Endlich mal wieder jubeln: Die Regionalliga-Fußballer des SV Heimstetten wollen sich bis zum Saisonende aus der Abstiegszone befreien. Zwei Baustellen: Torjäger und Innenverteidiger Leopold Krüger wird das SVH-Trikot nicht mehr tragen
Endlich mal wieder jubeln: Die Regionalliga-Fußballer des SV Heimstetten wollen sich bis zum Saisonende aus der Abstiegszone befreien. Zwei Baustellen: Torjäger und Innenverteidiger Leopold Krüger wird das SVH-Trikot nicht mehr tragen – Foto: Gerald Förtsch

SV Heimstetten: Geheimnis um potenziellen Neuzugang

SVH startet personell fast unverändert aber zuversichtlich in Vorbereitung

Der SV Heimstetten kämpft in der Rückrunde um den Regionalliga-Klassenerhalt. Helfen soll ein möglicher Neuzugang, aus dem SVH-Coach Schmitt ein Geheimnis macht.

Heimstetten – Christoph Schmitt hat eigenen Aussagen zufolge ein ruhiges und entspanntes Weihnachtsfest verlebt, wiewohl das Christkind seinen – aus sportlicher Sicht – sehnlichsten Wunsch nicht erfüllt hat. Genau genommen sind es sogar zwei Wünsche, die der Trainer des abstiegsbedrohten Regionalligisten SV Heimstetten schon seit Längerem hegt und wie folgt umschreibt: „Einen Stürmer, der zwanzig Tore pro Saison schießt. Und einen Innenverteidiger, der genauso viele Tore verhindert.“

An diesen beiden Stellen hat der SVH also Verstärkungsbedarf. Und daran wird sich laut Schmitt auch in der Winterpause voraussichtlich nichts ändern. „Auf diesen zwei Positionen ist es in der Regel sehr schwer, jemanden zu finden“, sagt der Coach, ehe er mit Blick auf die Finanzlage seines Klubs hinzufügt: „Und Spieler, die uns wirklich weiterbringen würden, können wir nicht bezahlen. Das haben die Gespräche wieder mal gezeigt.“

SV Heimstetten: Acht Niederlagen in Serie vor der Winterpause

Immerhin: Einen potenziellen Neuzugang hat Heimstetten derzeit an der Angel. Der Kicker, dessen Name Schmitt noch nicht preisgeben will, soll nun probeweise die Vorbereitung beim SVH mitbestreiten, die offiziell am 19. Januar startet. Das erste Testspiel steht dann schon vier Tage später an – daheim gegen den Südwest-Regionalligisten VfR Aalen. Danach folgen sechs weitere Vorbereitungspartien, ehe es am 26. Februar bei der SpVgg Bayreuth erstmals wieder um Ligapunkte geht.

Sollte die Coronalage diesen Zeitplan zulassen, dann würde mit diesem Tag für den SVH das Projekt Klassenerhalt beginnen. Aktuell liegt der Klub mit 21 Punkten auf einem Abstiegsrelegationsplatz; dass Heimstetten dabei schon 24 Partien absolviert hat und damit eine bis vier mehr als die Konkurrenz, kommt erschwerend hinzu. „Wir haben uns leider im Herbst sehr viel kaputtgemacht – selbstverschuldet“, hadert Schmitt mit Blick auf die rabenschwarze Serie seiner Mannschaft. Diese hat letztmals am 2. Oktober gepunktet. Seither folgten acht Niederlagen in Serie – die Hälfte davon gegen direkte Rivalen im Abstiegskampf.

SV Heimstetten: Leopold Krüger verlässt die Mannschaft

Ungeachtet der schwierigen Ausgangslage gibt sich der SVH-Trainer mit Blick auf die Restsaison zuversichtlich. „Was mich positiv stimmt, ist die Art und Weise, wie wir viele Spiele bestritten haben“, betont Schmitt. Zudem kehre in Fabio Sabbagh ein wichtiger Spieler nach langer Verletzungspause zurück. Wobei der 24-Jährige infolge seiner Roten Karte beim Kurz-Comeback gegen Unterhaching zum Auftakt in Bayreuth erst mal nur zuschauen wird – genauso wie Bernard Mwarome, der in Haching ebenfalls vom Platz flog. Außer Gefecht gesetzt ist überdies Mittelfeldmann Sascha Hingerl, der nach einem Sehnenriss im Oberschenkel derzeit in Reha ist.

Gar nicht mehr das SVH-Trikot tragen wird derweil Leopold Krüger. Der Ex-Garchinger, der diese Saison immerhin in 22 Pflichtspielen aufgelaufen ist, hat den SV Heimstetten laut seinem Coach verlassen. „Wir hätten ihn gerne behalten, weil er menschlich und sportlich gut reingepasst hat“, bedauert Schmitt den Abgang des Rechtsverteidigers. Wobei der Trainer auch einräumt: „Auf seiner Position haben wir keine riesengroßen Bauchschmerzen.“ Anders sieht es da in vorderster Spitze und hinterster Reihe aus. Doch diese zwei Baustellen werden den SVH wohl noch längere Zeit begleiten. (PATRIK STÄBLER)

Aufrufe: 012.1.2022, 20:00 Uhr
Patrik StäblerAutor

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