Nach Foul im Fürth-Spiel verletzt: Sam Zander (2.v.l.) fehlt dem SV Heimstetten für vier bis sechs Wochen.
Nach Foul im Fürth-Spiel verletzt: Sam Zander (2.v.l.) fehlt dem SV Heimstetten für vier bis sechs Wochen. – Foto: Dieter Michalek

SV Heimstetten: Strieders Ausfall trifft Mannschaft hart

Zugang nächster Kandidat auf langer Verletztenliste – Schmitt fordert Leidenschaft in Aubstadt

Das Lazarett beim SV Heimstetten wird immer größer. Am Sonntag gastiert das Tabellenschlusslicht von Trainer Schmitt beim TSV Aubstadt.

Heimstetten – Rico Strieder, der jüngste Neuzugang des SV Heimstetten, hat sich bei dem Regionalligisten nahtlos eingefügt – aber nicht etwa so, wie es sich der frühere Bayern-Spieler und langjährige Profi in der holländischen Eredivisie vorgestellt hat. Denn noch bevor der 30-Jährige sein Debüt beim SVH geben konnte, hat er sich im Training einen Meniskuseinriss zugezogen, der ihn nun mehrere Wochen außer Gefecht setzen wird. Strieder reiht sich damit ein in die lange Verletztenliste der Heimstettner, die vor allem in der Defensive arge Personalsorgen quälen.

„Sein Ausfall ist bitter, denn er hätte uns sicher Stabilität gegeben“, sagt Trainer Christoph Schmitt über die Verletzung Rico Strieders. Nebst dem Neuzugang werden dem SVH an diesem Samstag um 14 Uhr beim TSV Aubstadt auch weiterhin Alexis Fambo, Sebastian Rosina, Daniel Steimel, Fabio Sabbagh und Aleksandar Kovacevic fehlen. „Am Saisonanfang hatten wir einige muskuläre Geschichten, weshalb wir uns schon ein Stück weit hinterfragt haben“, sagt Schmitt. „Doch in letzter Zeit sind es vor allem langwierige Verletzungen, die aus Zweikämpfen resultieren. Im Moment ist bei uns einfach der Wurm drin.“

So ist zuletzt auch noch Sam Zander zum Lazarett gestoßen, nachdem er im Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth II „für vier bis sechs Wochen rausgetreten wurde“, wie es sein Trainer formuliert. Und als wären all diese verletzungsbedingten Ausfälle nicht genug, können am Samstag auch Valentin Micheli nach seiner fünften Gelben Karte sowie der gelb-rot-gesperrte Mohamad Awata nicht mitwirken. Bedeutet: Schmitt und sein Trainerteam müssen in der Defensive umstellen – wie so oft in dieser Saison.

Dabei werde es in Aubstadt gerade auf die Abwehrleistung seiner Elf ankommen, ist der Coach überzeugt. „Wir müssen primär mal leidenschaftlich verteidigen und kompakt agieren“, fordert Schmitt. Vom Gegner spricht der Trainer derweil in den höchsten Tönen. „Aubstadt ist eine sehr stabile Mannschaft, die in dieser Form schon lange zusammenspielt. Auf jeden Fall ein extrem unangenehmer Gegner.“ Zumal die Unterfranken zurzeit gut drauf sind: In den vergangenen vier Ligaspielen gab’s drei Siege und ein Remis für die Elf von Trainer Victor Kleinhenz. Ganz anders sah bis vor Kurzem noch die Formkurve beim SV Heimstetten aus, der in sechs Partien nur einen Punkt holen konnte – bis ihm am vorigen Wochenende ein 2:0-Erfolg im Kellerduell gegen Fürth gelang.

„Dieser Sieg hat natürlich gut getan und war sehr wichtig“, sagt Christoph Schmitt. Zudem dürfte das Erfolgserlebnis auch hilfreich für den Wiesnbesuch der Heimstettner am Montag gewesen sein. „Die Stimmung dort“, berichtet der Trainer, „war auf jeden Fall sehr gut“. (PATRIK STÄBLER)

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Maljojoki, Günzel, Sengersdorf, Burke, Müller, Sakhi Zada, Riglewski, Yildiz, Tunc, Vrenezi.

Aufrufe: 023.9.2022, 15:13 Uhr
Patrik StäblerAutor