Breite Brust: Heimstetten (Lukas Riglewski; rechts im Hinspiel mit Markus Schwabl) hofft auf eine Überraschung gegen den klaren Favoriten Unterhaching im heimischen Sportpark.
Breite Brust: Heimstetten (Lukas Riglewski; rechts im Hinspiel mit Markus Schwabl) hofft auf eine Überraschung gegen den klaren Favoriten Unterhaching im heimischen Sportpark. – Foto: Sven Leifer

SV Heimstetten: Mehr Außenseiter geht nicht – Mammutaufgabe im Derby

Schlusslicht Heimstetten empfängt Spitzenreiter Unterhaching

Nach dem letzten Heimspiel des SV Heimstetten in diesem Jahr – an diesem Freitag um 18.30 Uhr gegen die SpVgg Unterhaching – wird der Trainer fliegen. Gemeint ist damit jedoch nicht etwa Christoph Schmitt. Denn obschon sein SVH abgeschlagener Tabellenletzter in der Regionalliga ist, sitzt der 37-Jährige fest im Sattel. Wer sich nach dem Derby in Heimstetten verabschieden wird, ist vielmehr Sandro Wagner. Der Grund: Der Ex-Profi und Trainer der SpVgg Unterhaching fliegt am Samstag zur Weltmeisterschaft nach Katar, wo er als Experte fürs ZDF im Einsatz ist.

Heimstetten – Zuvor wollen die Hachinger – sozusagen als Abschiedsgeschenk für ihren Coach – am Freitagabend noch einen weiteren Sieg einfahren. Und zumindest auf dem Papier sind die Aussichten für die Gäste exzellent. Denn die Spielvereinigung hat seit Wochen einen Lauf: In den vergangenen zwölf Spielen ist Unterhaching unbesiegt geblieben, mit 54 Punkten aus 22 Partien thront der Klub an der Tabellenspitze; und nur 21 Gegentreffer bedeuten die ligaweit beste Abwehr.

All das steht im krassen Gegensatz zur aktuellen Situation des SVH. So warten die Heimstettner seit fünf Spielen auf einen Dreier, liegen als Tabellenletzter bereits neun Punkte hinter den Relegationsrängen, und die 53 kassierten Tore sind ebenfalls einsame Spitze in der Regionalliga – jedoch in negativer Hinsicht. „Das ist ein Spiel, bei dem jeder denkt: Das ist eine gmahde Wiesn für Haching“, sagt Roman Langer, Co-Trainer beim SV Heimstetten. Doch gerade als Außenseiter sei seine Mannschaft schon des Öfteren für eine Überraschung gut gewesen. „Wir sind überzeugt, dass wir Unterhaching an einem guten Tag ärgern können“, betont Roman Langer. Schließlich habe man das bereits mehrfach bewiesen – etwa bei der knappen 2:3-Auswärtsniederlage im Hinspiel sowie in beiden Duellen der Vorsaison, in denen sich der SVH ebenfalls über weite Strecken als ebenbürtig mit dem Favoriten erwies.

Was das Projekt Überraschungscoup diesmal jedoch erschwert, ist die prekäre Personalsituation beim Tabellenletzten. So fehlen bei Heimstetten weiterhin ein halbes Dutzend absolute Leistungsträger. Zwar kehrt Reza Sakhi Zada nach seiner Sperre zurück, doch dafür muss Yannick Günzel infolge der fünften Gelben Karte zuschauen. Noch ungewiss ist laut Roman Langer ein Einsatz von Fabio Sabbagh. Der Abwehrchef hatte sich bei einem Zweikampf im Heimspiel gegen Vilzing am Knie verletzt und musste daraufhin beim 0:3 in Aschaffenburg pausieren. Nun könnte der 24-Jährige womöglich auf den Rasen zurückkehren, sagt der Co-Trainer, „was uns natürlich helfen würde“. (PATRIK STÄBLER)

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Maljojoki, Sabbagh, Sengersdorf, Yildiz, Awata, Müller, Manole, Zander, Riglewski, Tunc.

Aufrufe: 024.11.2022, 15:37 Uhr
Patrik StäblerAutor