
ODENWALDKREIS. Das Duell um den Aufstiegsrelegationsplatz in der Kreisliga A steuert auf einen neuen Höhepunkt zu: Noch führt der SV Hummetroth II mit vier Punkten vor dem VfL Michelstadt. Am Sonntag muss der SVH II (Anstoß 13 Uhr) gegen die KSG Vielbrunn antreten. Das Hinrundenspiel hatte Vielbrunn mit 3:2 für sich entschieden.
Die Vorzeichen haben sich deutlich umgekehrt: Von den zehn Spielen nach der Winterpause entschied die Hummetröther Reserve neun für sich. Und das, obwohl die Mannschaft mit dem Achillessehnenabriss von Torgarant Christopher Nguyen den wichtigsten Angreifer verlor. Ihm geht es nach der erfolgreichen Operation den Umständen entsprechend gut: „Er darf schon wieder auf den Fußspitzen auftreten“, gibt sein Spielertrainer Odysseas Floros einen kurzen Einblick in den Heilungsverlauf beim ehemaligen Oberliga-Kicker.
Sorgen bereitet auch Torwart Siegfried Altmeier. In der Not steht seit kurzer Zeit Feldspieler Luca Trizzino im Kasten. „Er hat das zuletzt richtig gut gemacht“, lobt Floros. Am Sonntag soll aber mit Marcel Jazwinski wieder ein gelernter Schlussmann zwischen den Pfosten stehen. Trotz aller Verletzungsfälle hat sich die Floros-Mannschaft nach wenig beständiger Hinrunde stabilisiert. Darunter auch der verletzungsanfällige Morten Gräf, der bereits 25 Tore für den Aufsteiger erzielte. Er schoss viele wichtige Tore und ist mit seiner Klasse maßgeblich am derzeitigen Höhenflug beteiligt.
Die letzten Auftritte sprechen für sich: „Wir gewannen nicht nur 4:1 beim TSV Sensbachtal, sondern hatten auch den Gegner stets unter unserer Kontrolle. Wir haben dort den Kampf bedingungslos angenommen und fanden darüber stark ins Spiel“, berichtet der Spielertrainer. Kniffliger war die Vorstellung des SVH beim KSV Reichelsheim: „Meine Mannschaft kam nach Ballverlust immer wieder schnell in die Balleroberung und erlangte so nach und nach die Spielkontrolle. Wir hätten es eigentlich deutlicher gestalten müssen, wenn ich da an unsere vielen vergebenen Chancen denke. Und das alles, obwohl wir nur mit elf Mann angereist waren.“
Der SVH II ist also für die Revanche gegen die KSG Vielbrunn gerüstet: „Stabiler sind wir auch, weil wir unsere Start-Elf wenig umbauen mussten. Das spielte uns natürlich in die Karten“, meint Floros weiter, der auch gegen eine nicht zu unterschätzende KSG Vielbrunn den vielleicht entscheidenden Schritt in Richtung Vizemeisterschaft machen will. Der zweite Platz würde die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Kreisoberliga bedeuten.
Verfolger VfL Michelstadt muss weiter auf einen Ausrutscher der Hummetröther hoffen. Nur wenn der VfL beim KSV Reichelsheim siegt und der SVH II gegen Vielbrunn patzt und nächste Woche in Rothenberg nicht gewinnt, kommt es am letzten Spieltag zum großen Showdown zwischen Hummetroth II und Michelstadt im Höchster Stadtteil.
Der FV Mümling-Grumbach gewann letzten Sonntag das Höchster Ortsderby beim TSV Höchst II und ist auch bei der SG Nieder-Kainsbach nicht chancenlos. Diszipliniert und zweikampfstark muss auch der FC Finkenbachtal gegen den Sturm und Drang der FSV Erbach antreten. Ein Spiel auf Augenhöhe ist am Buckelweg zu erwarten, wenn der TSV Sensbachtal den TSV Seckmauern II erwartet. Schließlich kommt es zum Kellerduell zwischen dem SV Gammelsbach und dem TSV Höchst II (15 Uhr). Türk Breuberg empfängt die SG Sandbach.