– Foto: FuPa Brandenburg

SV He­ron­gen macht es in Sa­chen Kunst­ra­sen güns­tig

Die neue Sport­an­la­ge, die im Ok­to­ber fer­tig sein soll, kos­tet 440.000 Eu­ro. Den Lö­wen­an­teil über­nimmt die Stadt Strae­len.

Das Pro­jekt „Kunst­ra­sen für die Blu­men­stadt“ geht in die zwei­te Run­de. Die neue An­la­ge an der Rö­mer­stra­ße ist fer­tig und wird von den Ki­ckern des SV Strae­len be­reits eif­rig ge­nutzt. Jetzt ist der SV He­ron­gen an der Rei­he. Strae­lens Bür­ger­meis­ter Hans-Jo­sef Lin­ßen und Vor­sit­zen­der Mar­tin Han­sen grif­fen am Frei­tag be­herzt zur Schau­fel, um sym­bo­lisch den Asche­platz in An­griff zu neh­men.

Ei­ne Fir­ma aus Dort­mund wird in den nächs­ten Wo­chen auf der Sport­an­la­ge an der Bee­ker Stra­ße die nö­ti­gen Um­bau-Ar­bei­ten vor­neh­men. An­schlie­ßend ver­legt der Gre­fra­ther Kunst­ra­sen-Spe­zia­list „Po­lytan“ das neue Spiel­feld, für das ein um­welt­freund­li­ches Kork-/Sand­ge­misch ver­wen­det wird. „Wir ge­hen da­von aus, dass der Platz im Ok­to­ber fer­tig ist und so­mit schon im Herbst von un­se­ren Mann­schaf­ten ge­nutzt wer­den kann“, sagt Han­sen.

In He­ron­gen kommt die Stadt Strae­len, die in Zu­kunft auch noch die Ten­nen­plät­ze auf den Sport­an­la­gen in Bro­ek­huy­sen und Au­wel-Holt mo­der­ni­sie­ren und in Kunst­ra­sen um­wan­deln wird, be­son­ders preis­wert da­von. Die neue An­la­ge kos­tet ge­ra­de ein­mal 440.000 Eu­ro – nicht sel­ten ist beim Bau ver­gleich­ba­rer Plät­ze fast der dop­pel­te Be­trag fäl­lig. „Hier ha­ben wir den Vor­teil, dass der Asche­platz ge­ra­de ein­mal 20 Jah­re alt ist. Die Flut­licht-An­la­ge und die Drai­na­ge sind noch in ei­nem ein­wand­frei­en Zu­stand. Das sind oft­mals die Be­rei­che, die in den Ne­ben­kos­ten rich­tig ins Geld ge­hen“, er­klärt Rai­ner Schmitz, der als Fach­dienst­lei­ter beim städ­ti­schen Schul- und Sport­amt eng mit den Sport­ver­ei­nen zu­sam­men­ar­bei­tet.

Die Fi­nan­zie­rung der Kunst­rä­sen­plät­ze ist in Strae­len im Grun­de ge­nom­men ganz ein­fach ge­re­gelt. Drei Vier­tel der Kos­ten über­nimmt die Stadt, den Rest muss der je­wei­li­ge Ver­ein bei­steu­ern. Macht im Fal­le des SV He­ron­gen ex­akt 110.000 Eu­ro, die al­ler­dings erst spä­tes­tens in 15 Jah­ren voll­stän­dig ab­be­zahlt sein müs­sen. Für den Dorf­ver­ein, des­sen ers­te Mann­schaft in der Fuß­ball-Kreis­li­ga A Kle­ve-Gel­dern ei­ne gu­te Rol­le spielt, soll­te das kein Pro­blem sein.

Zu­mal un­ter Re­gie von Wil­fried Kox, Gre­gor Jans­sen und Rai­ner Con­raths, Vor­sit­zen­der des He­ron­ger För­der­ver­eins, ein en­ga­gier­tes „Kunst­ra­sen-Team“ am Werk ist, das in den ver­gan­ge­nen Wo­chen und Mo­na­ten schon eif­rig Klin­ken ge­putzt hat. Al­lein 33.000 Eu­ro und da­mit knapp ein Drit­tel der Ver­eins­kos­ten sol­len mit Hil­fe ei­ner 4 mal 2,5 Me­ter gro­ßen Spon­so­ren­ta­fel in die Kas­se der Blau-Wei­ßen ge­spült wer­den. Ne­ben den sechs „Pre­mi­um-Fel­dern“ im Wert zwi­schen 1000 und 1500 Eu­ro gibt’s auch et­li­che Tä­fel­chen für 50 oder 25 Eu­ro, da­mit je­der Fan die Ge­le­gen­heit er­hält, sich na­ment­lich zu ver­ewi­gen.

Im Nor­mal­fall ist die Er­öff­nung ei­nes Kunst­ra­sen­plat­zes ein Grund zum Fei­ern. Aber mo­men­tan herr­schen be­kannt­lich an­de­re Zei­ten. Mar­tin Han­sen: „Wir las­sen uns was ein­fal­len und la­den das Dorf viel­leicht im Früh­jahr ein.“

Aufrufe: 017.8.2020, 16:00 Uhr
RP / Volker HimmelbergAutor

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