
Der SV Heimstetten bleibt in der Bayernliga Süd ungeschlagen – wartet zugleich aber weiterhin auf seinen ersten Sieg. So trennte sich der SVH im Abendspiel gegen den TSV 1860 München II zum dritten Mal hintereinander mit einem Unentschieden. 1:1 hieß es nach einer intensiven Partie im Heimstettner Sportpark, in der die Platzherren mehr als eine halbe Stunde lang in Unterzahl spielen mussten.
„Ich bin mega zufrieden mit der Teamleistung, die die Jungs gezeigt haben – vor allem in der zweiten Halbzeit“, zieht SVH-Trainerin Sarah Romert ein positives Fazit. Zwar hätte ihre Mannschaft in den Schlussminuten noch einen Elfmeter bekommen müssen, findet die 30-Jährige. Doch insgesamt sei die Punkteteilung gegen den Vizemeister aus München gerecht, so Romert.
Foul ja, aber keinesfalls Rot.
Sarah Romert beurteilt die Arslan-Grätsche
Dabei erwischt ihre Elf, die ohne den durch einen Kreuzbandriss außer Gefecht gesetzten Severin Müller auskommen muss, vor 335 Zuschauern den besseren Start. Folgerichtig gehen die Heimstettner in der 23. Minute in Führung – durch einen Volleyschuss von Verteidiger Quentin Kehl, der erstmals seit seinem Wechsel aus Garching 2023 als Torschütze für den SVH in Erscheinung tritt.
Nach seinem 1:0 gehen die Gastgeber jedoch spürbar vom Gas. „Da waren wir dann leider nicht mehr so mutig, und Sechzig war spielbestimmend“, berichtet Sarah Romert, deren Elf dennoch fast noch das 2:0 erzielt hätte. Doch ein Kopfball von Abwehrchef Fabian Cavadias klatscht nur an die Latte. Besser macht es kurz vor dem Pausenpfiff Löwen-Mittelfeldmann Arin Garza, der eine Unordnung in der SVH-Defensive mit dem verdienten 1:1-Ausgleich bestraft.
Im zweiten Durchgang tritt dann vorübergehend der Schiedsrichter in den Mittelpunkt, als er Luca Arslan nach einem Zweikampf in der 56. Minute die Rote Karte vors Gesicht hält. In den Augen des Unparteiischen ist der SVH-Angreifer allzu stürmisch in seinen Gegner gegrätscht. Sarah Romert dagegen bewertet die Aktion als „Foul ja, aber keinesfalls Rot“.
Die Trainerin sieht in der Folge, wie ihre Mannschaft trotz Unterzahl wacker dagegen und das Spiel offen hält. „Da haben wir eine sehr gute Energie auf den Platz gebracht“, lobt Romert. Auf der anderen Seite nähern sich aber auch die spielerisch starken Talente der Sechziger immer wieder dem Tor von SVH-Keeper Fabian Scherger – ohne dabei jedoch Zählbares zu erzielen.
Als alles bereits auf den Schlusspfiff wartet, kommt es im Strafraum der Gäste noch mal zu einem Aufreger, indem der eingewechselte Heimstettner Benedict Fink von einem Löwen-Verteidiger unsanft umgerempelt wird. „Aus meiner Sicht war das ein Elfmeter“, urteilt die SVH-Trainerin. Doch die Pfeife des Schiedsrichters bleibt stumm, und so bleibt es letztlich beim 1:1-Remis.
Nach drei Ligaspielen binnen zwölf Tagen haben die Heimstettner nun erst mal eineinhalb Wochen Verschnaufpause – „und das tut uns auch gut“, glaubt Sarah Romert. Ihr Team muss am 8. August wieder ran, wenn es um 18.30 Uhr beim Aufsteiger TuS Geretsried gastiert. (ps)
SV Heimstetten – TSV 1860 München II 1:1 (1:1) SVH: Scherger, Cavadias, Bauer (63. Ildas), Kehl, Rüther (69. Gebhart), Steimel, Vochatzer, Ezeala (85. Fink), Nauen (56. Polat), Arslan, Riglewski. Tore: 1:0 Kehl (23.), 1:1 Garza (36.). Rot: Arslan (56.; Foulspiel). Schiedsrichter: Maximilian Hafeneder (TuS Holzkirchen) – Zuschauer: 335.