2026-02-09T08:36:21.830Z

Allgemeines

SV Heimstetten wird in letzter Sekunde Bayerischer Hallenmeister

Dramatisches Finale in Weiden

von Patrik Stäbler · Gestern, 15:58 Uhr · 0 Leser
Bayerischer Hallenmeister: Die U17-Junioren des SV Heimstetten bei der Siegerehrung in Weiden; hinten v.l.: Reinhard Meier (Vorsitzender SfL Weiden), Klaus Schmalz (Bezirks-Jugendleiter Oberfranken), Roman Kirschner (Trainer), Patrik Beslic, Mateo Bukvic, Eduard Nita, Edi Maliqi, Kleo Marku, Elio Krabisch und Thomas Graml (Bezirks-Vorsitzender Oberpfalz); vorne v.l.: Selmir Sabic (SVH-Jugendleiter), Philipp Baumeister, Vincent Groß und Parham Nikandish-Asl .
Bayerischer Hallenmeister: Die U17-Junioren des SV Heimstetten bei der Siegerehrung in Weiden; hinten v.l.: Reinhard Meier (Vorsitzender SfL Weiden), Klaus Schmalz (Bezirks-Jugendleiter Oberfranken), Roman Kirschner (Trainer), Patrik Beslic, Mateo Bukvic, Eduard Nita, Edi Maliqi, Kleo Marku, Elio Krabisch und Thomas Graml (Bezirks-Vorsitzender Oberpfalz); vorne v.l.: Selmir Sabic (SVH-Jugendleiter), Philipp Baumeister, Vincent Groß und Parham Nikandish-Asl . – Foto: Gerhard Brandlmeier/BFV
Die U17 des SV Heimstetten gewinnt mit einem umstrittenen Tor in letzter Sekunde. Der Bayerische Fußball-Verband bestätigt später die Fehlentscheidung.

Eigentlich, sagt Trainer Robin Grünwald, seien Distanzschüsse in der Halle „nicht das gewünschte Ziel“ bei seinen U17-Fußballern des SV Heimstetten. Doch in diesem speziellen Fall sei es dann doch ganz gut gewesen, dass Vincent Groß aus der Ferne draufgehalten habe – aus zwei Gründen.

Zum einen sind in diesem Finale der Bayerischen Hallenmeisterschaften in Weiden in der Oberpfalz beim Stand von 1:1 zwischen dem SVH und der SpVgg Landshut nur noch wenige Augenblicke zu spielen – das Sechsmeterschießen klopft also schon an die Tür. Und zum anderen wird Vincent Groß’ Distanzschuss leicht abgefälscht und fliegt daher am Keeper vorbei ins Tor. Zum 2:1 für Heimstetten.

Denn die Schiedsrichter lassen den Treffer zählen, obwohl der Ball erst Sekundenbruchteile nach Ertönen der Schlusssirene im Netz landet – eine Fehlentscheidung, wie der Bayerische Fußball-Verband im Nachgang mitteilt. Die Heimstettner jedoch interessiert das im Moment des Jubels herzlich wenig: Ausgelassen fallen sie auf dem Spielfeld übereinander her und feiern den ersten Bayerischen Meistertitel in der Vereinsgeschichte. „Das war Ekstase pur“, sagt Robin Grünwald.

Seine Kicker haben zuvor bereits die Oberbayerische Hallenmeisterschaft gewonnen und reisen mit entsprechend viel Selbstbewusstsein nach Weiden. „Wir haben uns dort schon etwas ausgerechnet“, sagt Robin Grünwald, der das Team zusammen mit Co-Trainer Roman Kirschner betreut. Zumal im Kader des Landesligisten einige „extrem gute Hallenspieler“ stünden, „die im Eins-gegen-Eins sehr durchsetzungsstark sind“.

Ihre Klasse stellen die Heimstettner bereits in der Vorrunde unter Beweis, in der sie Siege gegen die JFG Würzburg-Nord, den FC Memmingen und die JFG Wendelsteiner Fußball holen und sich 2:2 von der SpVgg Landshut trennen. Als Gruppenerster trifft der SVH dann im Halbfinale auf die SpVgg Bayern Hof, obsiegt mit 2:0 und zieht so ins Endspiel ein, wo es erneut gegen Landshut geht. Und wie schon in der Vorrunden entwickelt sich vor 360 Zuschauern erneut ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Heimstetten durch einen Treffer von Stürmer Kleo Marku das 1:0 erzielt.

Süddeutsche am 8. März in Ehningen

40 Sekunden vor Schluss – die Eltern der SVH-Junioren stehen schon zum Jubeln bereit – gelingt Landshuts Bastian Wejnar der 1:1-Ausgleich. Nun rechnet alles mit einer Entscheidung vom Sechsmeterpunkt, bis Vincent Groß quasi mit der Schlusssirene einen letzten Distanzschuss abfeuert.

Da dieser im Ziel landet, ist die U17 des SV Heimstetten nun erstmals Bayerischer Hallenmeister. Als solcher ist die Mannschaft für die süddeutschen Titelkämpfe am 8. März in baden-württembergischen Ehningen qualifiziert. „Und auch da“, sagt Trainer Robin Grünwald voller Zuversicht, „gehen wir ins Turnier, um zu gewinnen“. (ps)