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SV Heimstetten schlägt FC Deisenhofen – Joker Goebl trifft in der 89. Minute

Bayernliga

von Patrik Stäbler · 07.09.2026, 09:46 Uhr · 0 Leser
v.li.: Lukas Vollmer (Deisenhofen, 32) Robin Penski (SV Heimstetten, 26) im Zweikampf, Duell, duel, tackle, Dynamik, Action, Aktion
v.li.: Lukas Vollmer (Deisenhofen, 32) Robin Penski (SV Heimstetten, 26) im Zweikampf, Duell, duel, tackle, Dynamik, Action, Aktion – Foto: Sven Leifer

Der SV Heimstetten gewinnt das Derby gegen den FC Deisenhofen mit 4:2. Fünf ehemalige A-Jugendspieler standen dabei auf dem Rasen.

Es passt ins Bild dieses Abends, dass ausgerechnet Felix Goebl derjenige ist, der in der 89. Minute zum Deckel greift und damit ein Glas fest verschraubt, in dem drei Punkte für seinen SV Heimstetten stecken. Denn der 19-Jährige ist einer von fünf Fußballern bei dem Bayernligisten, die vorige Saison noch in der A-Jugend gekickt haben und nun im Landkreis-Derby gegen den FC Deisenhofen auf dem Rasen stehen.

So viel „Jugend forscht“ ist auch der angespannten Personallage beim SVH geschuldet, doch am Ende können die Youngster und ihre Kollegen jubeln. Denn im Duell mit dem zuvor punktgleichen Club aus Deisenhofen holen die Heimstettner ihren dritten Saisonsieg – und das, obwohl sie in der Schlussphase gehörig zittern müssen. Die Erlösung bringt erst der eingewechselte Felix Goebl, der kurz vor dem Ablauf der regulären Spielzeit einen Konter zum 4:2-Endstand vollendet.

„Der Sieg war sicher verdient“, urteilt Lukas Riglewski. Der spielende Assistenzcoach beim SVH ersetzt an diesem Abend die erkrankte Cheftrainerin Sarah Romert an der Seitenlinie. „Das war schon ein bisschen ungewohnt“, räumt der 32-Jährige ein. „Aber am Ende war es zum Glück erfolgreich.“ Wobei Riglewski betont: „Wir haben uns das Leben wieder mal selbst schwer gemacht. Denn eigentlich müssen wir das Spiel schon viel früher entscheiden.“

Dabei geht die Anfangsphase vor 310 Zuschauern im Heimstettner Sportpark klar an die Gäste. So ist es allein deren Unvermögen, dem Glück des SVH und dessen starken Torwart Fabian Scherger zu verdanken, dass die Platzherren nicht früh in Rückstand geraten. Diese präsentieren nach dem holprigen Start ungleich effizienter im Abschluss als der Gegner: Mit den ersten zwei Chancen geht Heimstetten in der 15. und 20. Minute prompt mit 2:0-Führung. Als Torschützen können sich dabei Dominique Girtler und Robin Penski auszeichnen – Letzterer ist ein weiterer der jungen Wilden beim SVH, die in dieser Partie überzeugen.

Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken sei seine Mannschaft in der Folge deutlich überlegen gewesen, berichtet Lukas Riglewski. „Da hätten wir das Spiel killen müssen“, findet der Co-Spielertrainer. Allein Zählbares springt aus der Überlegenheit der Gastgeber erst in der 65. Minute heraus, als Severin Müller per 16-Meter-Schuss auf 3:0 erhöht.

Nun spricht eigentlich alles für einen lockerleichten Heimsieg des SVH. „Doch leider haben wir den Gegner durch eigene Fehler wieder ins Spiel zurückgeholt“, kritisiert Lukas Riglewski. So gerät seine Elf nach einem Doppelschlag von Deisenhofens Lukas Kretzschmar noch mal gehörig unser Druck. Dieser entlädt sich erst eine Minute vor Schluss, als Felix Goebl nach feiner Vorarbeit von Riglewski und Vitus Vochatzer den 4:2-Endstand herstellt.