Maaßen auf 2:0, der eingewechselte Hendrik Hünnekens sorgte mit einem sehenswerten Distanzschuss, der genau im Winkel landete, für den3:0-Endstand (61.).

Auffälligster Akteur des Gastgebers war Bler Istrefi. Der Mittelfeldspieler, zuvor in der höchsten Spielklasse des Kosovo im Einsatz, gab seinen Einstand im gelben Straelener Trikot. „Der kann schon richtig gut kicken. Wobei seine Stärken wohl eher dann zum Tragen kommen, wenn die Straelener Mannschaft etwas offensiver eingestellt ist“, so Clarke.

Broekhuysen fast durch

Dem Pokalverteidiger aus Broekhuysen reicht am kommenden Mittwoch ein Unentschieden bei GW Vernum, um in Sachen Viertelfinale auf der sicheren Seite zu sein. Der A-Ligist aus Geldern hatte am Mittwoch mit 0:5 (0:2) beim Geheimfavoriten SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen (Kreisliga A Moers) das Nachsehen. Angreifer Florian „Traktor“ Witte, der seine Torjäger-Qualitäten auch schon bei Fichte Lintfort und Spvgg. Sterkrade-Nord in der Landesliga unter Beweis gestellt hat, brachte den Gastgeber nach 16 Minuten in Führung. Der inzwischen 38-jährige Dauerbrenner Andreas Resch erhöhte auf 2:0 (45.). Nach der Pause schraubten Robin Kuypers (49.), Shawn Rume, Neuzugang vom Landesligisten FC Lintfort (55.), und der Ex-Tönisberger Niklas Jahny (82.) das Ergebnis hoch.

In der Gruppe 4 sorgt Union Kervenheim dafür, dass die A-Ligisten Viktoria Winnekendonk und TSV Nieukerk, die sich am kommenden Dienstag um den Gruppensieg duellieren, wegen des glänzenden Torverhältnisses schon fest fürs Viertelfinale planen dürfen. Der C-Ligist war mit einem 0:11 gegen Nieukerk gestartet, am Mittwoch gab’s ein 0:14 (0:4) in Winnekendonk. Luis Helisch (4), Maxime Sakowski, Maximilian Angenlahr, Oliver Berns, Lion Janssen (alle jeweils 2) sowie Samuel Bröcheler und Manfred Stammen trafen für die Viktoria. Im Parallelspiel hielt sich der TSV Nieukerk nach Toren von Felix Brusius (12. und 48.), Andrei Dinita (37.) und Niklas Harnischmacher (84.) sowie einem Eigentor von Hicham Mekrani (17.) mit 5:1 (3:0) gegen den B-Ligisten SV Herongen schadlos.

In der Gruppe 5 schlug A-Ligist FC Aldekerk den B-Ligisten TSV Weeze II mit 5:2 (4:2). Fabian Münz erzielte einen Hattrick (22., 40., 45.), außerdem trafen Matthias Diepers (7.) und Nick Hertelt (60.) für den Gastgeber. Damit reicht A-Liga-Aufsteiger SV Veert am kommenden Donnerstag im „Endspiel“ um den Gruppensieg gegen Aldekerk bereits ein Unentschieden.

In einem Duell zweier B-Ligisten hat Rot-Weiß Geldern mit einem 3:2 (2:2) bei der SG Kessel/Ho-Ha den Sieg in Gruppe 6 perfekt gemacht. Marvin Jeuken (13.), Sores Saka (19.) und Georgian Chivu (56.) trafen für die Gäste, Mathis Scherders (10.) und Noah Peters (45.) für die Heimmannschaft.

Aufrufe: 019.7.2025, 08:00 Uhr
Volker HimmelbergAutor