F: Söylemez
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Höntrop will Spannungsabfall verhindern

Die Vorschau auf den 24. Spieltag in der Kreisliga A1 Bochum: Der Aufstieg ist noch nicht durch +++ FC Altenbochum II nimmt jeden Gegner ernst +++ Topspiel bei Arminia Bochum

Vorbericht im XXL-Format mit vielen Stimmen: Der FC Altenbochum II will in der A1 jeden Gegner mit gleicher Intensität bespielen, während beim SV Höntrop vor Spannungsabfall gewarnt wird. Vorwärts Kornharpen sowie BV Hiltrop stehen in der Bringschuld und Germania Bochum-West schickt einen neuen Offensiven in die Schlacht. Arminia Bochum gibt die Favoritenrolle im Topspiel an Union Bergen ab.

FC Altenbochum 1920/28 e.V. II - VfB Günnigfeld II (So 13:00)
Hinter dem FC Altenbochum II liegen starke Wochen. Der Aufsteiger weiß auch 2018 zu gefallen und hat nun viermal in Folge gewonnen. Dabei war vor allem das Comeback beim BV Hiltrop beeindruckend. Nach einem 0:3-Rückstand kamen die Schützlinge von Markus Scherer und Philipp Scholz zurück und siegten noch mit 4:3. Von einem solchen Auftrieb ist der VfB Günnigfeld II zurzeit weit entfernt. Anfang Dezember holte der 13. ein überraschendes 4:2 in Bergen, doch seitdem wartet die Auswahl von Volker Bärwald auf einen Erfolg. Nach dem 0:7 gegen Germania Bochum-West braucht es jetzt eine Reaktion.

Philipp Scholz, Co-Trainer des FC Altenbochum II, verspricht, dass sein Team alleine wegen der Chancengleichheit alles geben wird: „Uns erwarten diesen Monat noch intensive Spiele. Angefangen mit Günnigfeld, stehen unsere kommenden Gegner allesamt mit dem Rücken zur Wand. Dennoch wollen wir auch gegen Günnigfeld unseren Lauf fortsetzen und die drei Punkte am Pappelbusch behalten. Allein aus Fairnessgründen werden wir jeden dieser Gegner ernst nehmen und immer versuchen, Zählbares mitzunehmen. Die Mannschaft trainiert seit Wochen stark. Aber trotz der vielen lobenden Worte von allen Seiten, ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Wir haben immer noch unkonzentrierte Phasen in unserem Spiel. Da erwarten wir gerade von Führungsspielern noch mehr Präsenz und Organisation. Wir haben enormes Potenzial uns weiterzuentwickeln und daran arbeiten wir. Im Einsatz einen Gang rauszunehmen, können und werden wir uns bis zum Saisonende nicht leisten.“


Schwarz-Weiß Wattenscheid 08 II - SV Höntrop (So 13:00)
Wird das Testspiel gegen den SC Weitmar 45 II berücksichtigt (1:2), hat der SV Höntrop nur eines der vergangenen drei Duelle gewonnen. Eine starke Hälfte reichte gegen Türkiyemspor Bochum, aus einer Nullnummer einen ungefährdeten 4:0-Triumph zu machen. Zufrieden ist man beim Spitzenreiter allerdings nicht. Die Truppe hat sich von dem Gerede, dass der Aufstieg bereits sicher sei, einlullen lassen. Das schilderte der derzeit vakante Verteidiger Dennis Hutmacher, weshalb der SVH eine sportliche Reaktion von A bis Z zeigen möchte. Das sind keine guten Aussichten für Schwarz-Weiß Wattenscheid 08 II. Die Reserve tritt bewusst auf Asche gegen den haushohen Favoriten an und hofft so, überraschen zu können.


Wattenscheids Spielführer Mirco Komosha hofft auf einen Coup: „Höntrop ist ein starker Gegner. Auf unserer Asche ist alles machbar. Wir sehen gegen Mannschaft von oben immer ganz gut aus. Das haben wir gegen DJK Wattenscheid und Adler Riemke in der letzten Saison gezeigt. Ich erwarte schon, dass wir irgendwie einen Punkt mitnehmen.“


Dennis Hutmacher ist trotz seiner örtlichen Vakanz nah dran an seiner Mannschaft, dem SV Höntrop. Er warnt vor den anstehenden Gegnern und spricht seinen Mitspielern ins Gewissen: „Es wird überall gesagt, dass wir schon aufgestiegen sind und sowas setzt sich irgendwann auch bei uns in den Kopf und dann kann es ganz schnell so sein, dass man nicht mehr mit 100 Prozent in die letzten Spiele geht. Dies hat man zum Beispiel beim Spiel gegen Phönix gemerkt. Jeder meinte, dass wir überhaupt nicht auf dem Platz waren und jeder dachte, es läuft von alleine. Wir sind dennoch in der komfortablen Situation, sieben Punkte Vorsprung zu haben bei einem Spiel weniger als Union Bergen. Die erste Halbzeit gegen Türkiyemspor war auch wieder nichts, aber es hat mich doch erleichtert zu sehen, dass wir zuhause diese Saison einfach eine Macht sind und in der zweiten Halbzeit immer das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden können. Bei noch neun Spielen müssen wir noch sechs Spiele gewinnen, da ich nicht davon ausgehe, dass Union noch Punkte liegen. Unser Ziel sollte es sein, diese sechs Siege so schnell wie möglich einzufahren und keine Spannung mehr aufkommen zu lassen. Allerdings haben wir noch schwere Spiele wie gegen Arminia und Altenbochum II, dazu noch ein schweres Auswärtsspiel gegen Markania auf der gefürchteten roten Asche. Und das Spiel am Sonntag gegen Wattenscheid 08 darf man auf keinen Fall unterschätzen. Es ist ein Derby, es ist ein ungewohnter Untergrund. Da zählt es den nächsten Schritt Richtung Bezirksliga zu machen, denn diese Saison ist noch lange nicht vorbei und jede Mannschaft will den Primus ärgern und dann wird Bergen da sein. Von daher gilt es die Spannung und Konzentration hochzuhalten, damit der Verein wieder in den überkreislichen Fußball zurückkehrt.“

Vorwärts Kornharpen - BV Hiltrop (So 15:00)
Wer hinter den eigenen Erwartungen hinterherrennt, ist Vorwärts Kornharpen. Im neuen Kalenderjahr sollte alles besser werden, doch stattdessen wartet der Absteiger nach wie vor auf einen Dreier. Die Auswahl von Jan Schröter ist mittlerweile das Schlusslicht der A1, doch aufgegeben hat sich noch niemand. Ganz im Gegenteil: Gegen den BV Hiltrop soll der sprichwörtliche Bock umgestoßen werden. Die Gäste sind nach ihrem Altenbochum-Fiasko jedoch in der Bringschuld. Das 3:4 wurde im Training aufgearbeitet und es wurde viel gesprochen, doch wie unangenehm Kornharpen sein kann, musste Hiltrop selbst schon erfahren (0:0).


Jan Schröter hofft auf den Befreiungsschlag von Vorwärts Kornharpen: „Jeder ist enttäuscht, dass wir trotz des hohen Aufwands in den letzten Wochen mit leeren Händen dastehen! Aufgeben wird keiner in meiner Truppe, es ist ein Team voller Kämpfer. Wir werden von Minute eins an wieder alles geben und wütend, aggressiv und energisch spielen. Jeder weiß, worum es geht! Die Zeit, dass wir uns belohnen, ist mehr als reif. Ich glaube weiterhin an uns und den Klassenerhalt!“

Hiltrop-Kapitän Dennis Husemann, der sich massiv über die Anstoßzeit des Revierderbys ärgert, will mit seiner Mannschaft eine Reaktion zeigen: „Wir haben mit dem Trainerteam viel über die letzte Woche gegen Altenbochum gesprochen. Ich hoffe, dass die Jungs dieses Spiel jetzt aus dem Kopf haben, denn mit Kornharpen wartet ein weiterer schwieriger Gegner auf uns. Klar, von der Tabelle gesehen sind wir eventuell der Favorit, aber das hat nichts zu bedeuten. Schon im Hinspiel haben sie es uns sehr schwer gemacht. Sie standen hinten sehr tief und haben sehr wenig zu gelassen und dann mit schnellen Spielern gute Konter gesetzt, die gefährlich waren. Das darf uns so am Sonntag nicht passieren. Wir müssen einfach frischer und konzentrierter als im Hinspiel sein. Eins ist aber definitiv klar: Wir fahren nach Kornharpen, um drei Punkte mitzunehmen.“


Polizei Bochum - DJK Markania Bochum (So 15:00)
Polizei Bochum und DJK Markania Bochum stehen mittlerweile im gesicherten Mittelfeld der Klasse. Absolut dingfest ist der Klassenerhalt zwar nicht, aber es müsste sich schon ein heftiger Erdrutsch ereignen, dass beide Vereine nochmal in akute Gefahr geraten. Ein Erfolg im Duell auf Augenhöhe wäre dennoch eine wichtige Ausbeute. Zumal die Polizisten die Aussicht haben, im Heimspiel an der DJK, die noch drei Nachholspiele vor der Brust hat, vorbeizuziehen.

Chef-Markane Christian Hohaus rechnet mit einem offenen Ergebnis: „Ich denke, unter normalen Umständen wird es ein ausgeglichenes Spiel, da es bei beiden nur noch um einen relativ guten Abschluss zum Saisonende hinausläuft.“



SV Germania Bochum West - SV Altenbochum 01 (So 15:00)
Auf das 1:0 gegen Bochum-Vöde folgte aus Sicht des SV Altenbochum 01 keine Belohnung am Sonntag, als Eintracht Grumme gastierte (1:2). Das Kellerkind präsentierte sich zwar gut, aber musste erneut die Asche mit leeren Händen verlassen. Deshalb soll es beim formstarken SV Germania Bochum-West mindestens ein Zähler sein. Die Tessmann-Elf bekommt mit Rückkehrer Mario Neumann einen weiteren Offensivakteur dazu, der den zuletzt gut aufgelegten Sturm um Fünf-Tore-Mann Yassine Khmiri noch unberechenbarer machen wird. Es ist das Duell zweier hochkarätiger Angriffsreihen.

Mit einem Neuzugang hofft Holger Tessmann, auch gegen Altenbochum 01 gewinnen zu können:„Wir möchten natürlich am Sonntag gegen Altenbochum 01 gewinnen, sind uns aber bewusst, das Altenbochum mit aller Macht versuchen wird, nicht zu verlieren. Rechtzeitig zum sonntäglichen Spiel ist Rückkehrer Mario Neumann (Wattenscheid 09 II) fit und wird unser Angriffsspiel beleben. Auch Ahmet Yegin und Faruk Karaarslan (ehemalige 01er) sind gut drauf und freuen sich auf das Spiel.“



SV Eintracht Grumme - SV Phönix Bochum II (So 15:00)
Enrico El Hassani hat für Neuling Phönix Bochum II die Wochen der entscheiden ausgerufen, denn "für uns ist jedes Spiel ein Endspiel". Nach dem Trainerwechsel folgt nun eine Feuertaufe. Anders kann ein Vergleich mit Eintracht Grumme gegenwärtig nicht bezeichnet werden, denn der SVE hat seit dem Jahreswechsel alle fünf Duelle gewonnen und sich zurecht in der Top fünf eingenistet. Im Hinspiel war Phönix II alles andere als auf Augenhöhe unterwegs (0:5). Das muss sich an der Feenstraße ändern, ansonsten wird es erneut bitter.


Michael van Ophoven, Coach des SVE, schildert: "Phönix ist in der Rückrunde im Aufwind und stärker als es die Tabelle aussagt. Wir sind nach zwei Auswärtsspielen heiß auf unser nächstes Heimspiel. Nach längerer Pause kehrt Dennis Kuschkowitz zurück ins Tor. Außerdem ist Marco Pöpperling nach Verletzungspause wieder dabei."


Enrico El Hassani fehlt Phönix Bochum II vorerst mit einem Bänder- und Kapselriss. Er glaubt an seine Kameraden: "Ich denke, dass für uns jedes Spiel ein Endspiel ist und wir natürlich probieren möchten, drei Punkte mit nach Phönix zu nehmen. Wir müssen wieder den Kampf annehmen und so spielen wie gegen Höntrop.“



DJK Arminia Bochum - SC Union Bergen (So 15:00)
Markus Deutsch fasst die Ausgangslage vor dem Topspiel zwischen Arminia Bochum und dem SC Union Bergen gut zusammen: "Es geht zwar „nur“ noch um die goldene Ananas, aber wir haben Bock drauf.“ Zwar wird beim SV Höntrop nachdrücklich vor dem Zweiten gewarnt, doch erstmal müssen die Auswärtsfahrer bei der DJK bestehen. Die Arminen sind personell angeschlagen und geben deshalb die Favoritenrolle an die Bergen ab. An der Qualität der Partie soll dies jedoch nichts ändern. Beide Seiten sind sich nach der Nullnummer im ersten Vergleich einig: Das war Werbung für den Amateurfußball und soll am Sonntag wiederholt werden.

Die Ausgangslage ist für Arminia Bochum keine einfache, wie Kapitän Maurice Balsmeier, der selbst fehlen wird, schildert: „Gegen Union Bergen gehen wir personell gebeutelt in die Partie. Durch Urlaube und Verletzungen sind wir auf Hilfe der zweiten und dritten Mannschaft angewiesen. Ich sehe uns deshalb eher in der Außenseiterrolle. Mit der Leistung der letzten Wochen können wir nicht zufrieden sein. Es gilt insbesondere gegen die gute Offensive von Union Bergen defensiv kompakter zu stehen und offensiv zwingender, konsequenter vorm Tor zu sein. Das 0:0 im Hinspiel war ein starkes Spiel von beiden Mannschaften auf sehr hohem Kreisliga-Niveau. Vielleicht liegt es uns in den nächsten beiden Spielen, nicht als Favorit auftreten zu müssen.“

Markus Deutsch brennt auf das Topspiel: „Wir freuen uns auf das Topspiel. Es geht zwar „nur“ noch um die goldene Ananas, aber wir haben Bock drauf. Es erwartet uns ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Tagesform ausschlaggebend sein wird. Wir spielen eine gute Saison, aber es fehlt uns noch ein Sieg in einem Spitzenspiel. Diese Chance wollen wir nun endlich nutzen und gleichzeitig unsere Position verteidigen. Das Hinspiel war bereits auf sehr ansprechendem Kreisliga-A-Niveau und ich denke, dass auch am Sonntag die Zuschauer ein spannendes und intensives Spiel zu Gesicht bekommen werden.“


SV Türkiyemspor Bochum - SV Bochum-Vöde (So 15:00)
Der SV Türkiyemspor Bochum befindet sich in einer Negativspirale. Nach vier konsekutiven Niederlagen muss das Ruder schnellstmöglich rumgerissen werden, um den Keller nicht noch näher kommen zu lassen. Dazu zählt auch der SV Bochum-Vöde, der mit 24 Punkten einen weniger hat als der kommende Opponent. Für die Engelmann-Truppe war der März zum Vergessen, auch der April-Auftakt war mit lediglich einem Remis kein guter. Der Druck ist bei beiden Teams zu spüren.

Aufrufe: 013.4.2018, 06:30 Uhr
André NückelAutor

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