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Relegation

SV Horchheim schon unter Druck

Nach der Auftaktniederlage im ersten Aufstiegsspiel braucht es am Sonntag in Fußgönheim einen Sieg

von Claus Rosenberg · 06.06.2025, 17:30 Uhr · 0 Leser
Der SV Horchheim, hier mit Pascal Sadurski, hatte gegen den ASV Fußgönheim (rechts Ronny Krause) so gut wie keine starke Szene im Strafraum der Gäste.	Foto: Christine Dirigo / pakalski-press
Der SV Horchheim, hier mit Pascal Sadurski, hatte gegen den ASV Fußgönheim (rechts Ronny Krause) so gut wie keine starke Szene im Strafraum der Gäste. Foto: Christine Dirigo / pakalski-press

Worms-Horchheim. Der SV Horchheim und Entscheidungsspiele, das scheint wie Feuer und Wasser. Diese These zu widerlegen, hat die Elf von Sascha Löcher in dieser Runde noch zwei Chancen. Die muss sie denn auch nutzen, wenn sie den Sprung in die Landesliga schaffen will.

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Wenige Mannschaften in Rheinhessen dürften so viele Erfahrungen in Sachen Auf- oder Entscheidungsspielen haben wie der SV Horchheim. In der Spielzeit 2022/23 scheiterten die Wormser auf dem Weg in die Landesliga am TuS Knittelsheim. Vergangene Saison mussten sie sich im Entscheidungsspiel um die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga Rheinhessen dem FSV Nieder-Olm beugen. Und diesmal quittierten sie im ersten Aufstiegsspiel gegen den ASV Fußgönheim daheim eine verdiente 1:2-Niederlage.

Trainer Sascha Löcher: „Noch sind wir nicht tot“

Damit brauchen sie noch zwei Siege, um endlich in die siebthöchste deutsche Spielklasse aufzusteigen. Ob ihnen das gelingt? Sascha Löcher verbreitet Zuversicht: „Noch sind wir nicht tot“, sagt der Trainer. Und ergänzt: „Wir haben unsere Lektion gelernt.“

Die Lektion heißt „Laufen“. Das, so die Erfahrung in der zweiten Hälfte, bringt den abgezockt wirkenden ASV Fußgönheim in Schwierigkeiten: „Wir sind fitter, das müssen wir ausspielen“, so der Coach. Sieben Spieler hat er gezählt, die nach diesem Hinspiel beim Gegner angeschlagen sein dürften. Ob alle im Rückspiel am Sonntag auflaufen, erscheint fraglich. Und wenn der eine oder andere ausfällt, erhöht das die Chance auf einen Sieg des SV Horchheim. Eben diesen braucht es, um ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz zu erzwingen.

Die Hinspiel-Niederlage wäre vermeidbar gewesen. Dann, wenn der SV Horchheim die erste Hälfte nicht hergeschenkt hätte. Da quittierten die Gastgeber vor 750 Zuschauern auch das 0:1 nach einem Abwehrschnitzer. Der ehemalige Ludwigshafener Armine Nils Wannemacher freute sich. Das Halbzeitresultat war die logische Konsequenz für den uninspirierten Kick der ersten 45 Minuten.

In der Pause appellierte Löcher an die Moral seines Teams. Verlieren sei nicht verboten, wenn man zumindest engagiert gefightet hat, propagierte der Coach. Mit Erfolg. Der SV Horchheim erhöhte den Einsatz – das Tor aber fiel auf der anderen Seite. Manuel Schieß (65.) drückte den Ball nach einer Flanke über die Linie. Wieder so ein Tor, das mit einer konsequenteren Abwehrarbeit hätte vermieden werden können.

Schneller Anschlusstreffer

Aber immerhin glückte dem SV Horchheim quasi im Gegenzug der Anschlusstreffer. Finn Cleres holte mit einer geschickten Aktion gegen die abwehrstarken Fußgönheimer einen Elfmeter raus, den Oguzhan Levent mit einem satten Schuss zum 1:2 verwertete. An Dramatik gewann die Partie endlich, als der ASV zehn Minuten vor Schluss wegen einer Zehn-Minuten-Strafe in Unterzahl geriet.

Echte Torchancen aber blieben aus, auf beiden Seiten. Doch das, so SV Horchheim-Kapitän Lars Freese, war nicht das Problem. Das war vielmehr die schwache erste Hälfte, „in der wir alles vermissen ließen, was wir können.“, so der Stürmer. Nach seinem Eindruck nach hundert Minuten, in denen der SVH wegen einer weiteren Zeitstrafe für die Gäste insgesamt sogar 13 Minuten in Überzahl spielte, war der ASV in der Schlussphase „kaputt“. Das gilt es am Sonntag, 15 Uhr, auszunutzen.

SV Horchheim: Schäfer, Seibert, Sombetzki, Levent (86. Karsch), Cleres, Vardaxis (59. Renner), Gagliardi, Mink (46. Lenhardt), Freese, Link, Voll (69. Putzer).