Der SV Hohenwarth (hier in Blau-Rot gegen Chammünster) hat weiter den Aufstieg im Visier.
Der SV Hohenwarth (hier in Blau-Rot gegen Chammünster) hat weiter den Aufstieg im Visier. – Foto: Simon Tschannerl

SV Hohenwarth setzt auf Attacke

Die Winterpausen-Bilanz des A-Klassisten fällt positiv aus. Nach einem kurzen Durchhänger stehen die Zeichen auf Aufstieg.

Mit viel Optimismus und hohen Ambitionen gingen die Fußballer des SV Hohenwarth in die neue Saison 2021/22. Coach Alberto Infantino konnte sich über die Neuzugänge Jonas Inhofer, Anton Krauß und Denys Klier freuen. Auch Nicolas Wendl, Marco Infantino und Alexander Vogl starteten in ihre erste ganze Saison beim SVH. Nach dem Abstieg aus der Kreisklasse 2019 haben sich die Hohenwarther dank genannter Neuzugänge deutlich verjüngt. Auch die Zugänge von Stefan und Alexander Gabriel haben das Team verjüngt und gestärkt.

Im Juni startete man im Hohenwarther Lager mit viel Euphorie in die Vorbereitung zur neuen A-Klassen-Saison. Die Vorbereitung war fast perfekt und brachte dem Team viel Selbstvertrauen. Mit Siegen gegen die Kreisklassisten Chamerau, Blaibach und Arrach sowie gegen den A-Klassen-Konkurrenten aus Sattelpeilnstein spielte sich die junge Truppe in die Rolle des Geheimfavoriten der A-Klasse Ost.

Ab Mitte Juli begann die Saison dann endlich. Mit einem 5:1-Heimsieg gegen Rimbach setzte die Infantino-Truppe gleich einmal das erste Ausrufezeichen. Weitere Siege gegen Ottenzell, Miltach II und Chammünster folgten. Das Team spielte sich in einen Rausch und feierte inklusive der Vorbereitung 11 Siege in Folge. Auch den Zuschauern im Bäckerzipfelstadion wurde wieder was geboten. Die talentierte Hohenwarther Mannschaft um Kapitän Florian Brandl spielt attraktiven Fußball. Coach Alberto Infantino hat die „Hoch-und-Weit-Mentalität“ aus der A-Klasse verbannt und zeigt mit den Rotblauen, dass auch in der A-Klasse ansehnlicher Fußball gespielt werden kann. Den Höhepunkt setzte man mit der besten Saisonleistung zu Hause gegen den SV Rittsteig. Mit 6:0 fegte man die Grenzdörfler vom Platz. Im Gleichschritt war man mit dem SV Gleißenberg einsam an der Tabellenspitze unterwegs.

Siegesserie gerissen

Nach jeder Sieges-Serie kommen aber auch einmal schwierigere Zeiten. Auch beim SVH ließ sich das nicht verhindern. Eine überraschend deutliche, aber auch verdiente 1:4-Niederlage gegen den SV Atzenzell-Sattelbogen nach sieben siegreichen Punktspielen leitete diese Phase ein. Im Anschluss stand das Spitzenspiel gegen den SV Gleißenberg an, der bis dahin ohne Niederlage war. In einem hochklassigen Spiel mussten sich die Hohenwarther unglücklich mit 1:2 geschlagen geben. Klier vergab dabei in der 90. einen Foulelfmeter für Hohenwarth. Ein Unentschieden wäre durchaus das verdientere Ergebnis gewesen. Die Niederlage bedeutete die zweite Niederlage in Folge für den SVH.

Die Situation wurde schwieriger im Lager der Rotblauen. Von nun an galt es erst einmal den SV Wilting von Platz zwei fernzuhalten und diesen zu verteidigen. Gegen die SG Chambtal II erledigten die Jungs ihre Pflichtaufgabe und konnten das Spiel mit 3:0 gewinnen. Im Anschluss wartet der nächste wichtige Härtetest. Der direkte Konkurrent um Platz zwei, der SV Wilting, reiste an den Hohenwarther Bäckerzipfel. Auch hier bewies das Team Moral und verzeichnete in einem guten Spiel einen 3:2-Sieg. Die Wiltinger konnte man damit erst einmal wieder distanzieren. Es folgte ein unnötiges Untentschieden in Sattelpeilnstein und eine schwierigere Situation für die Hohenwarther. COVID-19 schlug bei den Rotblauen zu. So hatte man ständig Personal-Not. Auch die Trainingsbeteiligung litt aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen deutlich. Die Spiele gegen Ottenzell und Rimbach wurden daher umgehend ins neue Jahr verlegt.

Harte Brocken zum Schluss

Allerdings standen im Jahr 2021 dann noch zwei harte Brocken an. Nach einem frühem 0:2-Rückstand gegen den FC Miltach II zeigten Mühlbauer & Co. unbändigen Willen und drehten das Spiel noch zu einem 3:2-Sieg. Den Siegtreffer markierte Christian Mühlbauer in der 90. Minute per Kopf. Das Spiel gegen Chammünster wurde aufgrund eines erneuten Corona-Ausbruches um zwei Wochen nach hintern verschoben.

In diesem Zeitraum schaffte es Chammünster dann tatsächlich die bislang ungeschlagenen Gleißenberger mit 5:3 zu bezwingen. Es war der siebte Sieg in Folge für Chammünster. Und genau gegen dieses Chammünster hatte es die Infantino-Truppe zum Jahresende zu tun. Es war ein enges und spannendes Spiel erwartet worden. Mit hoher Lauf- und Kampfbereitschaft, sowie herausragender spielerischer Leistung lies der SVH aber auch in Chammünster keinen Zweifel aufkommen, wer die bessere Mannschaft ist. Mit 3:0 wurde die Mannschaft aus Chammünster besiegt. Torjäger Lukas Bezdek (4 Treffer gegen Gleißenberg) war die kompletten 90 Minuten nicht auffällig. Der Sieg war auch in der Höhe verdient und hätte mit etwas mehr Geradlinigkeit höher ausfallen können.

Dank dieses Sieges hat der SV die Möglichkeit, im neuen Jahr wieder auf einen Punkt an den Tabellenführer aus Gleißenberg ranzukommen. Wichtig wird es sein, den Start in die Rückrunde fokussiert anzugehen und sich keine Patzer zu erlauben. Der SVH hat für das große Ziel Kreisklassen-Aufstieg alle Trümpfe im Ärmel. Die junge Truppe von Alberto Infantino ist auf jeder Position stark besetzt. Zu den jungen Wilden kommen erfahrene Spieler wie Michael Pritzl, Tobias Dengscherz, Christian Mühlbauer und Kapitän Florian Brandl, die das junge Team führen. Mit Anton Krupitschka und Max Huber verfügt der Hohenwarther Kader zudem über zwei herausragende Torhüter. Auch die Routiniers Patrick Sperl und Michael Schamberger stehen Coach Infantino zusätzlich auf Abruf parat und helfen dem Team extrem.

Wieder gefestigt

Für Coach Infantino und Vorstand Köberl ist die Marschrichtung klar. Die Mannschaft gehört sich aufgrund ihrer Fähigkeiten in die Kreisklasse und in diese will man in Hohenwarth mit aller Macht. Vor allem will man beweisen, dass keine tschechischen Legionäre nötig sind, um in der A-Klasse oben mitzuspielen. Ob das sportliche Führungsduo Infantino/Köberl noch Wintertransfers aus der Kiste zaubert werden die nächsten Wochen zeigen. Auch ohne Neuzugänge ist für den SV Hohenwarth alles drin.

Die hochveranlagte Truppe scheint nach zwischenzeitlichem Formtief gefestigt und bis in die letzte Haarspitze motiviert. Zudem hat das Team wegen ihres jungen Alters noch enormes Potenzial. In Hohenwarth ist man stolz auf das Team. Die Zuschauer sind begeistert, auch die Konkurrenten haben Respekt. Die Karten für das Jahr 2022 sind gemischt und die des SV Hohenwarth lassen durchaus aufhorchen.

Aufrufe: 013.1.2022, 08:00 Uhr
Redaktion ChamAutor

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