
Der SV Heimstetten strebt bis 2030 den Bayernligatitel an. Dafür wird eine eigene Abteilung mit neuer Struktur geschaffen.
Der SV Heimstetten hat als Ziel die Meisterschaft in der Bayernliga Süd ausgerufen. Freilich nicht diese Saison – dafür liegt der Tabellensechste vor dem Auswärtsspiel beim SV Schalding-Heining am Samstag zu weit hinter den Spitzenteams zurück. Aber im Jahr 2030, so hat es der SVH diese Woche in einer Mitteilung kundgetan, wolle man die Bayernliga-Meisterschaft nach Heimstetten holen.
Mit diesem Fernziel vor Augen will der Club seine Erste Mannschaft neu aufstellen – mit einer eigenen Abteilung innerhalb der Fußballsparte. „Wir trennen das intern“, sagt Jürgen Fritschi, Vorsitzender des Gesamtvereins. „Das ist keine Ausgliederung wie bei einem Proficlub. Aber es ist ein Schritt in diese Richtung.“
Das erste große Ziel sei es dabei, so Fritschi, personelle Verstärkung für die neue Abteilung zu gewinnen. Hierzu hat der SVH auf seiner Webseite eine Reihe von Stellen ausgeschrieben – vom Abteilungsleiter über den Marketingchef bis hin zum Busfahrer. „Momentan haben wir das Problem vieler Vereine, dass einige wenige ehrenamtliche Mitarbeiter fast alles wuppen“, sagt der Clubchef. Hier wolle man sich künftig breiter aufstellen – mit Ehrenamtlichen, die gezielt nur für die Erste Mannschaft zuständig sind.
Ein zweiter wichtiger Schritt betreffe das Thema Finanzen, sagt Jürgen Fritschi. Wolle der SVH mittelfristig in die Regionalliga zurückkehren, dann brauche es hierfür ein regionales Netzwerk an Sponsoren. „Und das ist in der Breite aktuell noch nicht vorhanden“, gesteht der Vereinsvorsitzende. Mit den neuen Kräften – unter anderem wird für das „Bayernliga-Projekt“ auch ein „Finanzdirektor“ gesucht – sollen weitere Unterstützer und Geldgeber gewonnen werden. Auch mit Blick darauf werde es künftig eine „klare finanzielle Trennung“ zwischen Erster Mannschaft und der übrigen Abteilung geben, sagt Jürgen Fritschi, der seit knapp zwei Jahren an der Spitze des Gesamtvereins steht.
„Mit einer modernen Struktur, klaren Verantwortlichkeiten und einem professionellen Anspruch möchten wir die Rahmenbedingungen schaffen, um langfristig erfolgreich zu sein – auf und neben dem Platz“, heißt es in der Mitteilung des SVH. Hierfür suche man „engagierte Menschen aus der Region, die den Weg des SV Heimstetten aktiv mitgestalten möchten“.
Bei der Frage nach Vorbildern verweist der Clubchef auf zwei „Leuchttürme“, wie er sie nennt – den Erstligisten 1. FC Heidenheim sowie den SV Elversberg, aktuell Tabellendritter in der 2. Bundesliga. „Denn das sind beides Vereine“, betont Jürgen Fritschi, „die grundsolide aufgebaut und regional verankert sind“. (ps)