2026-09-01T14:43:53.230Z

Allgemeines

SV Heimstetten ergattert in Unterzahl einen Punkt, kommt aber im Pokal weiter

Bayernliga

von Patrik Stäbler · 31.08.2026, 09:58 Uhr · 0 Leser
„Wir haben diese Saison gesehen, dass man im Pokal ein cooles Spiel erwischen kann“, sagt Co-Spielertrainer Lukas Riglewski (r.).
„Wir haben diese Saison gesehen, dass man im Pokal ein cooles Spiel erwischen kann“, sagt Co-Spielertrainer Lukas Riglewski (r.). – Foto: Sven Leifer

Der SV Heimstetten hat sich nach einem 3:3 im Ligaspiel bei der SpVgg Landshut noch für den Toto-Pokal qualifiziert. Alle fünf Heimstettner verwandelten ihre Elfmeter, während Landshuts Lucas Biberger über das Tor schoss.

Nachdem der Schlusspfiff verklungen und das Spiel beendet ist, kommen die Mannschaften noch mal im Mittelkreis zusammen – zum Elfmeterschießen. Dieses Ritual kennt man eigentlich nur aus dem Kinderbereich. Doch hier im Landshuter Hammerbachstadion legen sich nicht etwa Knirpse die Kugel auf dem Kreidepunkt zurecht, sondern die Kicker der heimischen Spielvereinigung und des SV Heimstetten.

Diese zwei Bayernligisten haben sich zuvor in einer wilden Partie mit 3:3 getrennt. Doch weil das Duell im Vorfeld zur Qualifikation für den Toto-Pokal auserkoren wurde, muss es an diesem Tag einen Sieger geben. Und das ist der Grund, weshalb die Teams nach dem Remis zum Elfmeterschießen antreten – mit dem besseren Ende für den SVH.

Denn während alle fünf Gäste-Spieler ihre Strafstöße verwandeln, jagt Lucas Biberger als dritter Landshuter Schütze den Ball übers Tor. Und so lösen die Heimstettner das Pokalticket für die kommende Spielzeit, nachdem sie sich zuvor immerhin einen Punkt beim starken Aufsteiger gesichert haben.

„Wir haben diese Saison gesehen, dass man im Pokal ein cooles Spiel erwischen kann“, sagt Co-Spielertrainer Lukas Riglewski mit Blick auf das Duell gegen Unterhaching vor drei Wochen, das mehr als 1000 Zuschauer in den Heimstettner Sportpark lockte. „Deshalb war es ein schöner Bonus, dass wir das Elfmeterschießen am Ende gezogen haben.“

Weniger positiv fällt das Urteil des Coaches über das vorangegangene Unentschieden aus. „Ein Punkt ist zu wenig“, findet Riglewski. Zumal sich seine Elf erneut durch eigene Fehler selbst ein Bein gestellt habe – einerseits. Andererseits sei das Team nach zwei Rückständen jeweils zurückgekommen. „In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft eine super Moral gezeigt“, lobt der spielende Co-Trainer.

Er selbst landet dabei vor mehr als 500 Zuschauern den ersten Wirkungstreffer – das 1:0 nach feiner Vorarbeit von Dominique Girtler (17.). Bis dahin und auch danach habe Heimstetten das Spiel im Griff gehabt, berichtet Riglewski. „Doch dann schwächen wir uns wieder mal selbst durch einen eigenen Fehler.“ Der Coach meint damit die Gelb-Rote Karte für Reza Sakhi Zada wegen Meckerns und eines Foulspiels (38.). In Unterzahl kassiert der SVH danach zwei Gegentore binnen weniger Minuten, sodass es mit einem 1:2 in die Pause geht.

Im zweiten Durchgang kämpft sich Heimstetten dann gleich zweimal zurück – durch Tore von Vitus Vochatzer und Girtler, der nach dem dritten Landshuter Treffer und einer weiteren Ampelkarte für die Gastgeber den 3:3-Endstand herstellt. „Am Ende können wir sogar noch gewinnen“, sagt Riglewski mit Blick auf eine Last-Minute-Chance des eingewechselten Felix Goebl. „Aber das wäre dann ein glücklicher Sieg gewesen.“ (ps)

SpVgg Landshut – SV Heimstetten 3:3 (2:1) SVH: Scherger, Günzel (46. Ildas), May, Rüther (81. Goebl), Sakhi Zada, Vochatzer, Müller (72. Titze), Riglewski (46. Lindner), Girtler, Penski, Leitl (72. Arslan). Tore: 0:1 Riglewski (17.), 1:1 Sigl (40.), 2:1 Steer (45.+1; Foulelfmeter), 2:2 Vochatzer (65.), 3:2 Stoller (77.), 3:3 Girtler (82.). Gelb-Rot: Sakhi-Zada (38.), Oswald (72.). Schiedsrichter: Moritz Fischer (SpVgg Ebermannsdorf) – Zuschauer: 530.