Schaper schießt Steyerberg zum Überraschungssieg

Der TuS Steyerberg hat am Nachmittag das Unmögliche möglich gemacht und den seit September ungeschlagenen Spitzenreiter Inter Komata im eigenen Stadion bezwungen. Dafür reichte ein einziges Tor und voller Einsatz des gesamten Teams in der Verteidigung des Vorsprungs.

Schaper 'Mann des Tages'

Schon in den ersten Minuten taten sich die Mannen von Metin Boran ziemlich schwer, in das Spiel zu finden. Mit vielen Verletzten und Angeschlagenen musste ein wenig herumexperimentiert werden und so konnte man nicht das gewohnte überfallartige Sturmspiel zeigen, mit den man sonst loslegt. Der TuS fand besser in die Partie und zeigte seinerseits, dass sie mit wenigen Ballkontakten gefährlich vors Gehäuse kommen können. Und dort ließ sich Alexander Schaper nicht zweimal bitten - von links vollstreckte er im Strafraum gekonnt zur Gästeführung (8'). Normalerweise kein Grund, sich irgendwelche Sorgen zu machen, denn oftmals drehte man Rückstände mit der nötigen Moral noch um. Diesmal allerdings blieb Komata ideenlos, Tero konnte kaum in Szene gesetzt werden und auch den Vorlagengebern um Sufjan Haso und Aljashaam fiel nichts ein - so kam höchstens der Gast noch einmal gefährlich vors Tor und man konnte es sogar wenig später der Abseitsstellung von Heidt verdanken, dass Steyerberg nicht umgehend erhöhte (13'). Die wenigen Aktionen, die der Spitzenreiter gut ausspielte, parierte auf der anderen Seite der starke TuS-Schlussmann Römbke, der immer wieder irgendwie noch an den Ball gekommen ist. Somit nahm die Elf von Aslan Akan die knappe Führung erstmal mit in die Halbzeit.

In Durchgang zwei zeigte der Tabellenführer dann endlich auch mal, dass man ihn noch lange nicht abschreiben sollte, und suchte verstärkt den Zug zum Gästetor. Den fanden die Nienburger auch, doch trotz einer klaren optischen Überlegenheit kamen sie kaum gefährlich vor das Tor von Römbke. Der TuS hingegen beschränkte sich zunehmend auf Konter und gab der Abwehr um Beshu und Müller sowie Torwart Kramer alle Hände voll zu tun. Die besten Chancen hatten dabei erneut Schaper (60') und Tero per Freistoß (69'). Dann allerdings schwächte sich die Mußriedeelf vermeintlich selbst, nachdem Houra nach einem üblen Revanchefoul zurecht mit glattrot vom Platz flog (79'), doch im Endeffekt setzte gerade das nur noch mehr neue Kräfte beim SVI frei. Damit hieß es noch einmal zittern für den TuS, doch mit vereinten Kräften und einer weiteren Großtat von Römbke ließ sich der Gast keinen Punkt mehr nehmen und ging damit als erst dritte Mannschaft in dieser Saison gegen den SVI als Sieger vom Platz.

Tja, was soll man sagen? Irgendwann musste es schließlich passieren, doch hat der SVI noch immer alle Fäden in der eigenen Hand, sodass das Ziel im Grunde nicht weiter in die Ferne gerückt ist. Im Gegenteil, selten haben sich die Nienburger so den A**** aufgerissen wie in den letzten Minuten in Unterzahl - das weckt neue Hoffnung für die nächsten Aufgaben um das Kreispokalspiel gegen Loccum. Steyerberg hingegen kann erstmal verschnaufen und hat sich damit selbst im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Mit 13 von 15 Punkten aus den letzten Spielen könnte da mit Blick auf Platz 2 durchaus noch etwas gehen...

Aufrufe: 023.4.2019, 09:15 Uhr
InterNienburgAutor

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